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Kinderlärm im Garten verbieten oder tolerieren?

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Kinder dürfen laut sein
Kinder dürfen laut sein

Kinder machen Lärm. Ganz klar! Sie toben, sie spielen, sie sind einfach auch mal laut. Manche mehr, manche weniger. Ein eigener Garten ist für Kinder natürlich ein Eldorado. Dort kann man sich so richtig austoben und keiner sagt etwas gegen den Kinderlärm im Garten. Oder doch?

Es gibt viele Nachbarn, die Kindern das Lärmen verbieten wollen. Das sind genau dieselben Menschen die glauben, einem Baby das Schreien verbieten zu können. Beides ist in Deutschland nicht möglich! Will heißen: Wenn Babys schreien und Kinder laut sind, dann dürfen die das.

Kinderlärm in Ruhezeiten
Selbst in Ruhezeiten kann man gegen Kinderlärm aus dem Nachbargarten nichts unternehmen. Sofern es sich nicht um eine ganze Meute von Kindern handelt. Die eigenen Kinder plus drei Freunde sind erlaubt. Wenn es mehr sind, kann man zur Ruhe mahnen, das muss dann keiner hinnehmen.

Kinder zur Ruhe anhalten
Alles andere muss man wohl oder übel über sich ergehen lassen. Dennoch sollten, der guten Nachbarschaft wegen, Eltern Kinder zumindest in den Ruhezeiten auch zur Ruhe anhalten. Ein Gespräch hilft oft mehr als Ermahnungen oder Streit.


Foto1: © sof_sof_0000 – pixabay

15 KOMMENTARE

  1. Interessantes Thema. Spielende Kinder verursachen auch „Lärm“, es gibt aber auch anderer Lärm, wenn Kinder wegen des Brüllens brüllen und die Eltern aus Faulheit aus dem Fenster heraus ihre Kinder zur Ordnung rufen. Aber man sucht sich seine Nachbarn ja nicht aus…

  2. Dann lade ich gerne jeden mal hier in meine Wohnung ein.
    5 Meter Luftlinie ist eine
    Kleingarten und diese Kleingartenparzelle(und nur diese)ist mega Laut.
    Ruhezeiten?
    kennen diese nicht.
    Jedes Jahr von März bis Oktober die Lärmhölle.

    Nicht betroffende
    können immer leicht reden.
    Also wer möchte hier nach Tornesch mal zu „Besuch“ kommen?

  3. Liebe Nicht-Eltern, Kinder gehören in unsere Gesellschaft und Kinder haben wir viel zu wenige. Das sagen nicht nur die demographischen Statistiken und die Rechtewächter, sondern auch all diejenigen, die sich um Mietpreise, Verbraucherpreise und nicht zuletzt das Pflegeheim sorgen, in dem sie gerne verpflegt werden möchten, wenn sie alt sind. Es gibt keinen wunderbareren Schatz als einen Garten, in dem Kinder naturverbunden spielen und aufwachsen können. Gönnt doch unseren Kindern dieses kleine Stückchen Natur!

    • Ich nenne es nicht naturverbundenes Spielen, wenn ein grölendes Schulkind von seinen Eltern nicht daran gehindert wird, fast durchgängig sonntags 8 Stunden am Stück Fußball zu spielen, wobei man das nicht Fußball spielen, sondern ballern nennen muss. Wenn dann der vierte Ball in unseren Garten auf meine Beete gefallen ist, dann soll ich mich nicht aufregen. Ich habe selbst zwei Kinder großgezogen und bin gerade Oma geworden, aber meine Kinder haben von Anfang an lernen müssen, auch auf andere Rücksicht zu nehmen. Die Nachbarn zur linken Seite bringen ihren Kindern das im Übrigen auch bei. Und wenn dann ab und an mal mehrere Kinder dort im Garten toben, schaukeln, hüpfen und schreien, macht mir das nichts aus, weil ich weiß, dass dort eingegriffen wird nach einer gewissen Zeit. Hingegen steckt sich der Vater des Nachbarsjungen zur rechten Seite dann einfach Kopfhörer auf und spielt am Laptop, dann hört man selbst das eigene Kind nicht mehr so laut, oder die Eltern gehen rein und lassen den Jungen weiter ballern. Ich denke, dass ich mit meinen 50 Jahren und einer 40-Stunden-Woche zumindest am Sonntag auch ein Recht auf Erholung habe. Ich möchte diese Eltern in 10 Jahren erleben, wenn ihr Sohn groß ist und sie neben sich eine junge Familie mit Kindern wohnen haben, die laut schreiend im Garten spielen und das vielleicht stundenlang.

  4. Interessant :-))) Wir haben einen eigenen Garten, momentan können unsere Jungens nicht in den Kiga, erst im August….
    So können sie wenigstens im Garten schön Spielen, Matschen und Toben, natürlich halte ich sie auch regelmäßig dazu an nicht so laut zu kreischen, ab und an kommt auch mal Kinderbesuch dann wird es schon mal lauter aber normalerweise ist Mittags bei uns Ruhe und Abend spätestens 19.30h (Kinder sind fast 3 und fast 5) und der Vater ist meist erst spät zu Hause, sollte er dann mal etwas eher zu hause sein, ist es dann ein Ereignis und vielleicht auch mal kurz laut……ich finde dann so einen Rasenmäher oder eine Laubsäge störender, gerade wenn Kinder ins Bett sollen aber das nehmen wir hin, da man weiß das die Nachbarn sonst keine Zeit dafür haben……den meisten Stress mache ich den Kindern damit, das ich sie ständig zur ruhe mahne, das macht es oft schlimmer aber die Nachbarn sind schnell genervt und haben teils keine oder schon große Kinder und die waren ja alle Brav und leise…..
    Sehr schwierig, ich finde wenn alle höflich und Tolerant miteinander umgehen sollte es doch funktionieren ? Die Gesellschaft fordert nur dressierte Schoßkinder ……seltsam,seltsam!!!

  5. Toll eigenen Garten mit einer Wohnung zu vergleichen.
    Bitte kommt doch mal hierher.
    Jetzt geht es wieder los,immer Lärm und Gestank nur von dieser einen Parzelle,die 5 Meter
    entfernt ist.Auf den eigenden Balkon gehen?Unmöglich,von 10 bis 22 Uhr ist da „Spielen“““Schreien“Abbrennen von Sachen die Tagesordnung.Toleranz warum immer
    von den Betroffenden verlangen?Friedlandstrasse Parzelle 34.Komisch andere Parzellen
    verhalten sich normal?Woran liegt das denn?Bitte kommt vorbei und erlebt selber mal einen schönen Tag hier in der Lärmhölle nach Tornesch,Friedlandstr.

  6. Wie in ihrem Bericht geschrieben „stinken“ Kinder, aha?!  Sie sind sicher von der Sorte Menschen, die immer alles perfekt gemacht haben..BRAVO!! und bestimmt auch so einer „hinter dem Zaun sitzender und meckernder..“ auch super! Von solchen „Stinkstiefeln“ wie ihnen,  bräuchten wir mehr in unserer Gesellschaft.. und dann auch noch im Netz die Anschrift preiszugeben- eine absolute Frechheit!!! 
    Ich wünsche ihnen so richtig viel „stinkenden“ KINDERLÄRM und das es jedes Wochenende, eine für die Kinder, superschöne Party gibt! 
    Spielen, lachen, schreien …
    … in Mietwohnungen
    Kleinkinder lassen sich nicht (noch nicht) auf lautlos einstellen. Die anderen Hausbewohner müssen Babyschreien ertragen. Selbst in Ruhezeiten. Auch das Spielen ist ein elementares Bedürfnis eines jeden Kindes. Die dabei entstehenden Geräusche „… sind grundsätzlich allen anderen Menschen zumutbar. Wer Kinderlärm als lästig empfindet, hat selbst eine falsche Einstellung zu Kindern…“, erklärte immerhin ein höheres deutsches Gericht.
    Oberverwaltungsgericht Münster

  7. Vielleicht fragen wir einfach mal ganz schlicht: welche Rechte haben Erwachsene, die den ganzen Tag arbeiten, sich auf das Wochenende in ihrem gemieteten Haus freuen, für das sie viel Miete zahlen müssen, Erwachsene die dummerweise keine Kinder haben, so eine Schande ! Und die vom Nachbargarten zugekrischen werden den ganzen Tag, die ganze Woche, von morgens bis abends, von einer Familie, in der der Vater fast noch lauter kreischt wie die verzogenen Kinder. Diese Erwachsenen haben offensichtlich k e i n e Rechte. Toll, nicht?

  8. Tja, das Argument mit dem „Kinder gehören dazu“ trifft nicht den Kern, finde ich. Auch Kinder sollten lernen, Ruhezeiten einzuhalten und Rücksicht zu nehmen auf andere Menschen, die auch mal in Ruhe im Garten ein Buch lesen möchten oder sich beim Kaffeesieren unterhalten.
    Es ist ein Fehler, die Rechte des einen gegen die Rechte des anderen ausspielen zu wollen. Zur Kindererziehung gehören auch Grenzen, die müssen den Lütten beigebracht werden. Laissez faire bringt genau das, was unseren Ablegern heute oft an gutem Benehmen und Leistungsbereitschaft fehlt.

  9. Kinderlärm wäre ja noch zu ertragen, wenn aber die Mutter ständig mit rumbrüllt, ist das nicht nur eine Zumutung für alle Nachbarn, sondern auch kein vorbildliches Verhalten für die Kinder.
    Ich bin durchaus der Meinung, dass Kinder ein Recht haben zu spielen, zu toben und laut zu sein, andererseits sollte man Kindern aber rechtzeitig im Leben auch Rücksichtnahme beibringen. Hinzukommt, dass man mit machen Eltern gar nicht reden kann, weil man sofort als kinderfeindlich beschimpft wird.
    Kinder, die nie lernen auf andere Rücksicht zu nehmen, werden später auch kein gutes Vorbild für ihre Kinder sein.
    Am Benehmen der Eltern liegt es, welch Geistes Kinder sie heranziehen. Mich wundert die Kälte, der Egoismus und die Rücksichtslosigkeit in unserer Gesellschaft schon lange nicht mehr.
    Gutes Benehmen scheint schon lange nicht mehr dazuzugehören, weder von manchen Eltern noch von deren Kinder.

  10. Kinder sind Kinder. Jeder der sich über Kinderlärm beschwert war nie richtig Kind und musste seine Jugend im Wandschrank verbringen.
    Wie sagt ein Lieblingsautor von mir: Nur langweilige Kinder gefallen der Gesellschaft.
    Nebenbei sind die Kinder ja nur die Rentenkassenzahler von morgen. Aber soziale Gerechtigkeit geht scheinbar nur in eine Richtung.

    In diesem Sinne noch ein chinesisches Motto:

    Jemanden der nur so tut als ob er schläft kann man nicht aufwecken.

  11. Eigentlich hatte ich nicht vor, hier etwas zu schreiben, aber das Thema regt mich tierisch auf. Fakt ist einfach, dass Kinder heutzutage nicht mehr erzogen werden. Das sollen doch bitteschön die Lehrer übernehmen, die teilweise schon am Verzweifeln sind, weil ihnen die lieben Kleinen nur noch auf der Nase rumtanzen und sich gar nichts mehr sagen lassen.
    Ich finde, Rücksichtnahme wäre mal wieder schön. Von allen Menschen. Egal ob groß oder klein. Aber das ist nicht mehr „in“. Die Kinder können da nichts dafür. Sie sind nur ein „Produkt“ ihrer Eltern. Ich glaube nichht, dass sie schreienden Kinder sich dessen bewusst sind, was für einen Höllenlärm sie mitunter produzieren. Und Tatsache, Kinder können auch leise spielen und nicht permanent Schreien. Es gibt auch nettes Lachen und Rufen, lustiges Glucksen und Kichern, aber was einen so unglaublich auf die Palme bringen kann ist permanentes Geschreie als würde das Kind abgestochen werden.
    Und natürlich nicht nur die eigenen Nachbarkinder, sondern auch deren Nachbarskinder, weil die Familie sich einen Abenteuerspielplatz zugelegt hat – mit Trampolin, Schaukeln, Baumhaus, Tischtennisplatte und im Sommer natürlich noch ein Swimmingpool. Denn der Weg zu den umliegenden Spielplätzen oder zum Schwimmbad ist ja zu weit und nicht zumutbar. Aber so ist es natürlich für Mama auch viel einfacher. Da kann man sich auf die Terrasse setzen und wenn der Krach zu viel wird, dann geht man eben ins Haus. Rücksichtnahme? Wie kommen wir denn da hin?
    Klar, echt cool für die Kinder. Zumal es natürlich auch ständig Gratis-Eis gibt. Rundumversorgung. Eigentlich dachte ich ja, ein Kinderspielplatz oder eine Tagesmutter müsste ihr Gewerbe anmelden… Nun, wohl nicht. Kinderlärm ist ja kein Lärm, wie wir wissen. Und wir arbeitende Bevölkerung hat schön die Klappe zu halten, wenn die Kinder jeden Tag und zu jeder Tageszeit ihrem Recht nachgehen. Warum sollten auch wir in unserem Garten sitzen dürfen und die Stille genießen? Nein, natürlich nicht. Kinder sind ja alles und der Nabel der Welt.
    Und bitte jetzt nicht solche Kommentare, wir wären nur neidisch, weil wir so etwas tolles nicht in unserer Kindheit hatten oder so etwas in der Art. Ich weiß nicht, wie förderlich es ist, den Kindern alles zu kaufen, was sie sich wünschen, anstatt sich mal um deren wirkliche Probleme zu kümmern. (Wie z.B. ständig in der Schule verprügelt zu werden, schlechte Noten zu bekommen u.a.) Ich glaube nicht, dass dies eine gute Strategie ist. Aber wie gesagt, Erziehung ist nicht mehr Elternsache. Was habe ich neulich für einen Artikel gelesen: „Die Kinder von heute sind die Narzissten von morgen.“ Oh ja, mit Sicherheit!
    Kinder? Sorgen für unsere Rente? Das Argument kann ich schon nicht mehr hören. Was ist, wenn sie auswandern? Freiberufler werden oder gar Hartz IV-Empfänger? Lächerlich!
    Diejenigen, die sich diese dusseligen Gerichtsurteile ausdenken, denen wünsche ich mal solche Nachbarn.
    Und ja, Tatsache, ich war auch mal Kind und habe auch bestimmt öfter viel Krach gemacht. Ich bin aber auch extra zu Kinderspielplätzen gegangen. Und da in der Nähe würde ich auch nicht wohnen wollen. Aber ganz ehrlich, wäre nicht wirklich mehr Rücksichtnahme toll? Einfach mal über den eigenen Tellerrand schauen und überlegen, wie sich wohl andere fühlen? Übrigens, wenn Mama Migräne hat oder Kaffeebesuch, dann sollen doch bitte die Kinder um Gottes Willen aufhören so zu schreien (mehrfach gehörtes Zitat besagter Nachbarin). Komisch…

    • aus aktuellem Anlass,:dem ist wirklich nichts mehr hinzuzufügen. Treffender hätte man es nicht ausdrücken können. Was muss man sich als Erwachsener alles gefallen lassen um ein bisschen Ruhe zu haben.?? Keine Rechte mehr ?? Ich arbeite mehr als 40 Stunden die Woche und um dieses Pensum durchzuhalten benötige ich die dementsprechende Auszeiten und die Ruhe die ich mir gerne mal im Garten gönnen will. Nachdem die ältere Generation in der Nachbarschaft mittlerweile nicht mehr lebt, sind um uns herum nur noch Familien mit Kindern.
      An Ruhe im Garten ist schon lange nicht mehr zu denken, weshalb dieser von mir auch nicht mehr genutzt wird. Dieser permanente Lärmpegel geht mir an die Nerven. Und ich kann nichts weiter tun als es zu dulden. Eltern sind diesem Lärm sicherlich resistenter aber da wir in einer EGO Gesellschaft leben interessieren die sich wenig um das Wohl der Anderen. Hier wird man dann leicht zum Aussenseiter und ungeliebten Nachbarn. Und leider geht es hier nicht nur um eine Familie. Mittlerweile leben rund herum nur noch solche. Also, entweder dulden oder wegziehen, das ist das Fazit. Auf Rücksichtsnahme kann man da wenig hoffen

      • Na klar. Soll der sich doch einfach vor den pc setzen. Ist ruhiger für die Nachbarin.

        Nicht wirklich. Sie sollten sich schämen

  12. Ja Kinder müssen auch mal laut sein dürfen und sich entfalten – Schlüsselwort ist MAL und nicht permanent ohne Pause. Ich bin hier mittlerweile auch von Familien mit Kindern umzingelt und durch die Bank ist gegenseitige Rücksichtnahme ein Fremdwort. Bei allem Verständnis & davon hab ich einiges, ich hab selber 4 gross gezogen – aber es soll auch Menschen geben die Krank sind – vom Senior der zuhause gepflegt wird und dessen erschöpfte Familie,oder der Nachbar mit chronischen Schmerzen der schlecht Schläft und tagsüber auch mal ein Nickerchen braucht – denkt ihr *Wer sich über Kinderlärm beschwert ist ein übellauniger Spielverderber* – Eltern auch mal an diese Menschen? Denn seltsamerweise wenn euch eine Grippe plagt oder eine Migräne lasst ihr eure Kinder sicher auch Rücksicht auf euch nehmen …nur der Rest der Nachbarn solls nicht wagen drum zu bitten.

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