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Tamariske – Pflanzen, pflegen und schneiden

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Wer sich südländisches Flair in den Garten holen möchte, ist mit der Tamariske bestens beraten. Sie sieht nicht nur gut aus, sie ist zudem noch pflegeleicht.

Blühende Tamariske
© skymoon13 – Fotolia.com

In den Gärten führen Pflanzen, Sträucher und Bäume jedes Jahr im Frühjahr ein großes Naturschauspiel mit ihren Blüten auf. Jede einzelne Gattung spielt in diesem Blütenspektakel seine eigene unverkennbare Rolle. Einen besonderen Charakter nimmt dabei die Tamariske (Tamarix) ein. Sie verleiht mit ihren fedrigen Blütenständen, an denen filigran rosafarbene Blüten sitzen, dem Strauch ein südländischen Flair. Hierbei handelt es sich hauptsächlich um Frühjahrstamarisken. Im Vergleich zu diesen gibt es auch im Sommer blühende Tamarisken, deren Blüten je nach Art weiß- bis weißrosafarbend sind.

Tamarisken allgemein porträtiert

Die Heimat der Tamarisken liegt im Mittelmeerraum, Vorderasien und Afrika. Abhängig von den einzelnen Gattungen können die geschwungenen Sträucher Wuchshöhen von 2 bis 10 Meter erreichen. Unterschiedlich fällt auch die Blütenfarbe aus. Während die Blütenstände der Frühjahrstamarisken (Tamarix parviflora) und die vieler Arten der Sommertamarisken (Tamarix ramosissima) rosa- bis rosarot erstrahlen, zeigt beispielsweise die Sommertamariske (Tamarix africana) einen weißen bis weißrosafarbenen Blütenflor. Ihre grünen Blätter sind fein und schuppenförmig und nehmen im Herbst eine leuchtend gelbe Farbe an.

Der richtige Standort für Tamarisken

Wählen Sie für Ihre Tamariske möglichst einen sonnigen Standort aus. Ein halbschattiger Platz mit einer Sonnendauer von bis zu 4 Stunden ist auch möglich. Je mehr Sonnenlicht die Pflanze abbekommt, desto üppiger fällt der Blütenflor aus. Stauende Hitze im Sommer verträgt der Strauch jedoch nicht so gut.

Was die Bodenverhältnisse betrifft, so können Sie bedenkenlos sein. Tamarisken gedeihen auf fast jedem Gartenboden. Schwere Böden sollten Sie allerdings mit reichlich Sand aufarbeiten, damit diese wasserdurchlässig werden. Das Erdreich kann sowohl schwachsauer als auch kalkhaltig sein. Selbst nährstoffarme Böden sind kein Problem.

So pflanzen Sie Tamarisken richtig

Tamarisken pflanzen Sie am besten im Frühjahr oder Herbst. Besonders prachtvoll kommen sie dabei als Solitärpflanzen daher. Beim Pflanzen müssen Sie aber einiges beachten:

Die Sträucher sind Tiefwurzler, daher sollten Sie darauf achten, dass Sie die Pflanzstelle möglichst tief auflockern. So kann sich die Pflanze gut ausbreiten. Denken Sie zudem daran, einen Abstand zu Nachbarpflanzen einzuplanen. Dieser sollte die Hälfte der zu erwartenden Wuchsbreite betragen. Informationen zur Wuchsbreite finden Sie auch auf dem Pflanzenetikett beim Kauf Ihrer Tamariske.

Haben Sie an alles gedacht, dann können Sie mit dem Pflanzen beginnen. Heben Sie das Pflanzloch dazu in doppelter Größe des Wurzelballens aus. Vor dem Einpflanzen stellen Sie jedoch den Wurzelballen ins Wasser, damit er sich vollsaugen kann. Beim Pflanzen sollten Sie dann behutsam mit dem jungen Strauch umgehen. Die Wurzeln dürfen nicht verletzt werden, denn das vertragen Tamarisken nicht. Nun füllen Sie das Pflanzloch mit durchlässiger Erde auf und gießen Ihre Pflanze kräftig an.

In den darauf folgenden Wochen und Monaten müssen Sie den jungen Strauch regelmäßig wässern. Erst wenn die Pflanze angewachsen ist, brauchen Sie diese nicht mehr zusätzlich gießen.

So werden Tamarisken richtig gepflegt

Tamariske
© laperladilabuan – Fotolia.com

Gießen & Düngen:

Tamarisken gelten als trockenresistent. Sie werden daher nur bei längeren Trocken- und Hitzeperioden unten an der Pflanzenbasis gewässert. Gießen Sie dann aber nur am frühen Morgen. Düngen ist hingegen nicht erforderlich.

Rückschnitt:

Scheiden Sie Tamarisken direkt nach der Blüte, so vermeiden Sie, dass die Pflanze vergreist und unansehnlich wird. Von einem Radikalschnitt ist jedoch abzuraten, da sich der Strauch davon nur schwer erholt. Außerdem blühen Tamarisken ausschließlich an altem Holz. Beachten Sie beim Rückschnitt am besten einfach die nachfolgenden Hinweise:

Lichten Sie aus Ihrem Strauch lediglich abgestorbenes Holz und verkümmerte Triebe aus. Schwächere und abgeblüte Triebe können Sie auf einen kräftigen Seitentrieb einkürzen. Um bei Jungpflanzen einen guten Aufbau zu erreichen, schneiden Sie sämtliche Triebe um die Hälfte zurück.

Wenn Sie Ihre Tamariske zu einen kleinen Baum erziehen wollen, dann ästen Sie den Strauch zwischen Oktober und März aus. Sägen Sie dazu zunächst die niedrigsten Seitenäste ab. Achten Sie aber darauf, dass der Astkragen, die dickste Basis des Astes, also der Übergang vom Stamm zum Ast, nicht beschädigt wird. Vermeiden Sie aber möglichst Aststummel.

Zusammenfassung:

Tamarisken sind beliebt unter Hobbygärtner. Mit ihrem südlich anmutenden Charme sind diese Pflanzen ein besonderer Blickfang. Sie mögen einen sonnigen Standort. Ihre Ansprüche an den Boden sind genügsam. Nur wasserdurchlässig muss er sein. Jungpflanzen sind in den ersten Wochen und Monaten regelmäßig zu gießen, später nur noch bei langanhaltender Trockenheit. Gedüngt wird nicht. Gleich nach der Blüte werden Tamarisken geschnitten.


Foto1: © skymoon13 - Fotolia.com, Foto2: © laperladilabuan - Fotolia.com

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