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Winterharte Chrysanthemen – Das sollten Sie wissen

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Leider sind längst nicht alle Chrysantemen winterhart. Schon allein bei den Sorten gibt es große Unterschiede. Wir sagen Ihnen welche Chrysanthemen wirklich winterhart sind und welche nicht.

Winterharte Chrysanthemen - Das sollten Sie wissen
Topf-Chrysanthemen sind nicht winterhart

Grundsätzlich sind Chrysanthemen mehrjährige Pflanzen und somit winterhart. Durch verschiedene Züchtungen und Kreuzungen sind jedoch auch zahlreiche Sorten auf dem Markt, die nur einjährig und nicht winterhart sind. Frostbeständige Chrysanthemen sind im Handel gekennzeichnet. Auf den ersten Blick erkennen Sie winterharte Exemplare, wenn es sich um Garten-Chrysanthemen handelt. Einjährige Topf-Chrysanthemen können Sie unter Umständen überwintern und im nächsten Jahr nochmals zur Blüte bringen.

Immer winterhart: Garten-Chrysanthemen

Die widerstandsfähigen Garten- oder Herbst-Chrysanthemen treten in vielen Erscheinungsformen auf. Die üppig blühende Pflanze kann kleine oder große Blüten haben, die Farbenpracht des Korbblütlers ist ebenfalls vielfältig. Die Hauptblütezeit ist vom Spätsommer bis zum eintretenden Frost. Garten-Chrysanthemen wachsen als Staudenpflanze im Beet oder Kübel.

So kommen Chrysanthemen durch die kalte Jahreszeit im Garten

1 Damit die Chrysantheme tatsächlich winterhart wird, muss sie ins Freie gepflanzt werden. Die Pflanzzeit ist im Mai – nur dann erhalten die Wurzeln die Chance, sich richtig zu verankern und den Winter zu überstehen.

2 Für die Überwinterung im Freien ist außerdem der Standort wichtig: Ein windgeschützter und trockener Platz hilft der Pflanze über die kalte Jahreszeit. Schneiden Sie verblühte Herbst-Chrysanthemen nicht zurück. Die Blütenstängel schützen die Pflanze von oben vor Kälte. Den unteren Bereich decken Sie mit einer Laub- oder Reisigschicht ab.

3 Im Frühjahr kürzen Sie die Pflanzenstängel vor dem ersten Austrieb bis eine Handbreit über dem Boden. Damit erhält die Chrysantheme genug Kraft, um in die warme Jahreszeit zu starten. Für eine dichte Blütenpracht brauchen Chrysanthemen reichlich Wasser direkt in den Wurzelballen – auch bei Regen, denn die dichten Blätter halten das Regenwasser oft ab.

4 Wenn Sie ganz sicher gehen möchten, nehmen Sie im Herbst einige Stecklinge ab. Daraus lassen sich leicht neue Pflanzen ziehen. Sollte die Chrysantheme den Winter nicht überstehen, gibt es so wenigstens „Nachwuchs“.

Nicht winterhart: Topf-Chrysanthemen

Die sogenannten Topf-Chrysanthemen sind in der Regel einjährig und überstehen den Winter nicht. Sie können aber versuchen, diese Chrysanthemen zu überwintern. Schneiden Sie die Pflanze nach dem Blühen sehr kurz zurück und stellen Sie den Topf oder Kübel an einen kühlen, hellen Ort. Im Winterquartier braucht die Chrysantheme Wasser – mäßig, aber dafür regelmäßig. Mit etwas Glück beginnt sie im Frühjahr neu auszutreiben.

Bekannte Chrysanthemenarten – frostfest und winterhart

Bei der Fülle an Chrysanthemen fällt die Wahl schwer! Nicht nur das Angebot ist riesig, winterharte Chrysanthemen unterscheiden sich auch in der Blütezeit und -dauer. Damit Sie im Herbst möglichst lange Zeit viel Freude an der bunten Pracht haben, können Sie verschiedene Garten-Chrysanthemen kombinieren.

Ab Ende August blühen „Goldmarianne“ und „Kleiner Bernstein“ in Gelb und Gelbbraun. „Mei-Kyo“ zeigt Blüten in Violett-Rosa.

Die Sorten „Fellbacher Wein“ in leuchtendem Rot und „Tante Heti“ in strahlendem Gelb öffnen ab September ihre Knospen.

Spätblühende Sorten wie „Vrenli“ mit kupferroten Blüten und „Nebelrose“ in Silberrosa haben ihre Blütezeit im November.

Fünf Tipps für winterharte Chrysanthemen

  • Beim Kauf auf die Kennzeichnung achten
  • Im Frühsommer ins Freie pflanzen
  • Auf einen windgeschützten und trockenen Standort achten
  • Vor dem Winter mit Laub oder Reisig abdecken
  • Erst im Frühjahr zurückschneiden

Foto1: © onepony - Fotolia.com

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