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Spinnmilben an Zimmerpflanzen bekämpfen – 5 effektive Tipps

Wenn im Herbst die Heizungen angestellt werden, dauert es meist nicht lange und sie sind da: Spinnmilben. Diese Tipps vertreiben die kleinen Tierchen aber wieder.

Spinnmilben an Zimmerpflanzen
Spinnmilben an einer Zimmerpflanze – © Robert Leßmann / stock.adobe.com

Spinnmilben sind typische Herbst- bzw. Winterschädlinge, denn werden in den Wohnungen die Heizungen angestellt, sinkt die Luftfeuchtigkeit und das perfekte Biotop für Spinnmilben ist geschaffen. Nicht nur wir freuen uns also, wenn es in der Wohnung wohlig warm ist, sondern auch die Spinnmilben. Sie drehen dann richtig auf Hochtouren auf und machen sich an den Blättern der Zimmerpflanzen zu schaffen. Manchmal sogar so extrem, dass diese den Angriff der kleinen Tierchen nur schwer überstehen.

Wenn es sich die 0,5 Millimeter große Gemeine Spinnmilbe auf den Blättern gemütlich macht, ist das meist an feinen, hellen Sprenkeln auf der Blattoberseite erkennbar. Diese entstehen, weil die Spinnmilben mit ihren stachelartigen Saugorganen in die Blätter stechen und diese aussaugen. Zudem legt die Gemeine Spinnmilbe an den Zimmerpflanzen auch feine Gespinnste an. Wenn Sie also feine Sprenkel oder Spinnfäden an Ihren Zimmerpflanzen entdecken, dann sollten Sie schnell handeln, um die Spinnmilben wieder zu vertreiben.

Effektive Tipps zur Bekämpfung von Spinnmilben

Tipp 1 – Pflanzen abduschen:

Eine recht einfache Methode zur Bekämpfung von Spinnmilben: eine ordentliche Dusche. Stellen Sie die Zimmerpflanze einfach in die Dusche oder Badewanne und duschen Sie die Blätter vorsichtig von oben nach unten ab. Anschließend sollten Sie über die Zimmerpflanze eine transparente Mülltüte stülpen und diese so zubinden, dass im Bereich der Krone kein Luftaustausch stattfinden kann. Nun eine Woche so stehen lassen und ganz normal gießen. Die extrem hohe Luftfeuchtigkeit, die unter der Mülltüte entsteht, sorgt dann dafür, dass die Spinnmilben allesamt absterben.

Warum das Abduschen von Zimmerpflanzen sonst noch gut ist, lesen Sie in unserem Beitrag Zimmerpflanzen abduschen.

Tipp 2 – Wasser-Öl-Spritzmittel einsetzen:

Ein weiteres, einfaches Mittel gegen Spinnmilben besteht aus einem Gemisch aus Wasser und Rapsöl. Vermischen Sie einfach 1 Liter Wasser mit 250 Milliliter Rapsöl und sprühen Sie die befallenen Pflanzen zwei Mal pro Woche damit ein. Die feinen Öltropfen verkleben dann die Atemöffnungen der Spinnmilben, so dass sie in kürzester Zeit ersticken.

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Tipp 3 – Pflanzen mit Zigarettenasche einreiben:

Zigarettenasche soll auch ein sehr effektives Mittel gegen Spinnmilben sein, denn das darin enthaltene Nikotin wirkt wie ein Nervengift auf die kleinen Tierchen. Vermischen Sie also etwas Zigarettenasche mit Wasser und reiben Sie die Blätter der Pflanzen damit ein.

Tipp 4 – Sud/Tee kochen und Blätter damit einreiben:

Ein Sud aus Zwiebeln und Knoblauch hilft genauso gut gegen einen Spinnmilbenbefall wie ein starker Tee aus Ackerschachtelhalmen oder Brennnesseljauche. Wie Sie vielleicht wissen sind das alles Mittel, die sowohl die Pflanzen stärken als auch gegen Schädlinge helfen. Egal für welche Variante Sie sich entscheiden: wischen Sie die Blätter der Pflanzen einfach eine Woche lang damit ab und schon werden die Spinnmilben verschwinden.

Tipp 5 – Mittel aus dem Handel nutzen:

Wenn Sie auf richtige Schädlingsbekämpfungsmittel setzen möchten, dann aber bitte auf natürliche Mittel. Empfehlen können wir Ihnen z.B. das Naturen Schädlingsfrei (z.B. hier erhältlich). Dabei handelt es sich um ein anwendungsfertiges Spritzmittel mit Rapsöl. Damit lassen sich nicht nur Spinnmilben, sondern auch Schädlinge wie Schildläuse, Weiße Fliegen und Blattläuse bekämpfen.

11 Kommentare

  1. wieso nicht mit tabakbrühe sprühen, anstatt mühseelig mit asche einreiben? soweit ich weiss, ist z.b. alkohol (spiritus als vergällte var.) auch sehr schlimm für spinnmilben, deswegen wird ja oft eine mischung aus schmierseife (für die benetzung) und spiritus (alk als gift) als wässerige lösung gegen spinnmilben als extrem effektives mittel verwendet. wenn man mit dem alkohol vorher also noch einen tabaksud ansetzt, bevor man die alkohol/spiritus lösung mischt, liesse sich doch eigentlich die wirksamkeit noch steigern oder nicht?!

    hat da jemand genauere ahnung ob das sinn machen könnte?

  2. Tabakbrühe ist etwas ganz anderes und sehr giftig, wohingegen verbrannter tabak, also asche viel weniger gift, oder gar kein nikotin enthält. Asche kann ausserdem aus vielem gewonnen werden welches verbrannt wurde..

    • „Tabakbrühe ist etwas ganz anderes und sehr giftig, wohingegen verbrannter tabak, also asche viel weniger gift, oder gar kein nikotin enthält. Asche kann ausserdem aus vielem gewonnen werden welches verbrannt wurde..“ also sagt du selber damit aus das asche hokus pokus ist, wenn sie durchaus garkein nikotin enthalten kann… ist wie diesel zu zapfen und mit 50/50 warscheinlichkeit wasser in den tank zu kriegen… darum geht es hier nicht! es geht um den sinn / die wirksamkeit. ich rede auch nicht von brühe, sondern von kaltauszug mit alkohol, um den nikotingehalt natürlich nochmal deutlich zu steigern, in alkohol ist es wesentlich besser löslich als nur in wasser. zumal meines wissens genug pflanzen existieren, die auf nikotin als gift reagieren, aber es geht ja hier um die theorie, nicht ob es auf die ein oder andere pflanze phytotoxisch wirkt, was es tut. mir geht es darum, dass man sich ja auch mit der asche alles mögliche an kohlenwasserstoffen aus dem rauch auf die blätter und somit ins gewebe der pflanze haut, welche nicht abbaubar wären, nikotin und die rohen stoffe des tabak schon, restlos, lust auf formaldehyd und aliphatische kohlenwasserstoffe im salat?! mit tabakauzug kann das nicht passieren. des weiteren handelt es sich bei alkohol immer um kaltauszüge. weil warum soll man sich krebserregenden dreck auf die blätter schmieren, wenn man sich auch sauberes 1:1000 antzuwendendes konzentrat herstellen könnte. ausserdem wenn tabakasche so wenig nikotin (und nachwievor jedemenge dreck im gegensatz zu unverbranntem tabak) enthält, ist es doch nur eine frage der menge, die man vom auszug anwendet. das tabakaauszüge giftiger sind, weil einfach höher konzentriert ist logisch undsowieso kein gegenargument, eher pro. und wenn die asche so wenig enthält, wage ich die wirksamkeit sowieso vollständig anzuzweifeln, da ja dort oben auch stehn „es soll…. helfen“, nicht dass es dies auch wirklich tut, warscheinlich wegen dem stark schwankenden wirkstoffgehalt, von dem hier offenbar keiner weiss, ob es selbst mit maximaler nikotinkonzentration in einer asche sinn macht diese auf pflanzen anzuwenden… ich mache nicht gerne umsonst irgendeinen blödsinn der „helfen soll“ nur weil irgendwer das mal gesagt hat. ich nehme sowas sehr genau, so geht nämlich auch nicht schief und man betreibt keinen eventuell nutzlosen hokuspokus wie mit asche…. btw asche aus „vielem“ enhält keine giftstoffe die nennenswert nützlich in dieser hinsicht (ungezieferbekämpfung) wären. es geht um tabak. lg

  3. Man nimmt eine große Zwiebel und 1 große Knolle Knoblauch, schneidet beides mit Schale in Würfel und gibt das mit 1 Liter Wasser in einen Topf und lässt das 20 min. köcheln, dann mit 4 Liter Wasser verdünnen. Ich habe das alles eine Nacht stehen lassen und dann mit einem Kaffeefilter in eine 5 Ltr. Sprühkanne abgeseiht, den Kaffeefilter ein paar mal austauschen, weil er sich zusetzt. Es sollten keine Partikel in die Sprühkanne gelangen, weil es den Sprühkopf verstopft.
    Dann die Pflanze gut einsprühen auch von untern und auf die Erde.
    Wirkt auch bei Rosen gegen Rost und Pilzbefall.

  4. Hallo,
    mein schöner, großer Ficus ist leider von Spinnmilben befallen, ich will nicht gleich mit der Chemiekeule drauf losgehen.
    Was wirkt denn effektiver bzw. schneller? Die Rapsöl-Wasser-Mischung oder Knoblauch-Zwiebel-Sud und wie häufig muss ich das anwenden?
    Viele Grüße aus Schrobenhausen

  5. Ich habe die Variante mit dem Rapsöl genommen und jetzt werden alle Blätter meiner Rose gelb und fallen ab. Mittlerweile ist sie fast kahl. Habe ich etwas falsch gemacht?

    • Ja, du hast es wohl nicht ein zwei Tage später wieder abgespült und deine Pflanze damit erstickt. Ölhaltige Spritzmittel sollten (müssen eigentlich) immer wieder abgespült werden, ich frage mich auch warum das fast nirgendwo bei den ganzen klugen Tipps um Spritzmittel dabeisteht, das wusste meine Uroma schon.

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