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Japanischer Papierstrauch – Pflanzen, pflegen und überwintern

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Der Japanische Papierstrauch ist ein faszinierender Zierstrauch, der bereits im März leuchtend gelb blüht. Allerdings nur, wenn Sie bei der Pflege einiges beachten.

Blüte des Japanischen Papierbuschs
© F_studio – Fotolia.com

Einige Gartenfreunde bezeichnen den seltenen, prachtvollen Busch mit seinen im zeitigen Frühjahr aufbrechenden leuchtend gelben Blüte als Japanische Papierblume. Ganz korrekt ist das aber nicht, da der Busch verwechselt wird mit Blüten, die in der japanischen Kunst des Papierfaltens entstehen.

Der Japanische Papierstrauch (Edgeworthia chrysantha), häufiger bekannt als Mitsumata, ist noch immer ein faszinierender Zierstrauch. Seinen Namen trägt der Papierbusch, weil in Japan von Alters her aus seiner Rinde feines hochwertiges Papier geschöpft wird.

Porträt des Japanischen Papierstrauchs

Der Japanische Papierstrauch kann 70 bis 100 Zentimeter hoch werden. Seine vorjährigen Triebe werden schon im Spätherbst mit doldenförmigen Blütenknospen verziert. Noch vor dem Blattaustrieb entfalten sich im März die Knospen in zahllosen gelben Blüten, die kräftig nach Parfüm duften. In milden Regionen mit einem wenig strengen Winter können sich die Blüten sogar schon im Februar ausbilden. Mit Ende des Flors entwickeln sich dann an den einzelnen Blütenständen trockene purpurgrüne Steinfrüchte.

Das eher unscheinbare Sommerkleid des Busches besteht aus schmalen Blättern, die an der Oberseite dunkelgrün und an der Unterseite graugrün gefärbt sind. Im Herbst verblasst das Grün. Das Laub wird dann gelb und fällt ab.

So sieht der passende Standort für den Japanischen Papierstrauch aus

Für den frühjahrsblühenden Zierstrauch wählen Sie am besten einen windgeschützten, warmen Standort. Er kann vollsonnig sein, toleriert wird aber auch ein Platz im Halbschatten. Weil der Papierbusch bereits im Herbst seine Blütenknospen angesetzt hat, sollten Sie auf eine windgeschützte Lage unbedingt wert legen. Heftiger Wind kann die doldigen Blütenknospen hinweg pusten. Wählen Sie den Standort auf jeden Fall mit Bedacht. Denn ist der Strauch erst einmal angewachsen, dann verträgt er das Umpflanzen nur schlecht. Seine fleischigen Wurzeln sind nämlich leicht verletzbar.

Solitär gepflanzt, kommt der Blütenstrauch übrigens besonders zur Geltung. Das kann am Hauseingang sein oder auf einer kleinen Rabatte vor der Terrasse.

So sollte der Boden beschaffen sein

Am besten gedeiht der Japanische Papierbusch auf einem feuchten, durchlässigen und humosen Boden. Vorteilhaft ist es, wenn der Gartenboden außerdem leicht sauer ist. Ein Standort am Rande eines Moorbeetes wäre für den Strauch also sehr gut geeignet. Sie können das Erdreich für Ihren Papierbusch aber auch zusätzlich mit Rhododendronerde aufbereiten.

So wird der Japanische Papierstrauch richtig gepflegt

Japanischer Papierstrauch
© ClaraNila – Fotolia.com

In der Pflege ist der frühblühende Zierstrauch genügsam. Dennoch sollten Sie die Mindestanforderungen zum Schutz des Japanischen Papierbusches respektieren.

Gießen:

Gießen Sie Ihre bezaubernde Rarität bei trockenen Perioden regelmäßig, denn auf Trockenheit regiert der Zierstrauch sehr empfindlich.

Düngen:

Nährstoffe für die Pflanze werden dem Boden aus dem in Humus zersetzten Mulch zugeführt. Sie sollten daher nach dem Pflanzen um Ihren Papierbusch eine 5 bis 10 Zentimeter dicke Mulchschicht ausbringen. Dann reicht es, wenn Sie das alljährlich im Herbst wiederholen. Mittelfristig wird dadurch auch der Boden für Ihren Blühstrauch verbessert.

Rückschnitt:

Ein Form- oder Rückschnitt, wie Sie Ihn von anderen Sträuchern kennen, ist beim Japanischen Papierbusch nicht nötig. Sie können den Busch zurückhaltend auslichten, um trockene Triebe zu entfernen. Von einem Radikalschnitt ist ganz abzuraten, weil die Pflanze es Ihnen verübeln würde.

Überwinterung:

Vor Kälte und Frost schützt eine Mulchschicht aus Blättern und Nadelreisig. Zwar ist der Frühjahrsbote ein winterharter Busch, dennoch sollten Sie seine fleischigen Wurzeln vor der klirrenden Kälte im Winter schützen.

Zusammenfassung:

Der Japanische Papierstrauch ist, ähnlich wie die Zaubernuss, ein frühblühender Strauch. Allerdings wird der Papierbusch nur 70 bis 100 Zentimeter hoch. Dafür sind seine gelben Doldenblüten recht ansehnlich und duften kräftig. Der Strauch bevorzugt einen windgeschützten, sonnigen Standort und einen feuchten, durchlässigen sowie humosen Boden. Dieser kann zudem leicht sauer sein.

Gegossen wird der Japanische Papierbusch regelmäßig bei trockeneren Perioden, da er auf Trockenheit empfindlich reagiert. Ein Winterschutz im Wurzelbereich sollte zudem auch unbedingt angebracht werden.


Foto1: © F_studio - Fotolia.com, Foto2: © ClaraNila - Fotolia.com

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