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Rosen ohne Stacheln – Das sind unsere Favoriten!

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Rosen ohne Dornen oder richtiger ohne Stacheln gibt es schon. Das Angebot ist aber sehr gering. Hier stellen wir Ihnen einige Sorten vor.

Zweig mit Dornen
Dornen wachsen star aus dem Pflanzenholz und lassen sich nicht herausbrechen.
„Rosen haben Dornen“, dieser Metapher bedienen sich zahllose Poeten und Schlagertexter und versinnbildlichen damit die Schönheit und den Schmerz,  die Liebe und Liebesleid.

Nun, die künstlerische Freiheit erlaubt es ihnen der Königin der Blume Dornen anzudichten. Aus botanischer Sicht ist das aber nicht korrekt. Anstelle der Dornen wachsen nämlich Stacheln an den Rosen. Es gibt aber auch einige Sorten, die stachelllos sind. Diese möchten wir Ihnen hier vorstellen.

Wie unterscheiden sich Dornen und Stacheln?

Dornen sind stechende Auswüchse der Pflanzen und treiben aus dem Holz der Pflanzentriebe heraus. Vorsicht ist geboten: denn sie können sich an Dornen sehr schmerzhaft verletzen.
Solche dornigen Auswüchse tragen beispielsweise Schlehen sowie Weiß- und Sandorn.

Stachel am Rosentrieb
Stacheln wachsen aus der Runde und lassen sich seitlich ausbrechen.

Stacheln sprießen aus dem Rindengewebe der Pflanze. Sie sitzen also auf dem Trieb und lassen leicht entfernen. Sie können im Gegensatz zu den Dornen   die Stacheln seitlich abknicken und entfernen.

Allerdings besteht auch hier die Gefahr, sich auch an den Stacheln von Rosentriebe zu verletzen. Tragen Sie deshalb am besten Gartenhandschuhe bei den Pflegearbeiten im Rosenbeet.

Stachellose Rosen

Bis auf eine geringe Zahl  von Rosen tragen die fast alle modernen Sorten Stacheln. Gartenfreunde und Blumenliebhaber, die noch Kinder im Haushalt haben, suchen deshalb vorrangig nach Rosen ohne Stacheln. Wer aber glaubt, stachellose Rosen seien völlig harmlos, der irrt. Denn oft sitzen kleine Stacheln an der Mittelrippe der Blattunterseite und können so manchen Kratzer verursachen.

Die Auswahl der stachellosen Gartenrosen ist sehr gering und beschränkt ausschließlich auf Strauch- und Kletterrosen.

Rosen absolut ohne Stacheln

Kletterrose "Zephirine Drouhin"
Die Blüten der Strauch- und Kletterrose „Zephirine Drouhin“ sind besonders regenfest.

Kletternde Edelrose „Zephirine Drouhin“
Die Edelrose „Zephirine Drouhin“ ist eine wunderbare Züchtung in einem hellen Karminrot. Die locker gefüllten und mittelgroßen schalenförmigen Blüten sind aüßerst regenfest und duften hervorragend.
Die Rose wächst buschig, stark und langtriebig. Sie eignet sich besonders als Kletterrose in Höhenlagen und auch für Einzelpflanzungen. Sie ist sehr frosthart, benötigt aber einen luftigen Platz, sonst besteht Mehltaugefahr.

Rosafarbene Kletterose Kathleen Harrop
Die duftende, stachellose Kletterose „Kathleen Harrop“ blüht unermüdlich.

Kletterose „Kathleen Harrop“
Mit rund 300 cm ist „Kathleen Harrop“ eine sehr grosse öfterblühende Strauchrose und kann auch als Kletterrose vor einer Hauswand gezogen werden. Sie ist der „Zéphirine Drouhin“ sehr ähnlich. Kein Wunder: es handelt sich bei der „Kathleen Harrop“ um einen Sport (Mutation) der vorher genannten Kletterrose.
Ihre großen Blütenkospen öffnen sich ab Mitte Juni zu halbgefüllten, hellrosafarbenen Blüten. Im Aufblühen ähneln sie den Blüten von Edelrosen. Dabei erstrahlt ihr Flor unermüdlich den ganzen Sommer hindurch bis fast bis zum Winter.
Sie hat einen starken Wuchs und erreicht eine Hohe bis zu 3 Metern. Der Standort soll allerdings gut belüftet sein, da die Rose mehltaugefärdet ist.

Kaum bestachelt sind …

Roseblüten der "Ghislaine de Féligonde"
Die Blüten der „Gislaine de Féligonde“ als üppiges Rosenarrangement

Kletterrose „Ghislaine de Féligonde“
Eine ausgesprochen gute Wahl treffen Sie, wenn Sie sich für die frostharte „Ghislaine de Féligonde“ entscheiden. Hierbei handelt es sich um eine reich blühende und leuchtkräftige Kletterrose. Ihre gelbe Blüten entfalten sich aus apricotfarbenen Knospen. Später hellen die Blüten crèmeweiß auf.
Zudem befinden sich orangegelbe Staubgefäßen inmitten der mittelgroßen, gefüllten und locker aufblühende Blüten.
In zahlreichen Büscheln blüht sie den ganzen Sommer über, das macht sie besonders beliebt
Ihr Wuchs ist buschig. Dabei kann sie eine Höhe von etwa 2,5 Metern erreichen.

✿ Ein Tipp: Kombinieren Sie diese Kletterose einfach mit violetten oder blauen Clematis. Sie werden begeistert sein, wie die gelben und chremweißen Flor der Rose und die dunklen Blüten der Waldrebe (Clematis) miteinander harmonieren.

Stachellose Kletterrose "Maria Lisa"
Die Kletterrose „Marie Lisa“ setzt nach der Blüte Hagebutten an.

Kletterrose „Maria Lisa“
Wild und rassig sowie besonders vital und frosthart ist „Maria Lisa“. Sie bringt kleine, ungefüllte Blüten, die leuchtend rosarot sind und ein weißes Auge haben. Dich an dicht stehen die Blüten wie Trauben zusammen.
Die Rose blüht überreich, allerdings nur einmal. Dafür wird der Hobbygärtner mit dekorativen Hagebutten nach der Büte entschädigt. Und dieser flaschenförmige, rote Fruchstand ist eine schöner Schmuck im Herbst und Winter.
Das Laub ist glänzend dunkelgrün. Außerdem ist sie sehr starkwüchsig und erreicht eine Höhe von 3 bis 5 Metern.
„Maria Lisa“ ist eine Rose, die den Hausgarten im ländlichen Stil hervorragend bereichert.

✿ Ein Tipp: Pflanzen Sie die Rose an Rosenbögen, hohen, säulenähnlichen Aufbauten oder alte Mauern.
Im Frühjahr schneiden sie alte und kranke Triebe heraus. Kürzen sie auch sperrige Seitentriebe, die vom Rankgerüst oder von der Rosensäule stark herausragen.

Rote Strauchrose Ulrich Brunner Fils
„Ulrich Brunner Fils“ ist eine großblumige Strauchrosen. Sie ist für Einsteiger zu empfehlen.

Strauchrose „Ulrich Brunner Fils“
Die großen Blüten dieser reichblühenden Strauchrose leuchten hellrot. Sie sind becherförmig, gut gefüllt und duften wunderbar. Diese besonders robuste Sorte ist für Einsteiger zu empfehlen.
Lange, hellgrüne Triebe bildet die „Ulrich Brunner Fils“ und besitzt nur wenige, aber kräftige Stacheln. Schlank und kräftig von Wuchs kann sie bis 1,8 Meter hoch werden.


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