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Zebragras pflegen: Tipps zum Gießen, Düngen und Schneiden

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Das Zebragras mit seinen gestreiften Halmen erfreut sich in unseren Gärten großer Beliebtheit. Mit der passenden Pflege werden Sie lange Freude daran haben.

Zebragras pflegen
© hcast / stock.adobe.com

Suchen Sie nach einer pflegeleichten wie dekorativen Anfängerpflanze, ist das Zebragras (Miscanthus sinensis ‘Zebrinus’) eine gute Wahl. Das Süßgras aus Asien wächst und gedeiht üppig, im Beet wie im Kübel. Die charakteristische Zeichnung der Halme erinnert an Zebrastreifen und verhalf dem Chinaschilf zu seinem Namen. Ganz gleich, ob das Zebragras zukünftig am Teichrand von sich reden machen soll, die Staudenrabatte aufwerten darf, eine Alleinstellung an einem sonnigen Gartenplatz bekommt oder im Kübel die Terrasse ziert – Sie werden viel Freude an diesem hübschen Ziergras haben. Dafür sollten Sie allerdings die nachfolgenden Pflegehinweise beherzigen.

Zebragras richtig gießen

Eine regelmäßige Bewässerung ist für das Zebragras wichtig. Dabei sollten Sie aber etwas Fingerspitzengefühl beweisen, denn der Boden darf weder austrocknen, noch zu feucht erscheinen. Die Erde sollte sich aber eher feucht anfühlen und darf keinesfalls über einen längeren Zeitraum komplett austrocknen. Ist der Boden nicht durchlässig genug, führt dauerhaft feuchtes Substrat schnell zu Staunässe. Besonders gefährdet sind dabei Pflanzen, die im Kübel kultiviert werden.

Tipp: Bei Kübelpflanzen erhöht eine Drainage im Gefäßboden die Durchlässigkeit des Bodens.

Ist die Oberfläche leicht angetrocknet, ist die nächste Wassergabe notwendig. An heißen Tagen kann sich ein mehrmaliges Gießen notwendig machen. Gießen Sie bevorzugt am Morgen und in den Abendstunden, da dann die Flüssigkeit besser aufgenommen werden kann und nicht zum Großteil verdunstet, ohne die Pflanze wirklich zu erreichen. Gießen Sie Kübelpflanzen, sollte das Wasser aus dem Untersetzer nach spätestens einer Viertelstunde entfernt werden. Steht das Wasser zu lange im Topf, kann dies zu Staunässe führen und die Wurzeln des Zebragrases angreifen.

Tipp: Gießen Sie das Zebragras nicht von oben. Dadurch gelangt weniger Wasser bis an die Wurzeln und die feuchten Halme bieten Pilzen und Schädlingen eine Eintrittspforte.

Zebragras richtig gießen in Stichworten:
• regelmäßig bewässern
• Substrat darf nicht austrocknen
• Staunässe vermeiden
• Pflanze nicht von oben gießen

Zebragras richtig düngen

Besonders unmittelbar nach der Pflanzung benötigt das Süßgras zahlreiche Nährstoffe. Sie sollten daher das Substrat bereits bei der Pflanzung entsprechend aufwerten und durch die Zugabe von Kompost oder Hornspänen nährstoffreicher gestalten.

Tipp: Wird bei der Pflanzung ausreichend natürlicher Dünger zugegeben, muss im ersten Standjahr nicht zusätzlich gedüngt werden.

Im zweiten Standjahr kann dann der Boden im Frühling wieder mit Kompost und Hornspänen versehen werden. Organische Düngergaben während der Wachstumsperiode fördern Wuchskraft und Blühfreude. Dies betrifft besonders Kübelpflanzen, welche ein entsprechend niedrigeres Nährstoffangebot vorfinden, als das Zebragras im Freiland. Düngen Sie daher regelmäßig alle vier Wochen.

Zebragras richtig düngen in Stichworten
• bei der Pflanzung Kompost und Hornspäne zugeben und jährlich auffrischen
• während der Sommermonate monatlich mit organischem Dünger versorgen

Zebragras schneiden – was sollte beachtet werden?

Zebragras schneiden
Warten Sie mit dem Rückschnitt bis nach dem Winter – © dima_pics / stock.adobe.com

Zebragras sollte einmal jährlich zurückgeschnitten werden. Mit diesen Schnittmaßnahmen sorgen Sie für ein hübsches Erscheinungsbild des Ziergrases und helfen auch der Pflanze selbst, dichter und kompakter zu wachsen.

Häufig werden allgemein im Herbst Schnittmaßnahmen durchgeführt. Beim Zebragras wird allerdings empfohlen, das Laub über den Winter an der Pflanze zu belassen. Damit ist das Ziergras gut vor Nässe und Kälte geschützt. Außerdem ist das Laub eine bizarre Zierde im eher tristen winterlichen Garten.

Schneiden Sie das Zebragras im zeitigen Frühjahr zurück. Dabei sollten Sie nicht zulange warten, denn der Austrieb sollte noch nicht begonnen haben.

Tipp: Wird das Zebragras im Frühling zu spät zurückgeschnitten, können die frischen Triebe verletzt werden.

Zeigt sich erstes frisches Grün, ist es an der Zeit, die alten Halme zu entfernen. Schneiden Sie großzügig zurück. Dabei können Sie sich die Arbeit erleichtern, indem Sie die alten Halme im oberen Bereich mit einer Schnur fixieren. Schneiden Sie die Halme etwa eine Handbreit über den Erdboden ab und achten dabei auf einen möglichst geraden Schnitt.

Tipp: Werden die Halme vor dem Rückschnitt im oberen Bereich zusammengebunden, lassen sich die Abschnitte viel leichter entsorgen.

Die Voraussetzung dafür, eine gerade Schnittkante zu erzeugen, sind scharfe Schneidwerkzeuge.

Warum sollte Zebragras erst im Frühling zurückgeschnitten werden?

Zebragras ist zwar winterhart, dennoch sollten Sie die Halme an der Pflanze belassen. Denn diese bieten einen guten Schutz vor Kahlfrösten, welche auch winterharten Pflanzen zusetzen können. Die Grashalme verhindern das Eindringen von Frost und Kälte und einer möglichen Schädigung des Wurzelbereiches. Zebragras ist im Winter nicht nur eine hübsche Zierde im Garten, sondern dient auch zahlreichen Tieren als willkommener Unterschlupf.

Ist Zebragras von Krankheiten und Schädlingen betroffen?

Die Pflanze ist ausgesprochen robust und von keinen spezifischen Krankheiten oder Schädlingen betroffen. Es kann jedoch vorkommen, dass die Halme hin und wieder einmal angeknabbert werden, in der Regel lassen die Schädlinge aber wieder von der Pflanze ab und schädigen sie nicht nachhaltig.

Damit das Zebragras üppig wächst und seine dekorative Ausstrahlung behält, sollten Pflegefehler vermieden werden. Kommt es zu Verfärbungen der Halme während des Sommers, steht die Pflanze zu trocken oder der Boden ist zu karg. Hier kann es helfen, das Ziergras häufiger zu gießen und den Boden mit einer Gabe reifen Kompost aufzuwerten.

Tipp: Kommt es im Herbst zur Braunfärbung des Zebragrases, ist dies vollkommen normal. Greifen Sie dennoch nicht zur Schere, wir haben bereits darauf hingewiesen, dass die Pflanze im Frühling beschnitten werden sollte.

Sie haben sich das Zebragras auf Grund seiner attraktiven Färbung angeschafft und plötzlich müssen Sie feststellen, dass die dekorativen weißen oder gelben Streifen verschwunden sind? Dann haben Sie sich für einen falschen Standort entschieden. Ein sonniger Standort ist Vorraussetzung für einen üppigen Wuchs und eine attraktive Blattzeichnung.

Zebragras überwintern – was ist zu beachten?

In seiner natürlichen Heimat wächst das Zebragras bis in Höhenlagen von beinahe 2.000 Metern. Das Ziergras ist im Allgemeinen robust genug, den Winter in unseren Breiten unbeschadet zu überstehen. Von einer Winterhärte bis -20 Grad kann ausgegangen werden. Belassen Sie in jedem Fall die Halme über den Winter an der Pflanze. Herrschen starke Fröste, können Sie die Halme im oberen Bereich fixieren, dann entsteht ein schützendes „Zeltdach“.

Kübelpflanzen sind weniger robust als im Freiland angepflanztes Zebragras. Kübelpflanzen brauchen einen Winterschutz, damit Frost und Kälte nicht die Wurzeln angreifen. Stellen Sie den Kübel daher an einen geschützten und möglichst überdachten Platz, zum Beispiel an eine Hauswand. Binden Sie die Halme zusammen und umwickeln den Kübel zusätzlich mit Gartenvlies:

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Tipp: Stellen Sie den Pflanzkübel auf eine Unterlage aus Holz oder Styropor, so ist der Kübel weniger angreifbar für Frost.

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