Das Kleine Fettblatt ist vor allem in der Aquaristik bekannt. Aber auch für seine positive Wirkung auf den Körper. Hier alles darüber und über den Anbau.

Das Kleine Fettblatt ist zwar eine eher unscheinbare Pflanze, dafür hat es aber einiges zu bieten. So gehört es zum Beispiel zu den bekanntesten und beliebtesten Aquarienpflanzen, da es recht schnellwüchsig ist und es fast jedem gelingt, diese Pflanze erfolgreich anzupflanzen. Doch nicht nur im Wasser macht das Kleine Fettblatt eine gute Figur. Auch an Land kann es durchaus gedeihen und sogar blühen. Das Besondere an dieser Pflanze ist jedoch nicht das Aussehen. Es sind vielmehr die Inhaltsstoffe. Denn vor allem die enthaltenen Saponine sollen die körperliche und mentale Leistungsfähigkeit steigern.

Herkunft

Das Kleine Fettblatt, wissenschaftlich bekannt als Bacopa monnieri, ist eine kriechende Wasserpflanze, die ursprünglich aus den tropischen und subtropischen Regionen Indiens, Asiens, Australiens, Afrikas und Amerikas stammt. Hier ist es vor allem in der Nähe von stehendem Wasser bzw. in Meeresnähe zu finden. Aber auch Brackwasser wird von dem Kleinen Fettblatt durchaus toleriert.

Historisch gesehen hat Bacopa monnieri eine lange Tradition in der ayurvedischen Medizin. Hier ist die Pflanze jedoch nicht unter dem Namen Kleines Fettblatt bekannt, sondern eher unter der indischen Bezeichnung Brahmi, was so viel wie „heilig“ oder „göttlich“ bedeutet, denn „Brahma“ ist der Gott der Schöpfung. Das Kleine Fettblatt trägt aber auch den Beinamen Gedächtnispflanze bzw. Gedächtniskraut, denn es soll das Gedächtnis sowie die Nerven stärken und die Leistungsfähigkeit steigern. Mittlerweile wird Bacopa monnieri sogar weltweit in der Naturheilkunde und als Nahrungsergänzungsmittel geschätzt, insbesondere wegen ihrer gedächtnisfördernden Eigenschaften. Bei uns wird das Kleine Fettblatt aber vor allem als Zimmer- oder Aquarienpflanze gehalten. Und im Sommer auch gerne draußen im Topf.

Wirkung

Das Kleine Fettblatt wird nicht umsonst in der Naturheilkunde sehr geschätzt. Es besitzt schließlich viele verschiedene Inhaltsstoffe, die sich positiv auf unseren Körper auswirken. Darunter zählen Alkaloide, Flavonoide, Saponine, Phytosterine und Bacoside. Die Kombination aus diesen Inhaltsstoffen hat dafür gesorgt, dass das Kleine Fettblatt in der Medizin an große Bedeutung gewonnen hat. Denn Brahmi:

  • kann die Gedächtnisleistung verbessern
  • kann die kognitiven Funktionen fördern
  • enthält Antioxidantien, die den Körper vor freien Radikalen schützen
  • besitzt entzündungshemmende Eigenschaften
  • kann den Spiegel von Stresshormonen im Körper regulieren
  • kann die Regeneration von Nervenzellen fördern
  • kann den Cholesterinspiegel senken
  • kann die Herzgesundheit verbessern

Das Kleine Fettblatt ist somit eine sehr kraftvolle Pflanze, die viele gesundheitliche Vorteile hat und deshalb gerne in der Medizin, der Küche, der Kosmetik und als Nahrungsergänzungsmittel eingesetzt wird.

Aussehen und Wuchs

Kleines Fettblatt - Anbau, Pflege und Verwendung
Brahmi blüht weiß bis bläulich-weiß – © Sunshower Shots / stock.adobe.com

Das Kleine Fettblatt gehört zur Gattung der Fettblätter (Bacopa) und zählt zur Familie der Braunwurzgewächse (Scrophulariaceae). Es handelt sich dabei um eine mehrjährige, krautige Pflanze, die eine Höhe von etwa 10 bis 30 cm erreichen kann. Sie wächst oft hängend oder kriechend und kann daher dichte Teppiche ausbilden. Die Blätter sind fleischig, eiförmig und gegenständig angeordnet. Sie sind etwa 2 bis 3 cm lang und haben eine glatte Oberfläche.

Wird das Kleine Fettblatt nicht als Pflanze im Aquarium, sondern im Topf angepflanzt, bildet es von Frühjahr bis Spätsommer kleine, weiße bis bläulich-weiße Blüten mit fünf Blütenblättern aus. Nach der Blüte bildet Brahmi kleine, unscheinbare Kapselfrüchte aus, die winzigen Samen enthalten.

Steckbrief

Kleines Fettblatt (Bacopa monnieri)
Wuchs:kriechend, hängend
Wuchshöhe:10 – 30 cm
Blüte:Frühjahr – Spätsommer
Blütenfarbe:weiß bis bläulich-weiß
Standort:sonnig
Boden:humos, feucht, nährstoffreich
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Standort und Boden

In der Natur wächst das Kleine Fettblatt vor allem in sumpfigen Gebieten, sprich in der Nähe von Meeren oder stehenden Gewässern. Dort gedeiht es aber nur gut, wenn die Temperaturen nicht unter 20 Grad Celsius fallen. Bedeutet demnach, dass Brahmi bei uns nur als Zimmerpflanze gehalten, jedoch im Sommer auch mal einen Platz im Freien erhalten kann. Wichtig ist sowohl im Garten als auch im Haus, dass die Pflanze einen hellen Standort erhält.

Da es sich bei dem Kleinen Fettblatt um eine Wasserrandpflanze handelt, die sogar im Warmwasser-Aquarium oder Miniteich gut gedeiht, sollte sie in einem feuchten, nährstoffreichen und humosen Boden angepflanzt werden.

Pflanzanleitung

Kleines Fettblatt - Anbau, Pflege und Verwendung
Man kann Samen als auch Pflanzen kaufen – © knipseria / stock.adobe.com

Im Handel können Sie sowohl Brahmi-Pflanzen im Topf als auch Samen kaufen. Wenn Sie sich für die Aussaat entschieden haben, gehen Sie einfach folgendermaßen vor:

  1. Befüllen Sie eine Anzuchtschale mit Aussaaterde.
  2. Streuen Sie die Samen auf das Substrat und drücken Sie diese nur leicht an. Das Kleine Fettblatt ist nämlich ein Lichtkeimer, weshalb die Samen nicht mit Erde bedeckt werden dürfen.
  3. Nun müssen Sie die Anzuchtschale an einen sonnigen und warmen Ort stellen. Am besten auf eine Fensterbank über einem Heizkörper.
  4. Halten Sie die Erde in den nächsten Wochen immer schön feucht.
  5. Nach 14 Tagen wird es Zeit, dass Sie die Jungpflanzen pikieren, sprich in einzelne, kleine Töpfe setzen. Die Pflanzen können anschließend einen hellen und warmen Platz im Haus erhalten.

Tipps zur Pflege

Gießen:

Bacopa monnieri benötigt viel Wasser. Halten Sie den Boden daher immer feucht. Überschüssiges Wasser sollten Sie nach dem Gießen aber immer aus dem Übertopf entfernen.

Düngen:

Düngen Sie die Pflanzen während der Wachstumsperiode von März bis September alle vier bis sechs Wochen mit einem stickstoffbetonten Dünger aus dem Handel. Sie können aber auch aus Brennnesseln oder Kompost Stickstoffdünger selber machen.

Überwinterung:

In den kälteren Monaten sollten Sie Bacopa monnieri unbedingt im Haus halten, da die Pflanze sehr frostempfindlich ist. Wählen Sie dort einen hellen und sehr warmen Standort aus. Am besten geeignet ist zum Beispiel das Badezimmer, da das Kleine Fettblatt eine höhere Luftfeuchtigkeit bevorzugt. Achten Sie deshalb auch während der Überwinterung darauf, dass Sie die Erde immer schön feucht halten.

Schnitt:

Zurückgeschnitten werden muss das Kleine Fettblatt eigentlich nicht. Sie können aber einen buschigen Wuchs fördern, indem Sie im Februar zur Schere greifen. Ansonsten reicht es vollkommen aus, wenn sie abgestorbene Triebe entfernen.

Vermehrung

Sie können das Kleine Fettblatt entweder über Samen (wie oben beschrieben) vermehren oder über Stecklinge. Dabei gehen Sie am besten wie folgt vor:

  1. Schneiden Sie gesunde Triebe mit einer Länge von etwa 10 cm von der Pflanze ab.
  2. Entfernen Sie die unteren Blätter und stecken Sie die Triebe in feuchte Anzuchterde. Sie können die Stecklinge aber auch in ein Glas Wasser gegeben.
  3. Halten Sie das Substrat feucht, bis die Stecklinge genügend Wurzeln ausgebildet haben.

Verwendung

Kleines Fettblatt - Anbau, Pflege und Verwendung
Brahmi kommt vor allem als Nahrungsergänzungsmittel zum Einsatz – © Arundhati / stock.adobe.com

In der Küche wird Bacopa monnieri eher selten verwendet, da ihr Geschmack leicht bitter ist. Das Kleine Fettblatt kommt deshalb eher als Nahrungsergänzungsmittel zum Einsatz, welches das Gedächtnis verbessern, die Konzentration fördern und die allgemeinen kognitiven Funktionen unterstützen soll. Die Einnahme wird dabei in der Regel über einen längeren Zeitraum empfohlen, um optimale Ergebnisse zu erzielen. Sprechen Sie vorher aber bitte immer mit Ihrem Arzt darüber.

Ansonsten kommt das Kleine Fettblatt auch in der Medizin sowie in der Kosmetik zum Einsatz. Schließlich enthält die Pflanze zahlreiche Antioxidantien und entzündungshemmende Wirkstoffe, die sich positiv auf die Haut auswirken können. Produkte mit Bacopa monnieri können daher die Haut beruhigen, Rötungen reduzieren und sie vor schädlichen Umwelteinflüssen schützen.

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Gartentipp des Tages!

Mutter, Hundebesitzerin und leidenschaftliche Hobbygärtnerin. Schon als Kind habe ich gemeinsam mit meinen Eltern den heimischen Garten bewirtschaftet und mich für dessen Gestaltung interessiert. Jetzt besitze ich meinen eigenen Garten und zeige meiner Tochter, wie einfach es ist Obst, Gemüse und Blumen selbst zu züchten. Ein Garten bedeutet viel Arbeit - er belohnt uns dafür aber auch mit einer reichen Ernte, wunderschönen Blumen und dem tollen Gefühl aus eigener Kraft etwas geschaffen zu haben.

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