Pflanzen Pflanzenkrankheiten

Gardenie: Krankheiten und Schädlinge erkennen und bekämpfen

483 views
0

Die Gardenie ist von Natur aus sehr pflegeleicht und anspruchslos. Kommt es allerdings vermehrt zu Pflegefehlern, schaffen Sie eine gute Grundlage für unterschiedliche Pflanzenkrankheiten.

Gardenie: Krankheiten und Schädlinge erkennen und bekämpfen
© ponsatorn – Fotolia.com

Solange der Zimmergärtner den Ansprüchen der Gardenie (Gardenia jasminoides) gerecht wird, dankt es die Pflanze mit üppigem Wachstum und reicher Blüte. Doch was ist bei Pflegefehlern? Wenn die Pflanze anfängt nicht mehr gesund auszusehen oder aber nicht mehr so reichlich blüht, wie gewohnt, dann stimmt etwas nicht. Es gilt schnell zu handeln, denn geschwächte Pflanzen sind ein willkommener Anlaufpunkt für Pilze und Schädlinge.

An Gardenien werden vermehrt beobachtet:

  • Falscher Mehltau
  • Blattläuse
  • Spinnmilben

Krankheiten und Schädlinge im Überblick

❍ Falscher Mehltau – die Quittung für nasse Füße

Erkennen:
Falscher Mehltau entsteht in einem Milieu, das die Gardenie nicht mag und nicht verträgt – nämlich ein zu nasser Boden. Kann die Feuchtigkeit nicht ausreichend abfließen, entsteht mit Staunässe der größte Feind der Pflanze. Falscher Mehltau zeigt sich an den Blättern. Dort zeichnet sich ein weißer, pulvriger und an Mehl erinnernder Belag ab. Später welken die Blätter und fallen ab.

Bekämpfen:
Falscher Mehltau ist mit bloßem Auge gut erkennbar und erfordert schnelles Handeln. Alle befallenen Pflanzenteile sind schnellstmöglich zu entfernen. Da der Boden vermutlich viel zu nass und schwer ist, bietet sich das umgehende Umtopfen an. Dabei ist die alte Erde komplett vom Wurzelballen zu entfernen. Das neue Substrat sollte mit Sand oder Kies durchlässiger gestaltet werden.

» Tipp: Vom Mehltau befallene Gardenien sollten nicht von oben gegossen werden, damit sich die Pilzsporen nicht im Boden verteilen.

❍ Blattläuse – ungebetene Gäste mit gutem Appetit

Erkennen:
Blattläuse machen selten vor Zimmerpflanzen halt und können auch die Gardenie hin und wieder befallen. Besonders im Sommer ist das Risiko hoch. Wer seine Pflanzen regelmäßig kontrolliert, wird die kleinen grünen Schädlinge nicht übersehen.

Bekämpfen:
Blattläuse können recht zuverlässig ohne den Einsatz von Chemie bekämpft werden. Leichterem Befall kann man mit einer kalten Dusche begegnen. Dabei ist der Wurzelballen in einem verschlossenen Plastikbeutel unterzubringen, damit die Schädlinge nicht auf die Erde gelangen können und das Substrat nicht zu nass wird und die Entstehung von Staunässe begünstigt. Eine nachhaltige Wirkung lässt sich auch durch das Besprühen der Gardenie mit einem Sud aus Brennnesselblättern, Zwiebel oder Knoblauch erzielen. Für den nachhaltigen Erfolg ist die Behandlung mehrmals zu wiederholen.

» Achtung: Nur die Blätter und Knospen der Gardenie dürfen besprüht werden, nicht aber die Blüten.

❍ Spinnmilben – wenn die Gardenie ins Schwitzen gerät

Erkennen:
Trockenheit und Wärme werden von Spinnmilben bevorzugt. Ist die Luftfeuchtigkeit dauerhaft zu niedrig, kann es zu einem Befall kommen. Der Befall mit Spinnmilben zeigt sich besonders deutlich durch das Vergilben der Blätter. Schauen Sie an der Unterseite der Blätter nach, werden Sie vermutlich die kleinen, roten Spinnentiere erkennen können.

Bekämpfen:
Spinnmilben sind schwerer wieder los zu werden, als Blattläuse. Wurde der Befall früh erkannt, kann es helfen, mit Seifenlauge oder einem genannten Pflanzensud zu sprühen. Bei fortgeschrittenem Befall werden sich chemische Mittel nicht vermeiden lassen. Ebenso ist die Pflanze zu isolieren, damit der Befall nicht auf die umliegenden Pflanzen übergreift.

Pflegefehler vermeiden – Das ist wichtig

Gardenien sind recht anspruchsvoll im Bezug auf ihren Standort, auf den Boden und das Gießverhalten. Kann der Pflanzenfreund dem nicht gerecht werden, schwächt dies die Pflanzen und früher oder später machen sich die ersten Krankheitsanzeichen bemerkbar.

  • Eine große Gefahr stellt Staunässe dar. Kann das Wasser nicht ablaufen und beginnt sich im Pflanzgefäß zu stauen, greift dies die Wurzeln an. Beginnen die Wurzeln zu faulen, ist der Pflanze meist nicht mehr zu helfen.
  • Bekommt die Gardenie zu wenig Nährstoffe, geht dies mit einem Vergilben der Blätter einher. Sind die Blätter gelb und die Blattadern treten deutlich grün hervor, leidet die Pflanze unter Magnesiummangel und benötigt dringend eine entsprechende Düngung.
  • Ebenso können Standortprobleme mit dem Abwerfen von Blättern und Knospen quittiert werden. Wird das Problem behoben, wird sich die Pflanze meist schnell wieder erholen und neue Blätter und Blüten ausbilden.

Die Gardenie zeigt sich blühfaul, was ist zu tun?

Bleibt die erhoffte Blüte aus, steckt höchstwahrscheinlich ebenfalls ein Pflegefehler dahinter. Gardenien benötigen zur Blütenbildung konstant hohe Temperaturen und eine ebensolche Luftfeuchtigkeit.

» Tipp: Während der Blütenbildung dürfen die Knospen mit Wasser besprüht werden. Die Blüten dürfen nicht mehr in Kontakt mit dem Sprühnebel kommen.

Auch im Winter dürfen die Pflanzen nicht zu kühl stehen. Damit die Blütenbildung angeregt wird, ist ein feuchtwarmes Klima ideal. Daher kann die Pflanze sehr gut auf der Fensterbank in der Küche überwintert werden. Hier herrschen angenehme Temperaturen und der durch das Kochen entstehende Dampf bekommt der Tropenpflanze auffallend gut.


Foto1: © ponsatorn - Fotolia.com

HINTERLASSEN SIE EINE ANTWORT

Please enter your comment!
Please enter your name here