Frittierte Lebensmittel sind nicht unbedingt gesund, aber sehr lecker. Besonders köstlich sind beispielsweise frittierte Zwiebeln. Rezept und Zubereitung, erfahren Sie hier.

Wer Zwiebeln im eigenen Garten anbaut, steht nach der Ernte oft vor einer ganzen Kiste voller Knollen. Ein Teil wandert ins Lager, doch Zwiebeln sind viel zu schade, um dort nur auf ihren nächsten Einsatz in Suppe oder Soße zu warten. Besonders köstlich werden sie, wenn aus den würzigen Knollen goldbraune, herrlich knusprige Zwiebelringe entstehen.

Frittierte Zwiebeln selber machen

Frittierte Zwiebeln lassen sich auf unterschiedliche Weise zubereiten. Knusprige Röstzwiebelringe wurden sehr dünn geschnitten, leicht mit Mehl bestäubt und anschließend frittiert. Die typischen amerikanischen Onion Rings sind dagegen deutlich dicker, und mit einem Backteig umhüllt. Folgende Küchenutensilien brauchen Sie für die Rezepte:

  • Scharfes Messer
  • Schneidebrett
  • Schüssel
  • Fritteuse oder großer Topf
  • Siebkelle/Schaumkelle
  • Küchenpapier
  • Eventuell Küchenthermometer

💡 Vorsicht!
Beim Frittieren im Topf das heiße Öl niemals unbeaufsichtigt lassen und den Topf höchstens bis zur Hälfte füllen. Ein passender Deckel sollte griffbereit liegen. Gerät das Öl in Brand, den Herd ausschalten, sofern dies gefahrlos möglich ist, und den Topf mit dem Deckel abdecken. Brennendes Fett niemals mit Wasser löschen und den Topf nicht vom Herd tragen.

Grundrezept frittierte Zwiebeln

Für knusprige Röstzwiebelringe werden die Zwiebeln sehr dünn geschnitten, leicht mit Mehl bestäubt und anschließend frittiert. Dadurch werden sie fein und knusprig und sie eignen sich etwa als Topping für Burger, Hotdogs, Bratwurst und Käsespätzle, oder als delikate Alternative zu Kartoffelchips.

Frittierte Zwiebeln selber machen
Frittierte Zwiebeln schmecken süßlich, würzig. | © myviewpoint / stock.adobe.com

Zutaten für 4 Personen

  • 4 mittelgroße Zwiebeln (etwa gelbe Speisezwiebeln)
  • Etwa 2 EL Mehl der Type 405
  • 500 bis 750 ml raffiniertes Sonnenblumen- oder Rapsöl
  • Salz

Anleitung Schritt für Schritt

Schritt 1: Zwiebeln vorbereiten

Zunächst die Zwiebeln schälen und mit einem scharfen Messer in etwa 2 bis 3 mm dünne Ringe schneiden. Anschließend die einzelnen Zwiebelringe vorsichtig voneinander lösen und mit Küchenpapier trocken tupfen. Je gleichmäßiger die Ringe geschnitten sind, desto gleichmäßiger backen sie später aus und werden schön knusprig.

Schritt 2: Zwiebelringe mehlieren

Das Mehl in eine Schüssel geben und die Zwiebelringe darin gründlich wenden. Danach überschüssiges Mehl vorsichtig abschütteln. Eine dünne Mehlschicht reicht aus und sorgt beim Frittieren für eine knusprige Oberfläche.

Schritt 3: Zwiebeln frittieren

Das Öl in einer Fritteuse oder einem ausreichend hohen Topf auf etwa 170 °C erhitzen. Bei der Verwendung eines Topfes sollte dieser höchstens bis zur Hälfte mit Öl gefüllt sein.

Die Zwiebelringe portionsweise in das heiße Öl geben. Werden zu viele auf einmal frittiert, sinkt die Temperatur des Öls und die Ringe kleben leichter zusammen. Während des Frittierens die Zwiebeln gelegentlich mit einer Siebkelle vorsichtig voneinander lösen.

Etwa 2 bis 4 Minuten frittieren, bis die Zwiebelringe goldgelb bis goldbraun und knusprig sind. Gegen Ende werden sie schnell dunkler, deshalb sollten sie rechtzeitig aus dem Fett genommen werden.

Schritt 4: Abtropfen lassen und würzen

Die fertigen Zwiebelringe mit einer Schaumkelle aus dem heißen Öl heben und auf Küchenpapier abtropfen lassen. Anschließend mit etwas Salz würzen. Am knusprigsten schmecken die frittierten Zwiebeln frisch zubereitet.

Tipp: Frittierte Zwiebeln aus der Heißluftfritteuse

Zwiebeln lassen sich auch mit weniger Öl in der Heißluftfritteuse zubereiten.
1. Dafür die 4 Zwiebeln wie im Grundrezept in dünne Ringe schneiden und in einer Schüssel mit 2 EL Weizenmehl, 2 EL raffiniertem Rapsöl und 1 TL Salz gründlich vermengen.
2. Die Zwiebelringe in den Korb der Heißluftfritteuse geben und im Air-Fry- oder Heißluftmodus bei 160 °C etwa 20 Minuten garen.
3. Nach der Hälfte der Garzeit gut durchschütteln. Gegen Ende häufiger kontrollieren, damit die dünnen Zwiebelringe nicht zu dunkel werden.
Je nach Modell, Größe des Garraums und Menge der Zwiebeln können Garzeit und Temperatur etwas abweichen.

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Rezept Amerikanische Onion Rings

Anders als dünne Röstzwiebeln werden klassische Onion Rings aus dicken Zwiebelringen zubereitet. Sie bekommen eine knusprige Teighülle und bleiben innen weich. Am besten schmecken sie frisch aus dem Fett als Snack oder Beilage wie Pommes zu Burgern, Sandwiches oder Grillgerichten. Dazu passen Ketchup, Barbecuesoße oder ein würziger Dip.

Zwiebeln frittieren
Onion Rings werden wie Pommes gesnackt. | © Nelea Reazanteva / stock.adobe.com

Zutaten für etwa 4 Portionen

  • 2 große Gemüsezwiebeln, insgesamt etwa 500 g
  • 150 g Weizenmehl Type 405
  • 50 g Speisestärke
  • 1 TL Backpulver
  • 1 TL Salz
  • etwa 200 ml sehr kaltes Mineralwasser mit Kohlensäure
  • zusätzlich etwa 30 g Weizenmehl zum Wenden
  • etwa 1 Liter raffiniertes Rapsöl oder Sonnenblumenöl zum Frittieren, je nach Größe des Topfes

Schritt für Schritt Anleitung

Schritt 1: Zwiebeln vorbereiten

Die Gemüsezwiebeln schälen und quer in etwa 1 cm dicke Scheiben schneiden. Anschließend vorsichtig in einzelne Ringe teilen. Die Zwiebelringe mit Küchenpapier trocken tupfen. Danach in den 30 g Mehl wenden und überschüssiges Mehl sorgfältig abschütteln. Die dünne Mehlschicht hilft dabei, dass der Backteig besser an den Zwiebeln haftet.

💡 Tipp:
Sehr kleine Ringe aus der Zwiebelmitte können für Salat oder ein anderes Gericht verwendet werden.

Schritt 2: Backteig zubereiten

150 g Mehl, Speisestärke, Backpulver und Salz in einer Schüssel vermischen. Das eiskalte Mineralwasser nach und nach dazugeben und alles nur kurz verrühren. Der Backteig sollte dickflüssig sein und die Zwiebelringe vollständig überziehen, ohne in einer zu dicken Schicht daran haften zu bleiben.

Den Teig nicht länger als nötig rühren. Kleine Klümpchen dürfen zurückbleiben. Zu starkes Rühren fördert die Glutenbildung und macht eine solche Teighülle eher zäh als locker und knusprig.

Schritt 3: Onion Rings frittieren

Das Öl in der Fritteuse oder in einem ausreichend hohen, schweren Topf auf etwa 180 °C erhitzen.

Die Zwiebelringe einzeln durch den Backteig ziehen, sodass sie rundherum bedeckt sind. Kurz über der Schüssel abtropfen lassen und anschließend vorsichtig in das heiße Öl geben.

Immer nur wenige Onion Rings gleichzeitig frittieren. So kleben sie nicht zusammen und die Öltemperatur sinkt nicht zu stark ab. Die Zwiebelringe etwa 2 bis 3 Minuten frittieren und dabei einmal wenden, bis die Teighülle rundherum goldbraun und knusprig ist.

Schritt 4: Abtropfen und servieren

Die fertigen Onion Rings mit einer Siebkelle aus dem Öl heben und auf Küchenpapier abtropfen lassen. Noch heiß leicht salzen und möglichst sofort servieren. Frisch frittiert ist die Teighülle am knusprigsten.

Ringo von Gartentipps.com

Ringo ist Gründer und Chef-Redakteur von Gartentipps.com. Hat auf dem Dorf (bei Oma) zwischen Stachelbeeren, Kirschbaum und Hühnerhof seine Leidenschaft fürs Gärtnern entdeckt.

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