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Kahle Apfelbeere – Pflanzen, Pflege & Rückschnitt

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Die pflegeleichte Kahle Apfelbeere ist nicht nur eine hübsche Zierde für den Garten, die Früchte der Pflanze sind zudem reich an Vitamin C.

Kahle Apfelbeere - Pflanzen, Pflege & Rückschnitt
© Heike Rau – Fotolia.com

Die Kahle Apfelbeere zählt zur Gattung Aronia und gehört der Familie der Rosengewächse an. Bei der auch Schwarzen Eberesche oder Schwarze Apfelbeere genannten Frucht handelt es sich um eine robuste und pflegeleichte Pflanze, die nicht zuletzt auf Grund ihrer hübschen, braunroten Herbstfärbung eine Zierde für jeden Obstgarten darstellt. Die etwa erbsengroßen Apfelbeeren sind wahre Vitaminbomben, die man in Russland seit langem auch als Heilpflanze schätzt. Auch in unseren Breiten hat durch den Vertrieb von Aroniasäften der Bekanntheitsgrad der Pflanzen zugenommen. Was Sie bei Anbau und Pflege der Kahlen Apfelbeere beachten sollten, verraten wir Ihnen im Folgenden.

Pflanzenbeschreibung

Bei der Kahlen Apfelbeere handelt es sich um straff aufrecht wachsende Sträucher, die Wuchshöhen von bis zu zwei Metern erreichen können. Optisch ähnelt die Kahle Apfelbeere der Filzigen Apfelbeere. Die anfängliche Behaarung des Laubes verschwindet jedoch nach und nach. Auffällig an den sommergrünen Sträuchern sind die spitz zulaufenden dunkelroten Winterknospen. Die Blütenrispen können bis zu zwanzig Blüten umfassen. Die Blüten sind etwa einen Zentimeter groß und besitzen fünf Kelchblätter. Die freiliegenden fünf Kronblätter erscheinen weiß bis blass rosa. Die reifen Apfelbeeren sind von glänzend schwarzer Farbe und sollten im Herbst zügig geerntet werden, da sie ansonsten vom Strauch abfallen.

Geschichte und Verbreitung der Kahlen Apfelbeere

Die Heimat der Kahlen Apfelbeere ist im Nordosten der USA zu suchen. Dort musste sich die Pflanze an das raue Klima anpassen, was dem Hobbygärtner heute zu Gute kommt. Die Ureinwohner Amerikas nutzten die an steinigen Hängen und Uferzonen oder auch in kargen Dünengebieten wachsende Pflanze früh als Nahrungsquelle. Die gezielte Kultivierung der Aronia setzte in den USA und Kanada bereits im beginnenden 18. Jahrhundert ein. Im Jahre 1834 gelangten die Pflanzen nach Russland, wo sie als Seltenheit in Botanischen Gärten zur Schau gestellt wurden. Die Pflanze wurde interessant für die Wissenschaft und als der gesundheitliche Nutzen erkannt war, wurden Apfelbeeren in der damaligen UdSSR als Heilpflanzen genutzt. In den 1950er Jahren gelangten die Kahlen Apfelbeeren nach Mitteleuropa. Der Anbau erfolgte zunächst in Bulgarien und der Tschechoslowakei. In Deutschland werden die Apfelbeeren heute in der Nähe von Dresden, in der Oberlausitz und in der Umgebung von Landshut angebaut.

Die Verwendung der Kahlen Apfelbeere

Die Kahlen Apfelbeeren sind reich an Vitaminen und Mineralstoffen. Vom rohen Verzehr der Früchte wird abgeraten, denn der Geschmack der Aronia ist auffallend bitter. Bevorzugt werden die Früchte zu Saft, Wein oder Marmelade verarbeitet.

Der Gesundheitswert der Aroniabeere wurde bereits in zahlreichen Studien bestätigt. Eine tägliche Konsumierung bereits geringer Mengen soll nachweislich zur Steigerung des allgemeinen Wohlbefindens beitragen.

Die Bedeutung als Heilpflanze wurde in Russland früh erkannt. Es werden sowohl die frischen Früchte, als auch die getrockneten Apfelbeeren verwendet. Die Beeren enthalten viel Vitamin C, daneben Eisen, Folsäure oder Jod.

In der Volksheilkunde werden mit der Apfelbeere folgende Leiden kuriert:

  • hoher Blutdruck
  • Infektionen der Harnwege
  • Arterienverkalkung
  • Magenschleimhautentzündung

Wann blüht die Kahle Apfelbeere?

Die Blütezeit ist regional unterschiedlich und kann in milden Regionen bereits im Mai einsetzen. Meist stehen die Apfelbeeren zwischen Juli und August in voller Blüte.

Die Kahle Apfelbeere pflanzen

Dem rauen Klima im Nordosten der USA angepasst, erweist sich die Kahle Apfelbeere als pflegeleichter Gast im Obstgarten. Über das breite verzweigte Wurzelsystem kann sich die Pflanze auch mit Nährstoffen versorgen, wenn längere Trockenphasen herrschen.

Den passenden Standort finden

Bei der Wahl des Standortes haben Sie quasi freie Hand. Sie können die Apfelbeere in bestehende Hecken integrieren, in Gruppen pflanzen oder als Solitärpflanze kultivieren.

» Achtung: Da die Pflanzen weit verzweigte Wurzelsysteme ausbilden, sollte bei Gruppenpflanzungen ein Pflanzabstand von mindestens 1,5 Metern eingehalten werden.

Die Kahle Apfelbeere gedeiht an einem sonnigen Standort ebenso, wie sie sich mit Halbschatten zufrieden gibt. Bevorzugt werden Abhänge und Flussläufe. Die gute Salzverträglichkeit macht die Pflanze für den Anbau in Küstennähe ideal. Je sonniger der Standort, desto üppiger werden Ihre Ernteerträge ausfallen.

Vor der Pflanzung kann es Sinn machen, eine Wurzelsperre zu pflanzen. So kann das Wurzelgeflecht sich nicht ungehindert ausbreiten und Nachbarpflanzen im Wachstum behindern. Ein feuchter Standort bekommt der Pflanze besonders gut. Allerdings verträgt die Kahle Apfelbeere keine Staunässe. Dies kann durch das Anlegen einer Drainage aus Tonscherben oder Kies verhindert werden.

Der ideale Standort in Stichworten:

  • hell
  • sonnig
  • feucht
  • Pflanzabstand beachten

Das passende Substrat auswählen

Wenn sich auch die Kahle Apfelbeere mit beinahe jedem Boden einverstanden erklärt, besitzt sie doch gewisse Ansprüche, deren Erfüllung zu einer reichen Ernte beitragen kann. Der Boden sollte möglichst feucht beschaffen sein und einen hohen Anteil an Lehm oder Sand aufweisen.

» Tipp: Schwere Lehmböden werden durchlässiger, wenn man sie mit Sand oder Kies auflockert.

Wird der Boden bei der Pflanzung mit Humus angereichert, kann die Pflanze gut heranwachen und wird von Beginn an mit einem wertvollen Naturdünger versorgt. Ein zu hoher Sandanteil im Boden ist weniger geeignet, da sich Wasser und Dünger nicht im Boden halten können. Sie werden dann häufiger gießen und auch düngen müssen. Ein zu lehmhaltiger Boden wiederum hält die Flüssigkeit zu lange an der Oberfläche und lässt sie nicht zeitnah bis zu den Wurzeln vordringen. Wer die Möglichkeit besitzt, den pH-Wert des Bodens zu bestimmen, sollte dies tun. Ideale Bodenverhältnisse sind mit einem pH-Wert zwischen 5 und 6,5 geschaffen.

Das ideale Substrat in Stichworten:

  • feucht
  • sandiger Lehmboden
  • durchlässig

Die beste Pflanzzeit

Die Kahle Apfelbeere wird bevorzugt im Herbst gepflanzt. Dann hat die Pflanze ihre Blätter bereits abgeworfen. Bei den zu diesem Zeitpunkt im Handel erhältlichen Pflanzen handelt es sich meist um wurzelnackte Pflanzen. Die Pflanzung kann bis zu den ersten Nachtfrösten erfolgen. Containerware, die ein stabiles Wurzelsystem besitzt, können Sie ganzjährlich einpflanzen. Da die Pflanzen recht robust erscheinen, werden sie in jedem Fall gut anwachsen und auch geringeren Temperaturen trotzen.

Schritt für Schritt Anleitung

❶ Standort auswählen
❷ Vorbereitung des Bodens
❸ Pflanzabstand einhalten
❹ Pflanzloch ausheben
❺ Drainage legen
❻ wenn gewünscht, Wurzelsperre einbauen
❼ Wurzelballen wässern
❽ Pflanze einsetzen
❾ Substrat einfüllen und Pflanzloch schließen
❿ Erde gut andrücken und Pflanze gut angießen

Ist der passende Standort gefunden, gilt es, den Boden aufzulockern. Ein durchlässiger Boden ist besonders wichtig, um Staunässe vorzubeugen, die von den Pflanzen nicht vertragen wird. Um den Boden durchlässiger zu machen, bietet sich das Untermischen von Kies oder Sand an. Für Nährstoffe sorgen Sie mit Kompost.

Ein Pflanzabstand von mindestens 1,5 Metern ist einzuhalten, denn die Apfelbeere bildet ein dicht verzweigtes Wurzelsystem aus. Den Wuchs können Sie durch den Einbau einer großzügig angelegten Wurzelsperre eindämmen. Dabei gilt es, die Pflanze nicht zu sehr einzuschränken und damit in ihrem Wachstum zu behindern. Containerpflanzen sollten gewässert werden, bevor sie in das Pflanzloch gesetzt werden. Stellen Sie die Pflanze hierfür in einen Eimer, bis keine Luftblasen mehr aufsteigen. Nach der Pflanzung sollten die Kahlen Apfelbeeren kräftig gewässert werden.

Die Kahle Apfelbeere im Kübel halten

Die Kultivierung der Kahlen Apfelbeeren ist auch im Kübel möglich. Im Hinblick auf das bereits erwähnte weit verzweigte Wurzelsystem werden Sie bereits ahnen, dass der Pflanzkübel über eine ausreichende Größe verfügen muss.

» Tipp: Werden Aronia in ein zu kleines Pflanzgefäß gepresst, stellen sie ihr Wachstum ein.

Gilt auch die Kahle Apfelbeere als robust und gut an unser Klima angepasst, bei Kübelpflanzen gilt es, in dieser Hinsicht stets Abstriche zu machen. Die Pflanzen benötigen einen Frostschutz. Sobald die Erde im Pflanzgefäß gefriert, kann die Apfelbeere keine Nahrung mehr aufnehmen und „verdurstet“. Im Winter ist ein geschützter Standort von Vorteil. Umwickeln Sie die Pflanze mit Gartenvlies oder Kokosmatten und schützen das Erdreich zusätzlich mit Reisig oder Laub.

» Tipp: Ein besonders wirkungsvoller Langzeitdünger ist Stallmist. Dieser benötigt drei Jahre, um sich zu zersetzen und versorgt die Pflanzen während dieser Zeit mit allen notwendigen Mineralien und Nährstoffen.

Wenn Sie den Boden regelmäßig mulchen, schützen Sie die Pflanze vor Austrocknung. Ebenso wird sich weniger Unkraut im Wurzelbereich ansiedeln können.

So pflegen Sie die Kahle Apfelbeere richtig

Kahle Apfelbeere - Aronia - Beeren
© M. Schuppich – Fotolia.com

❍ Gießen:

Dem Hobbygärtner kommt das breite Wurzelgeflecht der Pflanzen im Bezug auf die Bewässerung durchaus entgegen. Die Apfelbeeren versorgen sich in der Regel mit allen notwendigen Nährstoffen über die Wurzeln und müssen nicht regelmäßig gegossen werden. Lediglich in besonders trockenen Sommern sollten Sie die Pflanzen hin und wieder bewässern.

» Tipp: Kübelpflanzen kommen nicht ohne Bewässerung aus und sollten regelmäßig gegossen werden. Der Boden darf nicht austrocknen. Im Gegenzug darf auch keine Staunässe entstehen.

❍ Düngen:

Die anspruchslose Pflanze ist nicht auf regelmäßige Düngergaben angewiesen. Es ist vollkommen ausreichend, Komposterde als organischen Dünger einzusetzen. Dies geschieht in der Regel bereits bei der Pflanzung.

❍ Erntezeitpunkt:

Ab dem zweiten Jahr nach der Blüte werden die Kahlen Apfelbeeren Früchte ausbilden. Die Erntezeit beginnt etwa im September und reicht bis in den Oktober hinein. Um die Fruchtreife der Beeren festzustellen, ist meist nicht die Optik entscheidend, denn die dunkelviolette Färbung setzt bereits im Juli ein. Um den Reifegrad zu überprüfen, bietet es sich an, eine Beere herauszugreifen und aufzuschneiden. Eine durchgehend rote Färbung des Fruchtfleisches zeigt an, dass es sich um reife Früchte handelt.

❍ Rückschnitt:

Zunächst macht es einen Unterschied, ob Sie Containerware kaufen oder sich für wurzelnackte Pflanzen entscheiden. Topfpflanzen werden im ersten Standjahr nicht geschnitten.

Bei wurzelnackten Pflanzen ist bereits vor der Pflanzung ein Schnitt durchzuführen. Bei diesem sogenannten Pflanzschnitt werden beschädigte Triebe komplett entfernt. Alle übrigen Triebe kürzen Sie bis zur Hälfte.

» Tipp: Kontrollieren Sie auch die Wurzeln. Beschädigte Wurzelteile sind zu entfernen. Ein leichter Anschnitt der Hauptwurzel erleichtert den jungen Pflanzen die Nährstoffaufnahme.

Bei Containerpflanzen erfolgt im zweiten Standjahr eine Kürzung der Bodentriebe. Die beste Zeit für diese Schnittmaßnahme ist das Frühjahr. Damit sich die Früchte ungehindert ausbilden können, sind auch zu eng stehende Triebe zu entfernen.

Etwa alle drei Jahre wird es Zeit für einen Auslichtungsschnitt. Dieser erfolgt im Spätwinter und dient der Verjüngung der Pflanze. Hierbei entfernen Sie alle alten und überhängenden Triebe.

❍ Vermehrung:

Die gängigste Methode der Vermehrung von Kahlen Apfelbeeren ist die Gewinnung von Stecklingen. Die Stecklinge schneiden Sie in einer Länge von etwa 20 Zentimetern von den Trieben einer bestehenden Pflanze ab. Kürzen sie die Triebspitze bis zum unteren Auge und halbieren die übrigen Blätter. Der Steckling kann nun in die Erde gesteckt und gleichmäßig feucht gehalten werden. Die beste Jahreszeit für diese Maßnahme ist der Herbst.

» Tipp: Unveredelte Kahle Apfelbeeren können auch durch Samen vermehrt werden. Weiterhin bilden die Pflanzen selbst Wurzelschosser, welche direkt ausgegraben und als neuer Strauch separat herangezogen werden können.

❍ Überwinterung:

Im Freiland kultiviert, benötigt die Kahle Apfelbeere keinen Winterschutz. Die Pflanzen sind äußerst frosthart und vertragen problemlos Temperaturen bis -35 Grad. Auch Spätfröste können der Pflanze keinen Schaden zufügen.

Kübelpflanzen zeigen sich weniger robust. Die Pflanzen würden nicht überleben können, wenn die Erde im Kübel einfriert. Daher müssen Apfelbeeren im Kübel an einem geschützten Standort überwintert werden und sind zusätzlich mit Gartenvlies oder Kokosmatten zu schützen.

❍ Veredelung:

Die Veredlung zum Hochstamm geht recht einfach von statten. Dabei ist die Kopulation die einfachste Veredlungsmethode. Die Apfelbeeren Pflanze wird dabei direkt auf einen Hochstamm gepfropft.
Die Methode des Okulierens bleibt erfahrenen Gärtnern vorbehalten. Hierbei überträgt man ein gut ausgebildetes Pflanzenauge. Dabei wird bevorzugt die Eberesche als Unterlage genutzt. Wird die Apfelbeere auf der Vogelbeere veredelt, spricht man von der Schwarzen Vogelbeere. Der so entstandene Kleinbaum liefert besonders hohe Erträge.

❍ Krankheiten und Schädlinge

Die Kahle Apfelbeere gilt als recht robust und widerstandsfähig, bleibt aber dennoch nicht gänzlich von Krankheiten und Schädlingen verschont.

Beobachtet wurden:

  • Feuerbrand
  • Apfelmotte
  • Rote Spinne

» Feuerbrand

Die Kahle Apfelbeere zählt zu den Rosengewächsen und kann daher auch vom Feuerbrand befallen werden. Die durch Bakterien hervorgerufene Krankheit kann großen Schaden anrichten und derzeit sind kaum wirksame Mittel gefunden. Für uns Menschen ist Feuerbrand allerdings vollkommen ungefährlich.

» Achtung: Befinden sich an den abgestorbenen Ästen spiralförmig verteilte dunkle Punkte, war die Birnentriebwespe am Werk. Der Befall kann leicht mit Feuerbrand verwechselt werden. In diesem Fall genügt es, betroffene Äste zu entfernen, weitere Maßnahmen sind nicht erforderlich.

» Apfelmotte

Beginnt die Kahle Apfelbeere, die Blätter abzuwerfen und lässt eine geringe Fruchtausbeute erkennen, kann dies auf die Apfelmotte hindeuten. Bei näherer Betrachtung der Früchte finden sich kleine Löcher, welche von den Larven verursacht worden sind. Für die Bekämpfung haben sich natürliche Fressfeinde wie Erzwespen oder Schlupfwespen bewährt.

» Rote Spinne

Bereits im Frühling kann der Befall von Roten Spinnen eintreten. Auf den Blättern zeichnen sich zunächst helle Punkte ab. Diese verfärben sich mit der Zeit gräulich und verschmelzen miteinander. Die Blätter beginnen sich einzurollen und fallen später ab. Ist die Pflanze besonders stark befallen, lässt sich zusätzlich ein feines Gespinst erkennen. Wer bei der Bekämpfung ohne Chemie auskommen möchte, der kann Raubmilben, Laufkäfer oder Raubwanzen als natürliche Fressfeinde einsetzen. Für die gezielte Bekämpfung der genannten Schädlinge bieten sich auch Seifenlösung oder Olivenöl an.

Fakten im Überblick:

PflegemaßnahmeErläuterung
Standortwahl❍ Die Pflanzen kommen mit beinahe jedem Standort zurecht.
❍ Wer mit einem hohen Ertrag rechnet, sollte einen Sonnenplatz wählen.
❍ Im Schatten wächst die Apfelbeere weniger intensiv und zeigt sich blühfauler.
❍ Damit sich die Pflanze ausbreiten kann, ist ein Pflanzabstand von mindestens 1,5 Metern einzuhalten.
Bodenbeschaffenheit❍ Der Boden sollte möglichst feucht beschaffen sein.
❍ Gleichzeitig gilt es, Staunässe zu vermeiden, was durch eine Drainage gefördert wird.
❍ Schwere Lehmböden können mit Sand und Kies durchlässiger gemacht werden.
❍ Ein pH-Wert von 5 bis 6,5 erscheint als ideales Substrat.
Gießen❍ Die Apfelbeere im Freiland kommt ohne regelmäßige Bewässerung aus.
❍ Während besonders trockener Sommer ist darauf zu achten, dass der Boden nicht komplett austrocknet.
❍ Eine Mulchschicht hält die Feuchtigkeit länger im Boden.
❍ Kübelpflanzen müssen regelmäßig gegossen werden, da sie sich nicht über die Wurzeln mit ausreichend Flüssigkeit versorgen können.
Düngen❍ Bei der Pflanzung wird Kompost unter das Substrat gemischt.
❍ Stallmist ist ein ausgezeichneter Langzeitdünger, welcher die Pflanze über mehrere Jahre mit allen notwendigen Nährstoffen versorgt.
❍ Zusätzliche Maßnahmen sind nicht erforderlich.

Verschiedene Aronia-Arten im Überblick

Botanisch betrachtet wird die Apfelbeere in drei verschiedene Arten unterschieden. Für den Anbau im Obstgarten sind die Kahle Apfelbeere und die Filzige Apfelbeere besonders gut geeignet. Mit der Zeit sind verschiedene Kulturformen entstanden, die Apfelbeeren sind größer geworden und schmecken weniger bitter.

Die Filzige Apfelbeere kennt man auch unter der Bezeichnung Zwergvogelbeere. Die Bezeichnung lässt sich auf die filzige Behaarung auf der Blattunterseite zurückführen. Filzige Apfelbeeren können bis zu drei Meter hoch wachsen und tragen ab Mai zahlreiche weiße bis hellrosa gefärbte Blüten. Etwa im September können die Früchte geerntet werden. Wenn auch die Früchte der Filzigen Apfelbeere süßer schmecken, als die Apfelbeeren der Kahlen Aronia, sind sie für den Rohverzehr weniger relevant und es erfolgt meist die Weiterverarbeitung zu Säften, Likören oder Marmeladen. Filzige Apfelbeeren sind anspruchslose Pflanzen, welche sich auf nahezu allen Böden kultivieren lassen und selbst strenge Fröste unbeschadet überstehen.

Weitere Sorten der Apfelbeere im Kurzportrait

» Hugin

Diese Apfelbeere wird vorwiegend in Schweden gezüchtet und ist daher auch an ein raues Klima gut angepasst. Sie dürfen hohe Erträge erwarten. Die Früchte sind besonders reich an Vitamin C und besitzen einen Durchmesser von bis zu 13 mm.

» Viking

Die Früchte dieser Apfelbeere sind besonders groß und von schwarz glänzender Farbe. Viking liefert hohe Erträge, wobei das Aroma im Vergleich zur Wildform der Kahlen Apfelbeere weniger aromatisch ausfällt. Mit einer Wuchshöhe von maximal 1,5 Meter lässt sich der Strauch bequem von Hand abernten.

» Nero

Diese Sorte wurde bereits in den 1970er Jahren in der damaligen DDR kultiviert und gilt bis heute als am häufigsten kultivierte Apfelbeere in Deutschland und dem angrenzenden Polen. Die Früchte sind saftig und aromatisch und werden bevorzugt zur Herstellung von Marmeladen verwendet.

» Rubina

In Ungarn wurde diese Sorter erstmals gezüchtet. Rubina liefert hohe Erträge und trägt glänzende dunkel-violette Früchte. Die Sträucher können bis zu zwei Meter hoch wachsen und sind besonders frosthart.

Die Kahle Apfelbeere als Bonsai halten

Die Kahle Apfelbeere erweist sich auch in der Bonsai-Kultur als recht anspruchslos. Der Pflanzenfreund kann sie in den unterschiedlichsten Stilarten gestalten. Dabei ist darauf zu achten, den Boden nicht austrocknen zu lassen. Die Erde sollte ständig feucht sein. Besonders während der Blütezeit ist auf ein entsprechendes Gießverhalten zu achten, ansonsten wirft der Bonsai seine Blüten ab. Im Winter erfolgen die Wassergaben sparsamer. Staunässe gilt es, in jedem Fall zu vermeiden. Die gelegentliche Gabe von Bonsaidünger sorgt für ein gesundes Wachstum.


Foto1: © Heike Rau - Fotolia.com, Foto2: © M. Schuppich - Fotolia.com

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