Gartenpflege Boden & Kompost

Lehmboden verbessern – Mit diesen 3 Tipps klappt’s

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Sicherlich mögen viele Pflanzen Lehmböden. Aber eben nicht alle. Da ist es gut, wenn man weiß, wie sich Lehmböden verbessern lassen.

Lehmböden können stark verdichten
Lehmböden können stark verdichten
Grundsätzlich können sich alle glücklich schätzen, die Lehmboden in ihrem Garten haben. Lehmhaltiger Boden ist nämlich ein wirksamer Nährstoff- und Wasserspeicher, der Ihren Aufwand beim Gießen und Düngen verringert. Allerdings können Lehmböden mit hohem Tonanteil so stark verdichten, dass keine Durchlüftung mehr zustande kommt. Fehlender Sauerstoff und hohe Feuchtigkeit führen dann oft zur Wurzelfäule der Pflanzen. In diesem Fall sollten Sie den Boden verbessern.

Ob und wie stark Sie Ihren Lehmboden verbessern müssen, hängt nicht zuletzt auch von den Pflanzen ab, die im Garten wachsen sollen. Die meisten Obstbäume gedeihen zum Beispiel hervorragend in mittelschweren Lehm- und Tonböden. Auch viele weitere beliebte Gartenpflanzen wie Lorbeer, Flieder, Funkien und Feuerdorn fühlen sich in Lehmboden wohl. Bei anderen Ziergewächsen wie Rhododendren ist wiederum eine gründliche Bodenaufbesserung zum Wohl der Pflanzen unbedingt nötig.

Übrigens:
Einen stark verdichteten Lehmboden erkennen Sie daran, dass sich schon bei einem leichten Regen schnell stehende Pfützen bilden.

So können Sie Lehmböden auflockern

Tipp 1 – organisches Material in den Boden einarbeiten:

Verdichteter Lehmboden lässt sich optimieren, indem Sie reichlich organisches Material in die oberste Erdschicht mischen. Reifer Kompost und Schreddergut sind dafür hervorragend geeignet. Zusätzlich können Sie groben Sand in den Lehmboden einarbeiten. Dadurch entstehen Hohlräume, die den Wasserabfluss verbessern.

Tipp 2 – Drainage legen:

Reichen die Verdichtungen des Lehmbodens sehr tief hinab, werden oberflächliche Verbesserungen vielleicht nicht ausreichend sein. In diesem Fall können Sie eine Drainage legen oder legen lassen. Geeignete Drainage-Rohre sind im Gartenhandel und in Baumärkten erhältlich. Allerdings ist der Aufwand für ein großflächiges Drainage-Systems sehr hoch. Sie sollten sich die Mühe nur nach vorheriger Absprache mit einem Fachmann machen.

Tipp 3 – Lehmboden im Herbst kräftig umgraben:

Eine weitere Methode, um Ihren Lehmboden zu verbessern, besteht im kräftigen Umgraben am Ende der Wachstumssaison. Wasser kann in den umgegrabenen Boden leicht eindringen. Sobald es im Winter friert, dehnen sich die Wassermoleküle aus und trennen zusammenhängende Lehmbrocken. Im Frühjahr empfiehlt es sich dann, eine Humusschicht aufzuschütten. Diese liefert einerseits wichtige Nährstoffe und hilft dank der dunklen Farbe dabei, Wärme in die Erde zu leiten. Lehmboden mit weitgehend geschlossener Oberfläche bleibt im Frühjahr sehr lange kalt und verzögert das Pflanzenwachstum.


Foto1: © Martin N - Fotolia.com

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