Wünschen Sie sich beim Rhododendron in jedem Jahr eine üppige Blütenpracht und saftig grüne Blätter, können Sie mit regelmäßigen Düngergaben dazu beitragen.

Rhododendron düngen
Einmal im Jahr sollte Rhododendron gedüngt werden – © ronstik / stock.adobe.com

Die Sträucher benötigen viele Nährstoffe und reagieren auf einen Nährstoffmangel empfindlich mit gelben Blättern. Möchten Sie sich an den sattgrünen Blättern und an Blüten mit wunderschönen Farben erfreuen, sollten Sie daher regelmäßige Düngergaben nicht vergessen. Neben Zeitpunkt und Dosierung kommt es allerdings auch auf den richtigen Dünger an. Welcher sich am besten eignet und wann gedüngt werden sollte, erkläre ich nachfolgend etwas genauer.

📅 Der richtige Zeitpunkt für die Düngung

Einmal im Jahr sollte Ihr Rhododendron eine Hauptdüngung erhalten. Der richtige Zeitpunkt dafür ist das späte Frühjahr, vor der Blüte. Je nach Sorte düngen Sie zwischen April und Mitte Mai.

Mit einer Nachdüngung sorgen Sie für üppiges Wachstum. Für die Gesundheit der Pflanzen ist sie jedoch nicht essenziell. Aber bei ungünstigen Standortbedingungen oder nach einem regenreichen Frühjahr ist sie sinnvoll, da dann der Boden stark ausgelaugt ist und Nährstoffe ausgewaschen wurden. Eine Nachdüngung mit der halben Düngermenge kann noch im Frühsommer erfolgen. Von Juni bis Mitte Juli ist die richtige Zeit dafür. Später sollten Sie nicht mehr düngen, da dann die Frosthärte der Pflanze gefährdet ist.

🌱 Richtige Düngung von Jungpflanzen

Den richtigen Zeitpunkt für die Düngergabe sollten Sie auch bei Jungpflanzen beachten. Rhododendron pflanzen Sie am besten im Frühjahr, zwischen Ende April und Anfang Mai. Da Ihre Jungpflanzen gut anwurzeln sollten, düngen Sie zwei bis drei Wochen nach der Pflanzung.

In gemäßigten, milden Regionen können Sie Rhododendron auch im Herbst pflanzen. In kälteren Regionen ist das nicht zu empfehlen, da die Gefahr von Winterschäden besteht. Haben Sie im Herbst gepflanzt, warten Sie mit der ersten Düngung bis zum Frühjahr.

👉🏻 Die richtige Dosis Dünger

Für Jungpflanzen mit einer Höhe von 30 bis 60 Zentimetern liegt die richtige Dosis eines Langzeitdüngers bei 40 bis 60 Gramm pro Quadratmeter. Für eine bessere Nährstoffversorgung mischen Sie zusätzlich pro Quadratmeter 30 Gramm Hornspäne bei.

Sind die Pflanzen gut eingewachsen und haben sie eine Höhe von 70 bis 120 Zentimetern erreicht, sollten Sie bei der Hauptdüngung im äußeren Drittel des Kronenbereichs 90 Gramm Vorratsdünger auf dem Boden verteilen. Zusätzlich arbeiten Sie 50 bis 70 Gramm Hornspäne in den Boden ein. Ältere Pflanzen vertragen 120 Gramm Vorratsdünger und zusätzlich 50 bis 70 Gramm Hornspäne.

Bei der Nachdüngung verwenden Sie immer nur die Hälfte Dünger. Die Düngerempfehlung gilt dabei vor allem für großblättrige Arten. Bei kleinblättrigen Arten reduzieren Sie die Düngermenge nochmals um die Hälfte.

❔ Welche Dünger eignen sich?

▪ Organischer Dünger:

Auf keinen Fall sollten Sie kalkhaltigen Dünger für Rhododendron verwenden, da er sauren Boden bevorzugt und auf Kalk empfindlich reagiert. Der pH-Wert des Bodens sollte für Rhododendron bei 5 bis 6 liegen. Ein organischer Langzeitdünger eignet sich deshalb am besten, da er die Pflanzen langfristig mit allen wichtigen Nährstoffen versorgt. Denn Rhododendron benötigt für ein gesundes Wachstum Stickstoff, Eisen und Magnesium. All diese Nährstoffe liefert z.B. ein organischer Dünger, der zu gleichen Teilen aus Horngrieß, Hornspänen und einem Volldünger besteht. Ein solcher Dünger liefert alle wichtigen Nährstoffe und gibt sie langsam an die Pflanzen ab. Dabei besteht nicht die Gefahr einer Überdüngung.

Alternativ zu einem solchen Dünger können Sie einen Langzeitdünger in Bio-Qualität verwenden. Es gibt speziellen Rhododendron-Dünger, der auf die Bedürfnisse von Rhododendron abgestimmt ist. Diesen Rhododendron-Dünger können Sie mit Hornspänen anreichern, um die Pflanzen gut mit Stickstoff zu versorgen.

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💡 Tipp:
Verwenden Sie möglichst grobe Hornspäne, da die Wirkungsdauer dann länger ist. Mit Hornspänen sorgen sie für saftig grüne Blätter und fördern die Blütenbildung.

▪ Kompost:

Kompost ist in seinen Eigenschaften variabel und hat einen eher hohen pH-Wert. Er eignet sich daher für Rhododendren nur bedingt. Düngen Sie mit Kompost, sollte er immer salzarm sein.

Besser als Kompost eignet sich Pferdemist als Dünger, da er reich an Magnesium und Eisen ist. Frischer Pferdemist ist jedoch zu scharf für Rhododendren. Der Pferdemist sollte daher bereits kompostiert sein. Laub und Mulch eignen sich hingegen problemlos als Dünger.

▪ Mineralischer Dünger:

Nur dann, wenn Sie Rhododendren schnell mit Nährstoffen versorgen müssen, eignet sich mineralischer Dünger. Das ist bei einem akuten Nährstoffmangel sinnvoll, wenn die Pflanzen mit gelben Blättern reagieren. Denn mineralische Dünger versorgen die Pflanzen nur kurzfristig mit Nährstoffen. Da die Gefahr einer Überdüngung besteht, kommt es auf eine sorgfältige Dosierung an.

Eine Vorratsdüngung ist mit mineralischem Dünger also nicht möglich. Da die hohe Nährstoffkonzentration den Pflanzen schaden kann, sollten Sie ausreichend wässern.

▪ Kaffeesatz:

Als Hausmittel eignet sich Kaffeesatz hervorragend als Dünger für Rhododendren. Er enthält alle wichtigen Nährstoffe und macht den Boden leicht sauer. Zusätzlich reichert er den Boden geringfügig mit Humus an. Er bietet ideale Voraussetzungen für Rhododendren, da er den pH-Wert des Bodens positiv beeinflusst.

Da die Nährstoffkonzentration bei Kaffeesatz im Vergleich zu anderem Dünger nur gering ist, schadet es nichts, ihn häufig zu verwenden. Er eignet sich auch als Ergänzung zu organischem Dünger wie Hornspänen. Kaffeesatz können Sie auch mit Hornmehl mischen. Es reicht zudem aus, den Kaffeesatz flach in den Boden einzuarbeiten.

Mutter, Hundebesitzerin und leidenschaftliche Hobbygärtnerin. Schon als Kind habe ich gemeinsam mit meinen Eltern den heimischen Garten bewirtschaftet und mich für dessen Gestaltung interessiert. Jetzt besitze ich meinen eigenen Garten und zeige meiner Tochter, wie einfach es ist Obst, Gemüse und Blumen selbst zu züchten. Ein Garten bedeutet viel Arbeit - er belohnt uns dafür aber auch mit einer reichen Ernte, wunderschönen Blumen und dem tollen Gefühl aus eigener Kraft etwas geschaffen zu haben.

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