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Passionsblumen pflegen – Eine Blume für den Wintergarten

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Passionsblumen sind beliebte Kletterpflanzen, die recht anspruchslos sind. Dennoch brauchen sie ein wenig Pflege, damit sie gut wachsen und weiterhin schöne Blüten bilden.

Passionsblume pflegen Wintergarten
Passionsblumen halten keinen Frost aus

Bei der Passionsblume handelt es sich um eine Kletterpflanze, deren Blüten bis zu acht Zentimeter groß werden und weiß, rot oder violett gefärbt sein können. Noch dazu bildet die Pflanze Früchte, die unter Gourmets als Delikatesse gelten. Die Passionsblume sieht jedoch nicht nur wunderschön aus, in einigen christlichen Regionen wird sie sogar verehrt, da sie das Leiden Christi veranschaulichen soll. Die drei Griffel sollen z.B. die drei Nägel bei der Kreuzigung Christi darstellen. Und die Staubblätter die Dornenkrone. Es lohnt sich also mal, die Blume etwas genauer zu betrachten. Es gibt übrigens über 500 Arten aus denen Sie sogar eine Passionsblume selber ziehen können.

Die Pflanze hat auch noch eine Besonderheit: die Blätter der Passionsblume werden nämlich als Heilmittel verwendet. Sie sollen beispielsweise bei Anspannung, Angstzuständen, Unruhe und Schlafstörungen helfen (Quelle: www.apotheken-umschau.de). Reichlich Blätter, Blüten und Früchte bildet die Passionsblume aber nur, wenn Sie sie richtig pflegen. Die Pflanze ist zwar nicht sehr anspruchsvoll, aber ein wenig Pflege benötigt sie schon.

So pflegen Sie Passionsblumen richtig

Standort:

Passionsblumen kommen ursprünglich aus wärmeren Regionen und lieben die Sonne und Wärme. Wählen Sie deshalb immer einen hellen Standort mit einigen Stunden täglicher Sonnenbestrahlung aus. Ist der Standort zu dunkel, bilden sich nur wenige oder gar keine Blüten.

Den Sommer über können die Passionsblumen sogar draußen stehen. Wichtig ist nur, dass der Standort nicht nur hell bzw. sonnig ist, sondern auch geschützt.

Gießen:

Passionsblumen lieben nicht nur Sonne, sie lieben auch Wasser. Halten Sie die Erde also immer feucht. Vermeiden Sie aber Staunässe. Prüfen Sie also am besten immer mit dem Finger nach, ob die Pflanze schon wieder etwas Wasser braucht. Sollte mal Wasser im Untersetzer stehen, dann schütten Sie dieses weg. Im Winter brauchen Sie dann nicht mehr so viel gießen. Hier müssen Sie nur darauf achten, dass das Substrat immer leicht feucht ist und nicht austrocknet.

Achten Sie auch immer darauf, dass die Luftfeuchtigkeit über 70 Prozent liegt. Ansonsten können Spinnmilben auftreten, die die Pflanzen schädigen.

Düngen:

Die Passionsblume benötigt vom Frühling bis in den Herbst hinein etwa alle 14 Tage etwas Dünger. Am besten verabreichen Sie dabei flüssigen Volldünger. Halten Sie sich dabei aber immer an die Angaben des Herstellers. Im Winter müssen Sie hingegen gar nicht düngen.

Schneiden:

Passionsblumen sind Kletterpflanzen, die Sie im Zaum halten sollten. Denn ansonsten können sie schnell mal auf andere Blumen übergreifen. Schneiden Sie die Passionsblume am besten im Frühjahr zurück. Dann kann sie sich im Laufe des Jahres wieder ausbreiten. Stutzen Sie dabei ältere Pflanzen auf etwa 15 Zentimeter zurück. Die Seitentriebe müssen Sie hingegen auf ca. 10 Zentimeter einkürzen.

Bevor Sie die Pflanze ins Winterlager bringen, stutzen Sie die Seitentriebe rundherum bis auf 5 Zentimeter ein.

Überwinterung:

Zwischen Oktober und März legt die Passionsblume eine Ruhezeit ein. Dafür benötigt sie dann einen kühleren Standort mit Temperaturen um die 10 Grad. Ein kühler Kellerraum oder die frostfreie Garage sind also perfekte Überwinterungsorte. Während der Winterruhe müssen Sie die Passionsblume nur wenig gießen und überhaupt nicht düngen.

Ist die Winterzeit vorbei, müssen Sie die Passionsblumen langsam wieder gießen. Beginnen sie dann auszutreiben, können Sie auch wieder regelmäßig Dünger verabreichen.


Foto1: © danako - Fotolia.com

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