Efeu hat die Eigenschaft an Bäumen hinauf zu klettern und diese zu bewachsen. Das sieht schön aus, doch ist es auch gut für die Bäume oder muss der Efeu entfernt werden?

Efeu am Baum
Efeu schadet Bäumen nicht – © MarinoDenisenko / stock.adobe.com

Ursprünglich wuchs Efeu in Wäldern und suchte sich vom Waldboden einen Weg nach oben ans Licht. Dieser führte natürlich über die Baumstämme. Doch auch im heimischen Garten gedeiht Efeu hervorragend, ohne die alte Wuchsrichtung aus den Augen zu verlieren. Da fragen Sie sich als Gärtner zurecht, ob Sie die Ranken an den Bäumen belassen oder doch lieber entfernen sollten.

Schadet der Bewuchs?

Oftmals kommt die Frage auf, ob Efeu, der sich seinen Weg an Bäumen entlang sucht, schädlich ist oder nicht. Die Bäume könnten an der Ranke ersticken oder die Triebe abbrechen. Die Wurzeln der Pflanze könnten aber auch den Baum beschädigen.

Einige dieser Ängste sind unbegründet. Efeu entwickelt unterschiedliche Wurzeln. Seine Nährstoffe bezieht er aus der Erde mit den Bodenwurzeln. Zum Klettern benutzt er seine Haftwurzeln. Ein gesunder, kräftiger und bereits ausgewachsener Baum wird vom Efeu nicht geschädigt. Anders verhält es sich bei Jungbäumen. Diese besitzen oft eine sehr dünne Rinde, die von den Haftwurzeln beschädigt werden könnte. Auch können sich die Äste nach unten biegen und abbrechen. Dies trifft aber nur auf sehr junge Bäume zu. Problematisch sind zudem Trauerweiden, deren Äste ohnehin nach unten ragen und sehr dünn sind. Der Efeu kann zu schwer werden und die Äste beschädigen.

Wie haftet der Efeu am Baum?

Anders als beispielsweise die Mistel, berührt Efeu die Rinde nur auf der Außenseite und dringt nicht mit den Haftwurzeln in die Rinde ein. Die Rankpflanze verletzt den Baum daher nicht, ebenso nimmt sie keine Nährstoffe aus dem Stamm auf. Weist die Rinde des Baums Risse auf, dann kann es allerdings passieren, das sich die Haftwurzeln einnisten.

Der Baum bekommt trotz kräftigem Bewuchs auch genügend Sonnenlicht über sein Blattwerk ab. Efeu bleibt nämlich lieber im Schatten, sodass dicht belaubte Bäume ideale Rankhilfen für die Pflanze sind. Da der Efeu selten die gesamte Baumkrone bewuchert, erhält der Baum auch hier ausreichend Sonnenlicht.

Fazit: Efeu muss nicht entfernt werden

Um den Baum zu schützen, müssen Sie den Efeu nicht entfernen. Ausnahmen bilden:

  • Jungbäume mit niedriger Wuchshöhe
  • geschwächte Bäume mit geschädigter Rinde
  • Obstbäume

Schäden an der Rinde können zum einnisten der Haftwurzeln führen und für ein ideales Klima unter dem Efeu für Pilze sorgen, die dem Baum schädigen können. Auch Obstbäume eignen sich nur bedingt zur Begrünung, denn im Efeu siedeln sich nicht selten Insekten an, die sich negativ auf die Obsternte auswirken können. Wie Sie den Efeu dann wieder entfernen können, erfahren Sie hier.

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Mutter, Hundebesitzerin und leidenschaftliche Hobbygärtnerin. Schon als Kind habe ich gemeinsam mit meinen Eltern den heimischen Garten bewirtschaftet und mich für dessen Gestaltung interessiert. Jetzt besitze ich meinen eigenen Garten und zeige meiner Tochter, wie einfach es ist Obst, Gemüse und Blumen selbst zu züchten. Ein Garten bedeutet viel Arbeit - er belohnt uns dafür aber auch mit einer reichen Ernte, wunderschönen Blumen und dem tollen Gefühl aus eigener Kraft etwas geschaffen zu haben.

2 Kommentare

  1. Hallo,

    vielen Dank für diesen Beitrag. Wir haben bei uns im Garten eine große Birke stehen, die in der Nähe des Zauns steht. Dieser wiederum ist mit Efeu bepflanzt, der nun langsam auf den Baum übergeht. Aber jetzt wissen wir, dass wir den Efeu bis zu einem gewissen Grad wachsen lassen können 🙂

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