Entdecken Sie die Welt der Cherimoya. Von ihrer Herkunft bis zur richtigen Pflege erfahren Sie hier alles, was Sie über die exotische Frucht wissen müssen.

Cherimoya
Cherimoyas kommen aus Südamerika – © EdNurg / stock.adobe.com

Die Cherimoya (Annona cherimola) ist ein immergrüner Baum oder Strauch, der in optimalen Bedingungen bis zu 8 Meter hoch werden kann. Ihre Blätter sind groß, glänzend und von einem tiefen Grün. Die Früchte sind jedoch das Highlight. Sie sind herzförmig, haben eine grüne, schuppenartige Schale und ihr süßes, cremiges Fruchtfleisch ist ein wahrer Genuss. Geschmacklich fühlen sich einige an eine Mischung aus Banane, Zimt und Vanille erinnert. Andere wiederum schmecken eher Ananas oder Beerenfrüchte heraus.

🌏 Herkunft und Anbaugebiete der Cherimoya

Die Herkunft der Cherimoya, auch als „Königin der Tropenfrüchte“ bekannt, liegt in Südamerika. Speziell in den Hochlagen Ecuadors, Perus, Kolumbiens und Boliviens wird der Ursprung des Baums vermutet. Dort wurde sie von den Inka verehrt und als „Geschenk der Götter“ geschätzt. Heute befinden sich auch außerhalb dieser Länder Cherimoya-Plantagen. Beispiele für Anbaugebiete in Europa sind Spanien, Italien und Portugal (v.a. Madeira).

Geerntet werden die Früchte im Herbst und Winter, sodass Cherimoyas beim Händler in der Regel zwischen September und Februar erhältlich sind.





📃 Steckbrief zur Cherimoya

Cherimoya (Annona cherimola)
Weitere Bezeichnungen: Rahmapfel, Zuckerapfel, Zimtapfel
Familie: Annonengewächse
Wuchshöhe: 5-9 m
Fruchtart: Beerenfrüchte
Besonderheiten: klimakterische Früchte, giftige Samen

Hinweis:
Als klimakterische Frucht wird in der Botanik eine Frucht bezeichnet, die unreif geerntet wird und erst danach ihren reifen Zustand erreicht. Weitere Beispiele für klimakterische Früchte sind neben der Cherimoya-Frucht Bananen, Avocados und Mangos.

⭐ Besonderheiten

Cherimoya
Cherimoyas gelten als besonders gesund – © barmalini / stock.adobe.com

Cherimoya-Früchte gelten als besonders gesund. Um sie essen zu können, wird diese idealerweise halbiert und das helle, weiche Fruchtfleisch ausgelöffelt. Vorher sollten die Kerne jedoch entfernt werden, da der Verzehr durch den hohen Anteil an Alkaloiden und Polyphenolen zu Übelkeit und Erbrechen führen kann. Ebenfalls gerne genutzt wird die Cherimoya-Frucht als Zutat für Smoothies.

In Bezug auf die gesundheitlichen Aspekte enthalten Cherimoya-Früchte eine Reihe von Mineralstoffen, Spurenelementen und Vitaminen. Nennenswert sind hier insbesondere:

  • Magnesium
  • Phosphat
  • Kalium
  • Folsäure
  • B-Vitamine

Mit einem Zuckergehalt von zwischen 13 und 19 g pro 100 g Fruchtfleisch gehört die Cherimoya zu den Obstbäumen mit den süßesten Früchten. Diabetikern wird daher empfohlen, auf den Verzehr größerer Mengen zu verzichten.

🪴 Cherimoya im Topf anpflanzen

Eine Cherimoya wird hierzulande sowohl in Form von ausgewachsenen Bäumen als auch in Form von Saatgut vertrieben. Alternativ bietet sich der Kauf einer Frucht und das Einpflanzen der enthaltenen Kerne an.

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◾ Standort:

Der ideale Platz für eine junge Cherimoya ist warm, aber vor Wind und direkter Sonneneinstrahlung geschützt. Sind bereits einige saftig-grüne Blätter vorhanden, ist direkte Sonneneinstrahlung in der Regel nicht länger problematisch. Je nach Temperatur kann eine Cherimoya zwischen Mai und September auch auf dem Balkon, der Terrasse oder im Garten stehen. Als ideale Innenräume gelten sehr helle Zimmer oder Wintergärten, in denen die Temperatur nicht unter zwölf Grad absinkt.

◾ Substrat:

Für die erste Aufzucht einer Cherimoya eignet sich am besten Anzuchterde mit einer hohen Durchlässigkeit, wie beispielsweise Kakteenerde. Sobald der Baum aufgrund seiner Größe umgetopft werden muss, ist eine lockere, leicht saure Kübelpflanzerde die bessere Wahl. Vorteilhaft sind ein Anteil Hummus und grobkörnige Zusätze wie Kies oder Tongranulat bzw. Blähton.

💧 Die optimale Pflege eines Cherimoya-Baumes

◾ Gießen:

Damit eine Cherimoya optimal gedeiht, wird die Erde immer gleichbleibend feucht gehalten und in regelmäßigen Abständen durchringend gegossen. Sowohl auf Staunässe als auch auf Trockenheit reagiert der tropische Baum sehr empfindlich.

◾ Düngen:

Mit Ausnahme der gleichbleibenden Bodenfeuchte ist die Cherimoya in Bezug auf die Pflege unkompliziert. Als Dünger kommt zweimal monatlich ein Flüssigdünger infrage, von welchem nur etwa ein Viertel der empfohlenen Menge für andere Topfpflanzen benötigt wird. Geschnitten oder gekürzt werden muss ein Cherimoya-Baum in der Regel nicht.

◾ Überwinterung:

Da es sich um eine tropische Pflanze handelt, benötigt die Cherimoya in den Wintermonaten eine Temperatur von mindestens zwölf Grad Celsius. Somit muss die Pflanze unbedingt im Haus überwintern.

Hinweis:
Um Früchte zu tragen, muss die Cherimoya hierzulande eine Reihe von Blüten enthalten und per Hand mit einem Pinsel bestäubt werden.

Mutter, Hundebesitzerin und leidenschaftliche Hobbygärtnerin. Schon als Kind habe ich gemeinsam mit meinen Eltern den heimischen Garten bewirtschaftet und mich für dessen Gestaltung interessiert. Jetzt besitze ich meinen eigenen Garten und zeige meiner Tochter, wie einfach es ist Obst, Gemüse und Blumen selbst zu züchten. Ein Garten bedeutet viel Arbeit - er belohnt uns dafür aber auch mit einer reichen Ernte, wunderschönen Blumen und dem tollen Gefühl aus eigener Kraft etwas geschaffen zu haben.

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