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Chrysanthemen: Schädlinge und Krankheiten erkennen und vermeiden

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Selbst robuste und widerstandsfähige Pflanzen wie die Chrysanthemen, können von Schädlingen und Krankheiten befallen werden. Wer rechtzeitig reagiert, kann der Pflanze aber helfen.

Chrysanthemen: Schädlinge und Krankheiten erkennen und vermeidenChrysanthemen kommen ursprünglich aus Asien und zählen zu den bedeutendsten Zierpflanzen. Ein Hauptgrund für den hohen Beliebtheitsgrad ist die Pflegeleichtigkeit und die Robustheit der Pflanze. Dennoch kann es passieren, dass sich durch kleine Fehler bei der Pflege Schädlinge an der Pflanze breit machen. Wer hier schnell reagiert und den Schädlingsbefall oder die Krankheit behandelt, hat gute Chancen, dass sich die Chrysantheme wieder erholt.

Spinnmilben auf Chrysanthemen

Die winzigen Spinnmilben sind mit bloßem Auge kaum erkennbar. Kontrollieren Sie regelmäßig die Blattunterseiten – wenn sich hier ein weißliches Gespinst zeigt, dann sind die spinnenähnlichen, gelben, grünen oder roten Tierchen am Werk.

Bekämpfung:

➔ Bei einem geringen Befall sprühen Sie die Pflanze mit einem biologischen Mittel auf Rapsölbasis ein. Empfehlen können wir Ihnen das Naturen Schädlingsfrei (z.B. hier erhältlich). Das Öl verklebt die Atmungsorgane der Spinnmilben und verhindert eine weitere Fortpflanzung. Spritzmittel auf Pyrethrum-Basis helfen ebenfalls.

➔ Auch das Einpacken in Folie kann helfen. Sprühen Sie die Chrysantheme reichlich mit Wasser ein und packen Sie den sichtbaren Teil der Pflanze in Folie ein. In der Folie bildet sich feuchte Wärme. Das vertragen die Spinnmilben nicht und werden vernichtet. Die Folienbehandlung dauert allerdings circa zwei Wochen.

➔ Wenn der Befall extrem stark ist, lohnt sich die Anschaffung von Raubmilben. Die PP-Raubmilben fressen Spinnmilben und sorgen auf natürliche Weise dafür, dass die Pflanze von den Schädlingen befreit wird. Beim Einsatz von Raubmilben sollte ebenfalls ein feuchtes Klima herrschen – die Temperatur sollte am Tag über 18°Celsius liegen.

Blattfleckenkrankheit auf Chrysanthemen

Wenn Sie gelbe, rötliche oder bräunliche Flecken auf den Chrysanthemenblättern entdecken, haben sich die Pflanzen eine Pilzerkrankung eingefangen. Damit es gar nicht erst soweit kommt, können Sie vorbeugend mit einem Teeaufguss aus Zwiebelschalen oder Ackerschachtelhalm spritzen. Viele Chrysanthemenarten sind weitgehend resistent gegen Pilze, aber einen hundertprozentigen Schutz gibt es leider nicht.

Die Ursache für die Blattfleckenkrankheit sind verschiedene Pilze, zum Beispiel Septoria, Alternaria und Ascochyta. Die Pilze siedeln sich an der Unterseite der Blätter mit ihrem Fruchtkörper an, auf der Blattoberseite zeigen sich die Flecken. Bei starker Vermehrung sehen die Blätter durchlöchert aus, man spricht dann von „Schrotschusskrankheit“.

Bekämpfung:

Sollten nur einzelne Teile befallen sein, entfernen Sie diese großzügig. Desinfizieren Sie die Gartenschere nach jedem Schnitt mit Spiritus, damit sich keine weiteren Pilzsporen ausbreiten und vermehren können. Eine biologische Bekämpfung oder Hausmittel sind leider nicht wirksam.

Stark befallene Pflanzen behandeln Sie mit einem Anti-Pilzmittel. Besonders gut geeignet sind Breitband-Fungizide, nachdem es sich oft um eine Kombination mehrerer Pilzarten handelt.

» Einzige Alternative: Trennen Sie sich von der Pflanze. Aber entsorgen Sie sie bitte nicht auf dem Komposthaufen!

Vorbeugung: Standortwahl und Pflege

Trocken, hell und windgeschützt, so sieht der ideale Standort für Chrysanthemen aus. Wenn Sie mehrere Stauden pflanzen, achten Sie auf genügend Abstand. Ein trockenes Blattwerk schützt vor Pilzbefall, deshalb gießen Sie Chrysanthemen nur von unten.

Zusammenfassung:

  • Weißliches Gespinst an den Blättern: Spinnmilbenbefall
  • Abhilfe: Spritzen mit Rapsöl-basierten Mitteln oder Folienbehandlung
  • Flecken auf den Blättern: Blattfleckenkrankheit, durch Pilze verursacht
  • Abhilfe: Entfernen befallener Stängel und Blätter, Spritzen mit Breitband-Fungizid

Foto1: © Ivonne Wierink - Fotolia.com

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