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Rhododendron – Pflanzen, Pflege und Arten

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Er gehört zu den beliebtesten Pflanzen überhaupt und ist in fast jedem Garten zu finden. Kein Wunder, den Rhododendren sind wunderschön und total pflegeleicht.

Rhododendron
© mr_coffee – Fotolia.com

Die Rhododendren bilden eine Gattung in der Familie der Heidekrautgewächse (Ericaceae) und sind überwiegend in Asien und teilweise in Nordamerika heimisch. Sie zählen in Europa zu den beliebtesten Zier- und Gartenpflanzen und wachsen meist als Büsche, seltener als kleine Bäume und in Ausnahmefällen auch als große Bäume. Zur Gattung gehören mehr als 1000 Arten, die unzählige natürliche und kultivierte Sorten umfassen. Sehr viele dieser Sorten sind Hybride.

Blüten, Blätter und Wuchs

Rhododendren bilden trompeten-, glocken- oder schalenförmige Einzelblüten die sich im Frühjahr bis Sommer in ausladenden Blütentrauben öffnen. Je nach Art und Sorte können die Blüten weiß, rosa, violett oder auch gelb sein. Die Blätter sind hingegen elliptisch bis länglich und wachsen strahlenförmig um die Äste des Rhododendrons. Sie sind kräftig und von dunkelgrüner Farbe. Das Laub der meisten Rhododendren ist zudem immergrün, einige wenige Arten werfen die Blätter im Herbst aber ab.

Die kleinsten Rhododendren werden nur etwa zehn Zentimeter hoch. Die größten Arten können hingegen eine Höhe von mehr als 20 Metern erreichen! Typisch für Gärten und Parkanlagen in Deutschland sind jedoch nicht diese Extreme, sondern die mittelgroßen, kompakt und oft kugelig wachsenden Rhododendren.

Beliebte Rhododendronarten im Überblick

❒ Großblumige Hybride:

Die großblumigen Hybride bilden die zahlenreichste Gruppe innerhalb der Rhododendren. Sie wachsen als kompakte Büsche, werden zwischen zwei und fünf Meter hoch und haben bis zu 20 Zentimeter lange Blätter. Die eindrucksvollen Blütentrauben bestehen aus bis zu 20 einzelnen Blüten, die je nach Art zwischen März und Juli ihre volle Pracht entfalten.

Großblumige Hybride lassen sich hervorragen als Solitär- oder Gruppengehölze und teilweise als Hecken einsetzen. Bekannte Beispiele sind ‚Cunningham’s White‘, ‚Catawbiense Grandiflorum‘ und ‚Furnivall’s Daughter‘.

❒ Kleinblumige Hybride:

Diese Hybride haben (häufig aber nicht immer) kleinere Blüten als die großblumigen Hybride. Sehr beliebt sind die Zwergformen mit maximal einem Meter Wuchshöhe, die sich auch sehr gut für die Kübelbepflanzung eignen. Zu diesen Zwergsorten zählen die kleinblumigen Hybride ‚Curlew‘, ‚Moerheimii‘ und ‚Gristede‘.

❒ Sommergrüne Azaleen:

Die sommergrünen Azaleen bilden eine kleine Gruppe innerhalb der mehrheitlich immergrünen Rhododendren. Die Sorten wurden meist aus britischen Arten gezüchtet. Bekannte Beispiele sind ‚Berryrose‘, ‚Gibraltar‘, ‚Lady Rosenberg‘ und ‚Royal Command“.

Standort und Boden

Rhododendron-Arten
© Debu55y – Fotolia.com

Rhododendren lieben halb- oder wechselschattige Standorte. Optisch wie ökologisch harmonieren die flachwurzelnden Pflanzen sehr gut mit tiefwurzelnden Bäumen wie Ebereschen oder Eichen, die zugleich den notwendigen Schatten bereitstellen. Allerdings darf das Blattwerk dem Rhododendron im Sommer nicht alles Licht nehmen.

Der Boden sollte am Standort wasser- und luftdurchlässig, locker sowie recht sauer sein. Ein pH-Wert zwischen 4 und 5 ist ideal. Darüber hinaus ist ein hoher Humusgehalt vorteilhaft für ein gesundes Wachstum. Wie Sie einen Rhododendron richtig pflanzen, erfahren Sie hier.

Wichtig:
Bei langanhaltender Trockenheit müssen Sie darauf achten, dass Sie den Boden gleichmäßig feucht halten. Durch häufiges und langsames Gießen lässt sich dieses Ziel weit besser erreichen als durch die seltene und hastige Versorgung mit großen Wassermengen. Weitere Pflegetipps für Rhododendren erhalten Sie hier.


Foto1: © mr_coffee - Fotolia.com, Foto2: © Debu55y - Fotolia.com

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