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Seidenbaum: Krankheiten und Schädlinge erkennen und bekämpfen

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Der Seidenbaum ist sehr anspruchslos und pflegeleicht und eignet sich daher optimal für Anfänger. Lediglich Pflegefehler können der Pflanze zusetzen und zu unterschiedlichen Krankheiten führen.

Seidenbaum: Krankheiten und Schädlinge erkennen und bekämpfen
Der einzige gefährliche Schädling des Seidenbaumes: die Schildlaus
Grundsätzlich ist der Seidenbaum oder Schlafbaum resistent gegen die meisten Schädlinge und Krankheiten. Am richtigen Standort ist er sehr widerstandsfähig. Gelegentlich kann ein Befall mit Schildläusen auftreten. Außerdem sind Pflegefehler möglich, die zu bestimmten Krankheitsbildern führen. Mit den richtigen Tipps zur Pflege, Vorbeugung und Schildlausbekämpfung können Sie aber dafür sorgen, dass Ihr Seidenbaum gesund bleibt.

Symptome erkennen: Das fehlt dem Seidenbaum

Hängende Blätter: Falscher Standort

Wenn der Seidenbaum die Blätter fallen lässt, steht er zu dunkel. Er braucht ausreichend Helligkeit für eine gute Entwicklung. Setzen Sie den Baum nach Möglichkeit um. Der beste Zeitpunkt dafür ist im Frühjahr. Seidenbäumchen im Kübel stellen Sie einfach an einen hellen und sonnigen Platz um.

Eingerollte Blätter: Wassermangel

Tagsüber eingerollte Blätter sind ein Zeichen für Wassermangel. Mehr gießen, dann erholt sich Ihr Seidenbaum schnell.

Langsames Wachstum: Nährstoffmangel

Ein zu langsames Wachstum und eine insgesamt spärliche Entwicklung deutet auf einen Nährstoffmangel hin. Versorgen Sie den Seidenbaum mit Kompost, den Sie in die Erde einarbeiten. Sie können auch alle zwei bis vier Wochen einen flüssigen Volldünger verwenden, wie z.B. den Grünpflanzendünger von Compo. Wenn Sie einen Teich haben, verwenden Sie ab und zu Teichwasser zum Gießen, darin befinden sich viele Nährstoffe.

Geöffnete Blätter während der Nacht: Wurzelfäule

Ein charakteristisches Merkmal des Seidenbaums ist das nächtliche Schließen der Blätter. Wenn das ausbleibt, also die Blätter gar nicht mehr schließen, ist das ein Anzeichen für Wurzelfäule und Schimmel. Dazu kommt oft ein muffiger Geruch, die Blätter werden welk und schließlich geht der Baum ein.

Die Ursache ist ein stark verdichteter Boden. Staunässe begünstigt die Bildung von Schimmelpilzen und Wurzelfäule. Bei Pflanzen im Kübel können Sie das Substrat mit Kies auflockern und eine zusätzliche Drainageschicht anbringen. Außerdem stellen Sie vorübergehend das Gießen ein.

Wenn die Wurzeln schon befallen sind, müssen Sie den Baum auf jeden Fall intensiv behandeln. Entfernen Sie betroffene Wurzeln und verwenden Sie ein Fungizid, wie z.B. dieses hier. Schwierig ist die Lage, wenn es beim Seidenbaum im Freiland zur Wurzelfäule kommt. Wasserentzug, die Lockerung der Erde und ebenfalls Fungizide können helfen.

Die gute Nachricht: Ältere Seidenbäume sind meistens sehr robust, sodass es nur selten zu Pilz- und Wurzelkrankheiten kommt.

Kampf der Schildlaus!

Die Schildlaus ist der einzige Schädling, der dem Seidenbaum gefährlich werden kann. Sie erkennen die Parasiten gut an den Blättern. Präparate auf Ölbasis sorgen für eine schnelle Hilfe. Außerdem können Sie die Blätter gründlich abbrausen. Auf natürliche Weise machen Flohfliegen, Schlupfwespen und Marienkäfer den Schildläusen den Garaus.


Foto1: © Christian Müller - Fotolia.com

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