Der Sieben-Söhne-des-Himmels-Strauch ist ein Zierstrauch, der ursprünglich aus China stammt. Mit der optimalen Pflege gedeiht er aber auch bei uns prima.

Der Sieben-Söhne-des-Himmels-Strauch (Heptacodium miconioides) ist eine Rarität unter den Gehölzen. Er sieht nicht nur exotisch aus, er besitzt auch auffällige, duftende Blüten, die den Strauch im Spätsommer zu einem echten Blickfang im Garten machen. Weitere Pluspunkte sind seine Robustheit, Pflegeleichtigkeit und die Tatsache, dass der Sieben-Söhne-des-Himmels-Strauch einen wichtigen Lebensraum für Bienen, Schmetterlinge und andere Insekten bietet. Somit ist der Strauch in vielerlei Hinsicht eine Bereicherung für den Garten. Und das sogar in städtischen Umgebungen, da er sehr anpassungsfähig ist.

Herkunft und Verbreitung

Der Sieben-Söhne-des-Himmels-Strauch wurde erstmals 1907 vom Botaniker Alfred Rehder beschrieben. Der Strauch stammt ursprünglich aus China, wo er in den Provinzen Zhejiang, Hubei und Anhui heimisch ist. Dort wächst er in höher gelegenen Regionen. Aber auch in traditionellen Gärten ist er ein geschätztes Gehölz, das oft mit anderen asiatischen Pflanzen wie Bambus oder Kirschbäumen kombiniert wird.

In Europa ist der Sieben-Söhne-des-Himmels-Strauch hingegen erst seit den 1980er-Jahren bekannt, weil er zu dieser Zeit in botanischen Gärten eingeführt wurde. Heute findet man den Strauch nur vereinzelt in Parks und Privatgärten, weil er bei uns noch nicht sehr bekannt ist. Dabei ist dieser Strauch eine wahre Bereicherung für den Garten. Schließlich besitzt er außergewöhnlichen Eigenschaften: zum einen blüht der Strauch zu einer Jahreszeit, in der nur noch wenige andere Sträucher Blüten tragen, und zum anderen besitzt er eine sich abschälende Rinde, die vor allem im Winter dekorativ ist.

Aussehen und Wuchs

Sieben-Söhne-des-Himmels-Strauch pflanzen, pflegen und vermehren
Die Blüten erscheinen von August bis Oktober – © MarinoDenisenko / stock.adobe.com

Heptacodium miconioides zählt zu den Geißblattgewächsen (Caprifoliaceae) und kann eine Höhe von 3 bis 4 Metern erreichen. Der Strauch wächst mehrstämmig mit einer leicht schirmartigen Krone. Die Rinde des Strauchs ist, wie bereits erwähnt, ebenfalls etwas Besonderes, da sie sich in dünnen Schichten abschält und dadurch eine schöne, mehrfarbige Struktur aufweist.

Die sommergrünen Blätter des Strauchs sind länglich, dunkelgrün, leicht gewellt und circa 15 cm lang. Sie verfärben sich im Herbst in ein sanftes Purpurbraun, bevor sie schließlich abfallen. Die cremeweißen, duftenden Blüten erscheinen von August bis Oktober oftmals zu siebt in den rispenartigen Blütenständen und haben diesem Strauch seinen Namen beschert. Denn die Bezeichnung ist eine Übersetzung aus dem Chinesischen und bezieht sich auf die sieben Blüten.

Das Besondere: Nach der Blüte verfärben sich die Kelchblätter rötlich und bleiben bis in den Herbst hinein erhalten. Somit ist der Strauch nicht nur sehr lange eine Zierde im Garten. Nach der Blüte entwickeln sich purpurrote Fruchtstände mit Kapselfrüchten, die für Vögel und Insekten eine wertvolle Nahrungsquelle sind.

Steckbrief

Sieben-Söhne-des-Himmels-Strauch (Heptacodium miconioides)
Familie:Geißblattgewächse (Caprifoliaceae)
Wuchshöhe:3 – 4 m
Blütezeit:August – Oktober
Besonderheit:Rinde schält sich in dünnen Schichten ab
Standort:sonnig
Boden:durchlässig, humusreich, mäßig feucht
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Der perfekte Standort

Der Sieben-Söhne-des-Himmels-Strauch bevorzugt einen sonnigen Standort, da er spät blüht und so optimal die Sonnenstunden für die Blütenbildung ausnutzen kann. Außerdem empfehle ich, einen luftigen Standort auszuwählen, da Sie so Krankheiten wie Mehltau optimal vorbeugen können. Aber auch in leicht geschützten Lagen, beispielsweise an einer Hauswand oder in der Nähe größerer Sträucher, gedeiht der Sieben-Söhne-des-Himmels-Strauch gut.

Der optimale Boden

Der Boden sollte für Heptacodium miconioides gut durchlässig, humusreich und mäßig feucht sein. Ideal ist ein lockeres, nährstoffreiches Substrat mit einem hohen organischen Anteil. Eine Mulchschicht aus Kompost oder Rindenmulch hilft zudem, die Feuchtigkeit im Boden zu halten.

Pflanzanleitung

Sieben-Söhne-des-Himmels-Strauch pflanzen, pflegen und vermehren
Gepflanzt wird der Strauch am besten im Frühjahr – © androsov858 / stock.adobe.com

Gepflanzt wird der Sieben-Söhne-des-Himmels-Strauch am besten im Frühjahr, wenn der Boden nicht gefroren ist. So hat die Pflanze genügend Zeit, um sich an den neuen Standort zu gewöhnen und um kräftige Wurzeln auszubilden. Gehen Sie beim Pflanzen am besten wie folgt vor:

  1. Wählen Sie einen Standort aus, der genügend Platz für das Wachstum der Pflanze bietet.
  2. Heben Sie ein Pflanzloch aus, das etwa doppelt so groß wie der Wurzelballen ist. Lockern Sie den Boden im Pflanzloch auf, um eine bessere Durchwurzelung zu ermöglichen.
  3. Mischen Sie die ausgehobene Erde mit Kompost, um die Nährstoffversorgung zu verbessern. Bei sehr schweren Böden empfehle ich für eine bessere Drainage zusätzlich Sand oder Kies unterzumischen.
  4. Setzen Sie den Strauch vorsichtig in das Pflanzloch, sodass die Oberkante des Wurzelballens mit der umgebenden Erde abschließt.
  5. Füllen Sie das Pflanzloch mit der vorbereiteten Erde auf und drücken Sie sie leicht an, um Hohlräume zu vermeiden.
  6. Gießen Sie die Pflanze gründlich an, damit sich die Erde um die Wurzeln setzt und keine Luftlöcher bleiben.
  7. In den ersten Wochen nach der Pflanzung sollte der Strauch regelmäßig gewässert werden, insbesondere bei trockener Witterung. Eine Mulchschicht kann dabei helfen, die Feuchtigkeit im Boden zu halten.

Tipps zur Pflege

Sieben-Söhne-des-Himmels-Strauch pflanzen, pflegen und vermehren
Der Sieben-Söhne-des-Himmels-Strauch benötigt eine gleichmäßige Bodenfeuchte – © Dan Race / stock.adobe.com

💧 Gießen:

Der Sieben-Söhne-des-Himmels-Strauch sollte regelmäßig mit Wasser versorgt werden – und das besonders in Trockenperioden. Dabei sollten Sie allerdings vermeiden, dass Staunässe und die damit einhergehende Wurzelfäule entsteht.

🌱 Düngen:

Im Frühjahr reicht es auch, wenn Sie organischen Dünger wie Kompost oder Hornspäne rund um die Pflanze einarbeiten. Eine gelegentliche Gabe von Kalium kann zudem die Blütenbildung fördern.

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✂️ Schneiden:

Der Strauch muss eigentlich nicht geschnitten werden. Ein jährlicher Rückschnitt kann aber eine buschige Wuchsform fördern. Wichtig ist auf jeden Fall, dass Sie abgestorbene oder sich überkreuzende Äste immer entfernen. Besitzen Sie einen kleinen Garten, können Sie durch einen gezielten Schnitt auch die Größe des Strauchs unter Kontrolle halten.

❄️ Überwinterung:

Der Strauch ist winterhart und übersteht Temperaturen bis -15 °C. Junge Pflanzen sollten Sie aber unbedingt in der kalten Jahreszeit mit Mulch oder Vlies schützen. In besonders kalten Wintern kann es auch nicht schaden, ältere Bäume mit einem leichten Winterschutz zu versehen.

🕷️ Krankheiten und Schädlinge:

Der Sieben-Söhne-des-Himmels-Strauch ist ziemlich widerstandsfähig gegenüber Pflanzenkrankheiten und Schädlinge. Dennoch können gelegentlich folgende Probleme auftreten:

  • Echter Mehltau: Ein weißlicher, mehliger Belag auf den Blättern deutet auf Mehltau hin. In diesem Fall sollten Sie die befallenen Blätter entfernen und die übrigen mit einer Mischung aus Wasser und Natron (1 TL auf 1 Liter Wasser) besprühen. Weitere Bekämpfungsmethoden finden Sie in unserem Beitrag Mehltau erkennen, bekämpfen und vorbeugen.
  • Blattläuse: Diese saugenden Schädlinge treten vor allem im Frühjahr auf und können die Pflanze schwächen. Sie hinterlassen oft klebrige Honigtau, der Rußtaupilze begünstigen. Bekämpfen lassen sich Blattläuse, indem Sie den Strauch mit Brennnesseljauche oder einer Schmierseifenlösung besprühen. Marienkäfer sind natürliche Feinde der Blattläuse und können daher auch bei der Bekämpfung helfen.
  • Spinnmilben: Bei anhaltender Trockenheit können feine Gespinste auf den Blattunterseiten sichtbar werden. In diesem Fall handelt es sich um Spinnmilben, die den Saft aus den Pflanzen saugen. Bekämpfen lassen sie sich zum Beispiel mit Raubmilben.
  • Wurzelfäule: Gießen Sie zu viel, können die Wurzel anfangen zu faulen. In diesem Fall sollten Sie das Gießen reduzieren und den Boden mit Sand oder Kies auflockern.

Vermehrung

Sieben-Söhne-des-Himmels-Strauch pflanzen, pflegen und vermehren
Die Samen benötigen eine Kälteperiode zum Keimen – © Yevhenii / stock.adobe.com

Die Vermehrung des Sieben-Söhne-des-Himmels-Strauchs gelingt eigentlich immer über Stecklinge, Samen und Absenker. Alle drei Methoden nachfolgend im Detail erklärt:

Vermehrung durch Stecklinge:

  1. Möchten Sie Stecklinge schneiden und vermehren, ist der Frühsommer, wenn das Pflanzenwachstum aktiv ist, der beste Zeitpunkt dafür. Schneiden Sie dann etwa 10 bis 15 cm lange, halb verholzte Triebe mit mehreren Blattpaaren vom Strauch ab.
  2. Entfernen Sie die unteren Blätter, um die Verdunstung zu minimieren.
  3. Tauchen Sie das untere Ende des Stecklings in ein Bewurzelungshormon, um die Wurzelbildung zu fördern. Lesetipp: Bewurzelungshormon für Stecklinge selber machen – 8 Varianten vorgestellt.
  4. Setzen Sie die Stecklinge in Anzuchterde und halten Sie diese gleichmäßig feucht.
  5. Stellen Sie die Stecklinge an einen hellen, warmen Ort ohne direkte Sonneneinstrahlung.

Vermehrung durch Absenker:

  1. Wählen Sie einen gesunden, bodennahen Trieb aus.
  2. Lockern Sie den Boden auf und graben Sie eine flache Rinne.
  3. Kratzen Sie an der Unterseite des Triebs die Rinde leicht an, damit sich dort Wurzeln bilden können.
  4. Biegen Sie den Trieb in die Rinne und fixieren Sie ihn mit einem kleinen Stein. Die Triebspitze muss dabei unbedingt aus der Erde herausschauen.
  5. Decken Sie den abgesenkten Teil des Triebs mit Erde ab und halten Sie ihn feucht.
  6. Nach einigen Monaten hat der Absenker Wurzeln entwickelt und kann dann von der Mutterpflanze getrennt und separat eingepflanzt werden.

Vermehrung durch Samen:

  1. Die Samen benötigen eine Kälteperiode, um keimfähig zu werden. Geben Sie sie daher in eine Schale mit feuchtem Sand und bewahren Sie diese für etwa 6 bis 8 Wochen im Kühlschrank auf.
  2. Im Frühjahr können Sie die Samen dann in nährstoffreiches, lockeres Substrat säen. Bedecken Sie die Samen dabei nur leicht mit Erde und halten Sie diese immer leicht feucht.
  3. Nach mehreren Wochen, sofern die Sämlinge groß genug sind, können Sie sie in einzelne Töpfe setzen oder ins Freiland umpflanzen.
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Mutter, Hundebesitzerin und leidenschaftliche Hobbygärtnerin. Schon als Kind habe ich gemeinsam mit meinen Eltern den heimischen Garten bewirtschaftet und mich für dessen Gestaltung interessiert. Jetzt besitze ich meinen eigenen Garten und zeige meiner Tochter, wie einfach es ist Obst, Gemüse und Blumen selbst zu züchten. Ein Garten bedeutet viel Arbeit - er belohnt uns dafür aber auch mit einer reichen Ernte, wunderschönen Blumen und dem tollen Gefühl aus eigener Kraft etwas geschaffen zu haben.

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