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Drachenbaum-Agave – Agave ohne Stacheln

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Wer Agaven mag, sich aber nicht verletzen möchte, ist mit der eher weichen Drachenbaum-Agave bestens beraten. Sie ist zudem auch noch sehr pflegeleicht.

Drachenbaum Agave
Die Drachenbaum Agave gehört zu den Sukkulenten – © ClaraNila / stock.adobe.com

Mögen Sie Agaven auch so gerne? Wenn ja, dann haben Sie sicherlich welche zuhause. Da die Blätter klassischer Agaven sehr spitz zulaufen und zudem auch noch extrem hart sind, haben die Blattspitzen richtig kleine Stacheln gebildet. Zudem sind am Rand der Blätter kleine Häkchen zu finden. Das ist gerade dann, wenn man kleine Kinder hat, nicht immer von Vorteil.

Doch um nicht auf die Agave verzichten zu müssen, können Sie sich eine ganz bestimmte Sorte holen. Nämlich die Drachenbaum-Agave (Agave attenuata), die besonders weiche Blätter hat und somit keine spitzen Blattenden bildet. Und auch die Ränder sind nicht mit Häkchen versehen. Ansonsten gibt es zur herkömmlichen Agave keinen Unterschied, weder im Aussehen, noch bei der Pflege.

So pflegen Sie Ihre Drachenbaum-Agave

Standort:

Damit die Drachenbaum-Agave gut gedeiht, braucht sie natürlich den richtigen Standort. Normale Agaven mögen generell einen sehr sonnigen und warmen Platz. Die Drachenbaum-Agave stammt aber ursprünglich aus den Bergregionen Mexikos und kommt deshalb auch sehr gut mit halbschattigen Standorten zurecht.

Im späten Frühjahr und Sommer können Sie die Agave gern ins Freie stellen. Gewöhnen Sie Ihre Zimmeragave aber langsam an die UV-Strahlen im Freien. Würden Sie die Pflanze sofort unter die pralle Sonne stellen, können die Blätter verbrennen. Stellen Sie die Drachenbaum-Agave deshalb etwa zwei Wochen lang an einen halbschattigen Platz. Anschließend kann die Agave ihren Platz in der prallen Sonne finden. Vor dem ersten Nachtfrost müssen Sie die Pflanze dann wieder ins Haus holen, da sie Minustemperaturen leider überhaupt verträgt.

Gießen:

Agaven müssen Sie kaum gießen. Da die Blätter Wasser speichern, sollten Sie die Erde nur leicht feucht halten. Es reicht im Prinzip aus, wenn Sie die Drachenbaum-Agave alle zwei Wochen gießen. Überschüssiges Wasser muss aber immer frei ablaufen können, damit keine Staunässe entsteht. Diese verträgt die Drachenbaum-Agave überhaupt nicht. Schütten Sie das Wasser aus dem Übertopf also immer weg.

Zwischen Oktober und Februar legt die Drachenbaum-Agave eine Ruhephase ein. Hier müssen Sie ihr nur ganz wenig Wasser verabreichen. Einfach um zu verhindern, dass der Ballen vollständig austrocknet.

Düngen:

Düngen Sie Ihre Drachenbaum-Agave während der Wachstumsphase etwa alle vier Wochen mit einem Kakteendünger. Während der Ruhephase zwischen Oktober und Februar müssen Sie gar nicht düngen.

Umtopfen:

Größere Agaven sollten Sie etwa alle drei Jahr im März umtopfen. Achten Sie dabei darauf, dass Sie die Pflanze gut in das Substrat eindrücken. Dabei dürfen Sie die Wurzeln aber nicht beschädigen.

Überwinterung:

Wie schon erwähnt, legt die Drachenbaum-Agave im Zeitraum von Oktober bis Februar eine Ruhephase ein. In dieser Zeit mögen sie es hell und kühl. Temperaturen um die 10 Grad Celsius sind optimal.

Extra-Tipp: Agave vermehren

Vermehren können Sie die Drachenbaum-Agave im Übrigen, indem Sie die kleinen Blattrosetten, die die Pflanze bildet, mit der Wurzel von der Mutterpflanze abtrennen und sie separat pflanzen. Ansonsten können Sie die Drachenbaum-Agave im Frühjahr auch über Samen vermehren. Das dauert dann nur eine ganze Weile.

4 KOMMENTARE

  1. Hallo!
    Ich habe eine Frage zu Drachenbaum-Agaven. Ich habe mir vor 4 Jahren eine kleine Pflanze aus Teneriffa mitgebracht und bisher ist sie sehr schön gewachsen. sie stand anfangs in einem Südfenster, dann aber sehr lange Zeit in einem Nordfenster. Das machte ihr anscheinend nichts aus, denn sie wuchs prächtig. Nun bin ich umgezogen und habe wieder ein Südfenster und ich dachte, dass ich ihr nun wieder was gutes tun kann und stellte sie dorthin. Nun sieht die Agave leider garnicht mehr gut aus. Die Blätter werfen gelb und rau. War wohl zu viel Sonne. Soll ich sie nun da stehen lassen und hoffen dass die neuen Blätter besser aussehen oder sollte ich die wieder in den Schatten Stellen? Generell lieben Agaven doch eigentlich sonnige Plätze!? Leider habe ich nun kein Nordfenster mehr…

    • Hallo,
      das ist mir auch schon passiert, aus Gedankenlosigkeit. Grundsätzlich gilt, dass Pflanzen, die während der Ruhephase / Winterzeit nicht der direkten Sonne ausgesetzt waren, sondern eher
      an einem dunkleren Platz standen, erst wieder an die Sonne gewöhnt werden müssen. Wenn man sie direkt wieder in die Sonne stellt, bekommen sie ‚Sonnenbrand‘. Daher erst wieder langsam im Halbschatten an die Sonne gewöhnen. Dieser Prozess dauert ca. 2 Wochen.

  2. Ich habe mir 2014 einen Ableger aus Madeira mitgebracht. Da wachsen sehr viele. An der großen Mutterpflanze waren bestimmt hundert Stück. Ich steckte ihn zum Transport in eine geköpfte Wasserflasche, die dann in den Koffer. Inzwischen ist sie von oberhalb des Topfes rd. 73 cm groß gewachsen. Von April bis zur ersten Frostperiode steht sie auf dem Balkon und bekommt auch teilweise Sonne. Im Winter kommt sie in den Kellergang. Am Ende ist ein kleines Fenster. Da ist jedoch wenig Licht. Gegossen wird sie selten, sonst vergeilen neue Triebe. Ich freue mich immer daran, wenn ich auf dem Balkon sitze.

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