Rosinen-Baum „Prince William“ wird eine Felsenbirne genannt, die als Obstgehölz und Zierstrauch Hobbygärtner besticht. Wir erläutern hier Standort und Pflege.

Keine Frage: Früchte, die der Hobbygärtner von der Hand in den Mund vernaschen kann, sind besonders verlockend. Eine dieser Früchte wächst am Rosinen-Baum „Prince William“. Zugegeben, Rosinen sind es gerade nicht, aber dennoch außergewöhnlich delikate Früchte, die vom Geschmack her der Heidelbeere ähneln.

Dieser „Baum“ ist einerseits ein Nutzgehölz, andererseits ein Zierstrauch. Gemeint ist damit eine Züchtung der Felsenbirne mit der botanischen Bezeichnung Amelanchier canadiens. Der Ausdruck „Rosinen-Baum“ mag irreführend sein. Es gibt nämlich auch einen „Japanischen Rosinenbaum“. Beide sind allerdings nicht miteinander verwandt.

Was ist so besonders an „Prince William“

Begehrt ist diese Sorte der Felsenbirne wegen ihres Blütenreichtums und des beispiellosen Ertrags ihrer Früchte. Die bis zu 1,5 Zentimeter großen dunkelblauen Früchte gelten als die größten ihrer Art. Ernten können Sie diese von Ende Juni bis Anfang Juli, selbst schon von jungen Sträuchern.

Früchte des Rosinen-Baums "Prince William"
Früchte des Rosinen-Baums können Sie von Ende Juni bis Anfang Juli ernten. | © Anneke – Fotolia.com – Fotolia.com

Der Rosinen-Baum „Prince William“ (Amelanchier canadensis) blüht von April bis Mai. Seine Blüten sind cremeweiß, traubenförmig angeordnet.

Beim Austrieb sind seine Blätter bronzefarben, später werden diese dunkelgrün. Im Herbst nimmt das Laub eine wunderschöne, orangerote Färbung an.

Dieses Gehölz kann 1,5 bis 2 Meter hoch werden und eignet sich als Solitärpflanze und ebenso für die Gruppenpflanzung.

Die optimalen Pflanzbedingungen für den Rosinen-Baum

➡️ Anforderung an den Standort

Das schnell wachsende und robuste Obst- und Ziergehölz bevorzugt einen sonnigen bis halbschattigen Standort. Ein heller Platz ist wichtig, denn so werden Blütenfülle und Ertrag der Früchte garantiert.

➡️ Anforderung an den Boden

An den Boden stellt die spezielle Sorte der Felsenbirne keine besonderen Ansprüche. Sie begnügt sich mit durchlässiger bis leicht lehmiger Erde. Wenn Sie möglicherweise einen schweren Gartenboden haben, dann arbeiten Sie Sand und Humus in diesen ein.
Pflanzen können Sie dieses spezielle Obst- und Ziergehölz im Frühjahr und im Herbst.

So pflegen Sie die Pflanze richtig

Felsenbirne - Rosinen-Baum
© dieter76 – Fotolia.com

➡️ Rosinen-Baum gießen und düngen

Ist das Bäumchen gut angewurzelt und hat seinen Standort angenommen, dann erübrigen sich Gießen und Düngen. Zusätzlich bewässern müssen Sie den Strauch lediglich bei längeren Hitzeperioden.

Ihre Jungpflanze gießen Sie in den ersten Wochen aber regelmäßig, denn nur dann werden sie schnell anwachsen.

Zusätzliche Nährstoffgaben sind nicht nötig. Sollten nach einigen Jahren Blühkraft und Fruchterträge nachlassen, dann düngen Sie verhalten mit etwas reifem Kompost und Kalk.

➡️ Rückschnitt des Rosinen-Baumes

Ihren Rosinen-Baum brauchen Sie die ersten Jahre gar nicht zu schneiden. Kommt das Gehölz in die Jahre, dann verliert es seine Form. Ältere Triebe werden nun herausgeschnitten. Sollten Sie später einen Verjüngungsschnitt planen, teilen Sie sich die Arbeit über zwei Jahre auf. In einem Frühjahr schneiden Sie eine Hälfte der Zweigmasse, im nächsten Frühjahr die andere Hälfte.

Zusammenfassung

Der Rosinen-Baum „Prince William“ gehört zur Familie der Felsenbirne und trägt die größten Früchte seiner Art. Der mehrstämmige Strauch ist als Obstgehölz und Zierstrauch beliebt. Ein sonniger Standort mit durchlässigem Boden wird bevorzugt. Ist der Strauch angewachsen, benötigt er kaum Wasser. Verhalten gedüngt werden nur ältere Exemplare mit etwas Kompost und Kalk. In den ersten Jahren brauchen Sie das Gehölz nicht schneiden, erst dann, wenn es nach etlichen Jahren an Form verloren hat.

Gartentipp des Tages!

Konrad von Gartentipps.com

Meine große Leidenschaft gilt nicht nur dem Gärtnern, ich bin ein sehr großer Liebhaber der Rose. Mit meinem bereits jahrzehntelangen Wissen unterstütze ich in meiner Heimatstadt die "Rosenfreunde Wittstock" als Gründungsmitglied (Gesellschaft Deutscher Rosenfreunde e.V.).

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