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Gardenien vermehren – So gelingt die Anzucht der Jasminrose

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Gardenien überzeugen mit ihren strahlend weißen und duftenden Blüten. Kein Wunder, wenn Hobbygärtner mehr als nur eine Pflanze davon besitzen möchten. Hier die gute Nachricht: Gardenien vermehren ist ein Kinderspiel.

Gardenien vermehren - So gelingt's
© Artinun – Fotolia.com

Wer die attraktiven Tropenpflanzen bei der Blüte beobachtet, spielt vielleicht mit dem Gedanken, für Nachwuchs am Blumenfenster zu sorgen und die Gardenie zu vermehren. Diesen Gedanken weiter zu verfolgen und nicht zu verwerfen, lohnt in zweierlei Hinsicht. Die hübschen Pflanzen sind in jedem Fall ein Gewinn. Darüber hinaus ist die Vermehrung weniger kompliziert, als man es vielleicht bei einer exotischen Pflanze annimmt. Wie Sie die Gardenie erfolgreich vermehren, erfahren Sie nun im Einzelnen.

Es gibt zwei Möglichkeiten, Gardenien selbst zu ziehen:

  • durch Stecklinge
  • durch Samen

Vermehrung durch Stecklinge

Die beste Zeit für die recht umkomplizierte Methode der Stecklingsvermehrung ist der Frühling. Dabei sollten die Stecklinge mehrere Blüten aufweisen und direkt unterhalb eines Knotens abgeschnitten werden.

» Tipp: Um die Bewurzlung voranzutreiben, können die Stecklinge in Bewurzlungspulver getaucht werden.

Ganz wichtig bei der Anzucht ist die Verwendung von kalkfreier Erde. Dabei hat sich besonders ein Torf-Sand-Gemisch, dem Kompost zugegeben wurde, bewährt. Die Stecklinge werden, nachdem die Schnittstellen kurz antrocknen konnten, in das Substrat eingebracht.

Um das ideale Klima für die Bewurzlung herzustellen, sind die Stecklinge mit Plastikhauben zu versehen. An einem warmen und hellen Standort wird es etwa einen Monat dauern, bis die ersten neuen Triebe eine erfolgreiche Bewurzelung anzeigen.

Können Stecklinge auch zu einem anderen Zeitpunkt geschnitten werden?
Einige Gärtner schwören darauf, Stecklinge von der Gardenie im Spätsommer oder im Spätwinter zu schneiden. Da der Schnitt nach der Blüte erfolgt, besitzen die Stecklinge folglich auch keine Knospen. Die Stecklinge sollen in einer Länge von etwa acht bis zehn Zentimetern geschnitten werden und bei etwa 25 Grad bewurzeln. Zu einer Bewurzelung kommt es bei dieser Methode in zirka drei Wochen.

Die Vermehrung durch Stecklinge in Stichworten:

❶ Steckling schneiden
❷ Schnittstelle abtrocknen lassen
❸ eventuell Bewurzlungspulver einsetzen
❹ Steckling in kalkfreies, nährstoffreiches Substrat setzen
❺ Plastikhaube über den Steckling stülpen
❻ Steckling gleichmäßig feucht halten
❼ Bewurzlung erfolgt nach etwa vier Wochen

Vermehrung durch Samen

Die Vermehrung durch Samen kann ganzjährlich durchgeführt werden. Dabei ist die Anzuchterde gleichmäßig feucht zu halten. Beste Bedingungen finden die Samen bei einem feuchtwarmen Klima vor. Dieses lässt sich improvisieren, indem die Saatschale mit einer Folie oder Plastikhaube abgedeckt wird. Ein heller Standort und gleichbleibende Temperaturen um 24 Grad begünstigen die Keimung.

» Tipp: Damit sich auf dem Substrat kein Schimmel bildet, ist die Abdeckung der Saatschale täglich zu lüften.

Die Aufzucht durch Samen geschieht weniger zuverlässig, als die Stecklingsvermehrung. Daher sollten mehrere Samen verwendet werden, um letztlich doch zum Erfolg zu kommen. Zeigen sich die ersten Triebe, kann von einer erfolgreichen Vermehrung ausgegangen werden.

Was geschieht mit den jungen Pflanzen?

Stecklinge erfolgreich vermehrt – und nun?

Treiben die Stecklinge aus, sollten sie noch für einige Zeit im ursprünglichen Pflanzgefäß belassen werden, damit die Wurzeln noch etwas kräftiger werden und beim Umpflanzen nicht verletzt werden. Junge Pflanzen sind diesbezüglich besonders empfindlich.

Nach etwa drei Monaten dürften sich ausreichend kräftige Jungpflanzen gebildet haben. Nun erfolgt die Verpflanzung in separate Pflanzgefäße. Der Pflanztopf sollte nicht zu groß gewählt werden. Es ist üblich, junge Gardenien in ihrem ersten Standjahr mehrmals umzupflanzen. Ein warmer und heller Standort wird beibehalten. Bewässert wird nun etwas weniger. Die Erde darf nicht austrocknen und es darf auch nicht zur Bildung von Staunässe kommen. Werden junge Pflanzen zu intensiv bewässert, kann dies schnell zum Faulen des Stecklings führen. Die Wurzeln sind besonders empfindlich und können mit einem Zuviel an Nässe nicht umgehen.

Samen erfolgreich vermehrt – und nun?

Die Vermehrung durch Samen ist zwar etwas langwieriger, aber zeigen sich hier die ersten Triebe kann ebenfalls von einem Erfolg gesprochen werden. Die Keimlinge werden in der Saatschale belassen, bis sich mehrere Blattpaare ausgebildet haben. Nun werden die kräftigsten Sämlinge herausgegriffen und in eigene Pflanzgefäße umgesetzt. Die weitere Kultivierung erfolgt, wie bei der Vermehrung durch Stecklinge bereits beschrieben.


Foto1: © Artinun - Fotolia.com

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