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Taglilie – Pflanzen, pflegen und überwintern

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Die Taglilie ist eine dekorative Blütenstaude deren bunte Trichterblüten sogar essbar sind. Doch nicht nur das, die Staude ist auch sehr pflegeleicht.

Blüten der Taglilie
© ArtCookStudio – Fotolia.com

Stauden sind unstrittig besonders dekorative Lichtblicke im Garten. Ihre Blütenfarben und –formen sind immens und überraschen den Hobbygärtner alle Jahre wieder zur Saison. Nicht wenige davon sind sogar essbar und bereichern zahlreiche Salate und Desserts mit ihrem dezenten Aroma oder dekorieren den Teller von herrlichen Gerichten. Blüten mit solchen Vorzügen entfaltet auch die Taglilie (Hemerocallis). Dieses Grasbaumgewächs ist eine anspruchslose und dennoch beliebte Staude für den Garten und Pflanzkübel.

Kurzporträt der Taglilie

Rund 65 000 verschiedene Sorten zählt die Taglilie derzeit. Das ist dem schöpferischen Können der Züchter zu verdanken. Abhängig von der Sorte schieben sich ab Mai die ersten Blütenstiele aus dem grasartigen Horst empor. Verzweigt sitzen dann an den Stielen längliche Blütenknospen, die sich trichterförmig entfalten. Sortenabhängig können die Blüten einfarbig oder mehrfarbig sein. Die Farbpalette reicht von Gelb, Orange über Rot und Violett.

Der Name Taglilie lässt erahnen, dass die einzelne Blüte nicht länger als einen Tag erstrahlt. Weil aber jeden Tag neue Knospen aufbrechen, zieht sich die Blütezeit insgesamt länger dahin. Bis zu sechs Wochen kann diese andauern. Wenn Sie früh- und spätblühende Sorten geschickt kombinieren, dann hält die Blütenpracht sogar bis in den September an.

Der beste Standort für Taglilien

Ein Platz in der Sonne ist für die Taglilie ideal. Auch einen halbschattigen Standort nimmt die Pflanze gut an. Allerdings sollten Sie dann darauf achten, dass diese nicht zu wenig Sonnenlicht bekommt. Junge Taglilien entwickeln sich in solchen Lagen nur schwer oder gehen gänzlich ein.

Was den Gartenboden betrifft, so ist die Taglilie recht genügsam. Locker und durchlässig sollte der Boden sein. Wenn Sie die Erde dann noch mit etwas Kompost anreichern, ist die Pflanzstelle perfekt.

So wird die Taglilie gepflanzt

Von April bis Oktober können Sie die Taglilie pflanzen, egal ob ins Beet oder in einen Kübel. Vorteilhaft für die Pflanzung ist das Frühjahr, dann, wenn die Frostgefahr bereits vorbei ist. Immerhin kann die Staude von dieser Zeit an bis zum Herbst optimal Fuß fassen und sich kräftig entwickeln.

Setzen Sie die Staude so ein, dass ihre Wurzeln nur etwa 2 Zentimeter tief in die Erde kommen. Drücken Sie dann die Pflanzstelle an und wässern Sie Ihre Jungpflanze gut. Achten Sie in den ersten Wochen darauf, dass der Boden nicht austrocknet. Gießen Sie ihn aber nur mäßig. Zu viel Nässe kann schaden, weil sich dann Staunässe bilden kann, die zur Wurzelfäule führt. Damit die Feuchtigkeit nicht all zu schnell verdunstet, bringen Sie auf die Pflanzstelle eine Schicht Rindenmulch auf.

So pflegen Sie die Taglilie richtig

Taglilie
© Andrea Geiss – Fotolia.com

Gießen:

Die Taglilie toleriert auch trockene Perioden und kommt an sich mit den witterungsbedingten Niederschlägen aus. Eine besonders kräftige Blüte entwickelt die Staude jedoch, wenn Sie sie von April bis Juni regelmäßig gießen, sobald der Regen wieder einmal auf sich warten lässt. Außerdem bilden sich mehr Knospen an den Blütenstielen. Ob Sie dabei auf Regenwasser zurückgreifen oder kalkhaltiges Leitungswasser nutzen, das ist egal.

Düngen:

Auf der sicheren Seite sind Sie, wenn Sie das Erdreich vor dem Pflanzen mit Kompost angereichert haben. Damit ist der Nährstoffbedarf für die Taglilie im ersten Jahr vollkommen gedeckt. Von Mai bis Mitte Juni der folgenden Jahre düngen Sie den Standort Ihrer Blütenstaude dann sanft. Hierfür eignen sich Kompost oder ein organischer Langzeitdünger für Blumen. Dabei halten Sie sich am besten an die Dosierhinweise auf der Düngemittelverpackung. Taglilien im Kübel werden mit einen flüssigen Dünger für blühende Balkonpflanzen gedüngt. Auch hierbei ist die Dosierung zu beachten.

Ab Ende Juni bleibt die Düngertüte dann im Schuppen stehen. Düngen Sie nämlich später, schadet es der Pflanze, weil sie sich nicht optimal auf den Winter einstellen kann.

Rückschnitt:

Kurz und knapp: Taglilien brauchen Sie nicht schneiden. Lediglich welke und trockene Blüten oder beschädigte Blätter sollten Sie abzupfen. Ebenso sollten Sie im Frühjahr das welke Laub vom Boden abziehen, bevor der Neuaustrieb beginnt.

Überwinterung:

Die Stauden im Freiland überstehen die kalte Jahreszeit auch ohne Winterschutz. Lediglich die Kübelpflanzen müssen vor eisiger Kälte geschützt werden. Sie können zum einen das Pflanzgefäß mit Vlies, Strohmatten und Jutesäcken so einpacken, dass die Erde nicht durchfriert. Zum anderen bringen Sie den Kübel an einen geschützten Ort, beispielsweise in eine frostfreie Garage. Dann sollten Sie aber darauf achten, dass die Erde im Kübel nicht austrocknet.

Wichtig: In einer frostfreien Phase sollten Sie Ihre Stauden in den eingemummten Pflanzgefäßen schonend wässern.

Krankheiten und Schädlinge erkennen und bekämpfen

Meist sind Pflegefehler Ursachen von Krankheiten an der Pflanze. So kommt es hin und wieder vor, dass Taglilien im Kübel von Wurzelfäule befallen werden. Handeln Sie schon vorher und gießen das Gewächs nur mäßig. Tritt die Krankheit auf, entfernen Sie die befallen Wurzelteile und wechseln Sie das Substrat.

Ein gefräßiger Schädling hat es ab und zu doch auf die Blütenstaude abgesehen. Es ist die Taglilien-Gallmücke. Sie legt ihre Eier in die Blütenknospen ab. Die Larven fressen sich dann durch das zarte Pflanzengewebe, verformen und zerstören so die Knospe wie auch die erwünschte Blüte. Entfernen Sie sofort befallene Knospen und entsorgen diese im Hausmüll.

Zusammenfassung:

Die Taglilie ist mit ihren Blüten eine dekorative Staude im Garten. Ihre essbaren Blüten werden auch in der Küche verwendet. Sowohl im Gartenbeet als auch im Kübel liebt es die Blühpflanze sonnig. Sie gedeiht auf einen lockeren und durchlässigen Boden.

Gießen sollten Sie die Taglilie regelmäßig während ihrer Entwicklungsphase. Sie dankt es Ihnen mit kräftigen Blüten. Ansonsten ist sie genügsam und kommt mit witterungsbedingten Niederschlägen aus. Zur kalten Jahreszeit brauchen Kübelpflanzen einen Winterschutz.


Foto1: © ArtCookStudio - Fotolia.com, Foto2: © Andrea Geiss - Fotolia.com

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