Wird der Pfirsichbaum von Krankheiten oder Schädlingen befallen, kann es die Ernte erheblich beeinträchtigen. Hier deshalb wirksame Bekämpfungsmethoden vorgestellt.
Pfirsichbäume gehören nach wie vor zu den seltenen Gewächsen im heimischen Garten. Trotzdem pflanzen immer mehr Hobbygärtner ihn an, um die schmackhaften Früchte zu genießen. Leider neigt der Baum aber dazu, bestimmte Krankheiten zu entwickeln. Und das besonders, wenn er am falschen Standort heranwächst. Aber auch Schädlinge machen vor den schmackhaften Früchten keinen Halt. Welche Krankheiten und Schädlinge dem Pfirsichbaum am häufigsten zu schaffen machen und wie Sie gegen diese vorgehen, erkläre ich Ihnen nachfolgend im Detail.
Inhalte
Wie lassen sich Krankheiten am Pfirsichbaum vorbeugen?
Um Krankheiten oder einen Schädlingsbefall zu vermeiden, lassen sich gewisse Vorkehrungen treffen. Mit dazu gehört:
◾ Standort:
Dieser sollte sonnig gelegen sein, aber wiederum geschützt. Der Pfirsichbaum hat es gerne warm, der Boden sollte jedoch genügend Feuchtigkeit speichern. Einen schweren Boden mag er nicht.
◾ Dünger:
Der Baum benötigt gewisse Nährstoffe, die Sie ihm am besten mittels eines geeigneten Düngers zukommen lassen. Dieser sollte möglichst viel Stickstoff enthalten.
Alleine mit dieser Art von Prophylaxe lässt sich die Entwicklung der meisten Krankheiten schon vermeiden.
Welche Krankheiten befallen den Baum?
Sollte der Baum dennoch einmal von einer Krankheit befallen sein, sollten Sie diese möglichst genau einschätzen und so eine geeignete Behandlung einleiten können. Daher erkläre ich im Folgenden, woran der Pfirsichbaum erkranken kann und wie Sie darauf reagieren sollten.
🦠 Kräuselkrankheit:
Die Kräuselkrankheit macht sich zunächst an den Blättern bemerkbar, denn diese rollen sich nach innen auf. Dazu weisen sie Blasen auf, die eine typisch weißgrüne oder rote Farbe zeigen. Die betroffenen Blätter wirft der Baum zwar mit der Zeit ab, doch die Erkrankung breitet sich langsam aber sicher am ganzen Baum aus.
➡ Behandlung:
Für die Behandlung der Krankheit können Sie den Boden behandeln, der sich unmittelbar um die Wurzeln befindet. Diesen sollten Sie mit einem Konzentrat behandeln, in dem sich ein positiv wirkender Pilz befindet. Der Mykorrhiza-Pilz sorgt dafür, dass der Obstbaum sich wieder erholt. Das Mittel können Sie auch zur Prophylaxe einsetzen.
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🦠 Pfirsichmehltau:
Hierbei handelt es sich um eine weitere Pilzerkrankung, die den Pfirsich oftmals befällt. Der Pilz tritt überwiegend bei sommerlichen Temperaturen auf, sofern die Luftfeuchtigkeit relativ hoch ist. Zu erkennen ist der Befall an den weißlichen Belägen auf den Blättern, Trieben und Früchten. Letztere sind oftmals auch deformiert.
➡ Behandlung:
Eine einfache Behandlung ist glücklicherweise möglich, indem Sie die betroffenen Triebe großzügig entfernen. Ist der Befall etwas größer, bietet der Handel ein entsprechendes Fungizid, das eingesetzt werden kann. Meine Empfehlung ist beispielsweise COMPO Duaxo Universal Pilz-frei, da es ein hochwirksames und nicht bienengefährliches Mittel zur Bekämpfung von Pfirsichmehltau ist.
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🦠 Schrotschusskrankheit:
Hierbei handelt es sich ebenfalls um einen Pilz. Dieser zeigt sich in Form von kleinen roten Flecken auf den Blättern. Die betroffenen Blätter fallen mit der Zeit einfach ab und weisen dann auch häufig Löcher auf. Ist die Krankheit bereits massiver, breitet sich der Pilz auch auf der Rinde aus.
➡ Behandlung:
Behandelt werden muss die Krankheit erst dann, wenn sie schon etwas schwerwiegender ist. Wieder wird hier ein Fungizid verwendet. Alternativ sollten Sie die betroffenen Stellen großzügig entfernen.
Gleichzeitig gibt es eine Möglichkeit, um einen Befall mit diesem Pilz möglichst vorzubeugen: Lichten Sie die Krone hierfür regelmäßig aus, sodass mehr Licht durch die einzelnen Äste treten kann.
🦠 Monilia-Fruchtfäule:
Unter dem Namen Monilia werden verschiedene Krankheiten zusammengefasst. Bei der Monilia-Fruchtfäule (Monilia fructigena) handelt es sich um eine Krankheit, die viele Obstbäume befällt, auf denen kern- oder steinhaltige Früchte wachsen. Zu erkennen ist sie an den kleinen fauligen Stellen, die sich auf dem Obst ausbreiten. Sie vergrößern sich sehr schnell, während sich am Rand eine typische graubraune Verfärbung entwickelt. Die Bäume werden häufig damit infiziert, indem sich Wespen auf die Früchte setzen.
➡ Behandlung:
Die befallenen Früchte sollten Sie idealerweise umgehend nach der Erkennung der Krankheit entfernen. Empfehlenswert ist nicht nur die Kontrolle im Sommer, sondern auch während des Winters.
🦠 Spitzendürre:
Im Gegensatz zur Monila-Fruchtfäule taucht die Monilia Spitzendürre (Monilia laxa) vorwiegend an den Ästen und Zweigen des Baums auf. Vor allem entsteht sie leicht während eines anhaltenden Regenwetters. Die Blüten vertrocknen und die Blätter und Triebe sterben mit der Zeit ab.
➡ Behandlung:
Vorbeugen lässt sich ein solcher Befall mittels eines Rückschnitts des Pfirsichbaumes, der mindestens zehn Zentimeter betragen sollte. Ist der Baum zu stark gefährdet, kann ein organisches Fungizid dabei helfen, die Krankheit auszurotten. Hierzu wird es direkt in die Blüten gespritzt.
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Welche Schädlinge befallen Pfirsichbäume?
Neben den aufgeführten Krankheiten besteht auch die Gefahr, dass Schädlinge den Baum schädigen und erkranken lassen können. Besonders anfällig ist der Pfirsichbaum für die Folgenden:
🕷 Blattläuse:
Bei einem Befall mit Blattläusen rollen sich die Blätter zusammen und wachsen verkrüppelt nach. Außerdem scheiden Blattläuse klebrigen Honigtau aus, welcher andere Insekten anlockt, die sich daran laben.
➡ Behandlung:
Eine Behandlung ist mit einem Insektenmittel möglich. Sinnvoller ist es jedoch zunächst Nützlingen gegen die Schädlinge einzusetzen. Darunter zählen neben Florfliegen, Marienkäfer und Schlupfwespen zum Beispiel Schwebfliegen und Raubwanzen. Ebenso können Sie den Pfirsichbaum mit selbstgemachter Brennnesseljauche einsprühen.
🕷 Gemeine Napfschildlaus:
Bei einem Befall mit der Gemeinen Napfschildlaus wächst der Baum nicht normal nach. Die Blätter und die Rinde leiden zudem unter einem so genanntem Rußtau, der sich in Form eines schwarzen Belags zeigt.
➡ Behandlung:
Wischen Sie die Läuse an den befallenen Stellen ab. Da das jedoch sehr mühselig sein kann, können Sie den Pfirsichbaum auch mit Paraffinöl behandeln. Dieses enthalten Beispielsweise Produkte wie das NEUDORFF – Promanal AF Schild- und Wolllausfrei.
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🕷 Maulbeerschildlaus:
Bei einem Befall mit der Maulbeerschildlaus färben sich die Früchte weiß ein und „verkalken“. Die Oberfläche wird mit fortschreitendem Befall sogar richtig krustenartig. Bei steigendem Befall bricht die Rinde des Baums auf und einzelne Pflanzenteile sterben ab.
➡ Behandlung:
Die Insekten können vom Baum abgebürstet werden. Gleichzeitig sollten Sie den befallenen Bereich großzügig vom Baum entfernen.
🕷 Obstbaumspinnmilbe:
Die Obstbaumspinnmilbe hinterlässt weißliche kleine Flecken auf den Blättern, die sich mit der Zeit gänzlich bleigrau einfärben. Die Milben saugen Saft aus dem Baum und hinterlassen somit größere Schäden.
➡ Behandlung:
Bei einem Befall benötigt der Baum mehr Nährstoffe und sollte daher mit Pferdedung behandelt werden. Obendrein sollten Sie den Pfirsichbaum regelmäßig im Frühjahr sowie Herbst mulchen. Brennnesseljauche kann ebenfalls helfen, denn das darin enthaltene Stoffe wirken vorbeugend gegen einen Befall.