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Herbstlaub entsorgen – 5 Tipps

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Wenn im Herbst die vielen bunten Blätter zu Boden fallen, dann wissen viele nicht, wie sie das Herbstlaub entsorgen sollen. Hier 5 Tipps, was Sie damit machen können.

Sie können das Herbstlaub kompostieren
Sie können das Herbstlaub kompostieren

Wunderschönes Naturschauspiel

Alljährlich im Herbst verfärben sich die Blätter der Laubbäume in bunten Farben. Allerdings dauert dieses wunderschöne Naturschauspiel nur kurze Zeit an und das Laub fällt auch schon wieder von den Bäumen ab. Just in diesem Moment sollte bzw. muss es dann aber auch entsorgt werden (z.B. um Schäden im Rasen zu vermeiden), wofür wir Ihnen einige nützliche Entsorgungstipps zusammengestellt haben.

Herbstlaub entsorgen – 5 Tipps

Tipp 1:
Laub kann prinzipiell kompostiert und somit spätestens im Frühjahr wieder als Humus genutzt werden. Dafür das Laub einfach nur zusammenrechen und auf dem Kompost lagern.

Es gilt hierbei jedoch zu beachten, dass schon ein kleiner Windstoß das Laub wieder im Garten verteilt. Aus diesem Grund sollten Sie es auf dem Kompost untergraben – bereits gegärtes Kompostmaterial obenauf häufen. Sie können über den Kompost aber auch ein einfaches Netz spannen, so dass selbst bei stärkeren Windböen kein Laub im Garten umher fliegen kann.

Tipp 2:
Wenn Sie keinen Kompost besitzen, können Sie das Laub auch gleich direkt in den Gemüsebeeten und Obstbeeten einarbeiten und somit sofort an Ort und Stelle verrotten lassen. Hierfür das Laub auf den abgeernteten Beeten gleichmäßig ausbreiten und mit einer Gartenkralle (oder ähnlichem Gerät) gut in den Boden einarbeiten. Wenn Sie den Boden für diesen Zweck vorher gut auflockern, dann können Sie sich diese Arbeit deutlich erleichtern. Auf diese Weise wird das Erdreich zudem schon im Spätherbst mit vielen notwendigen Nährstoffen versorgt und kann bereits im zeitigen Frühjahr erneut als Frühbeet genutzt werden.

Tipp 3:
Mit Laub kann obendrein das unmittelbare Erdreich bestimmter Pflanzen weitaus länger feucht gehalten werden, so dass diese Zierpflanzen während der winterlichen Trockenheit kaum leiden müssen. Für diesen Zweck müssen Sie das Laub rund um diese Pflanzen satt anhäufen und eventuell mit Reisigzweigen zusätzlich noch beschweren. Durchführen sollten Sie diese Arbeit allerdings immer erst dann, wenn die meisten Schnecken bereits aus den Gartenanlagen verschwunden sind. Denn Schnecken halten sich besonders gerne im feuchten Laub auf.

Und während des ebenfalls auch hier schnell einsetzenden Verrottungsprozesses des Laubes über die Wintermonate hinweg werden die Pflanzen zusätzlich auch wieder mit ausreichenden Nährstoffen versorgt.

Tipp 4:
Überdies dient Laub als Kälteschutz, beispielsweise bei frostempfindlichen Rosen. Hierzu den Wurzelbereich (Pflanzenstamm) gut mit Laub anhäufen und die Rosen anschließend noch mit Reisigzweigen und/oder einem Gartenvlies abdecken.

Tipp 5:
Laubberge bieten aber auch Igeln einen sicheren Platz zum Überwintern. Dafür müssen Sie das zusammengerechte Laub an einem gut geschützten Platz zu einem Hügel aufschichten. Verlassen die Igel nach den Wintermonaten ihren Schlafplatz wieder, können Sie das Herbstlaub wiederum in den Beeten sinnvoll einarbeiten.


Foto1: © Kathrin39 - Fotolia.com

2 KOMMENTARE

  1. ich hab noch eine Verwendung für das Laub: ich habe im frühen Herbst aus alten Ziegeln ein Hochbeet gebaut. Die unterste Schicht der Füllung ist relativ grobes Material wie dickere Holzstücke. Darüber etwas feineres Holz bzw. Holzhäckselmaterial. Ganz oben werde ich nun das Laub dieses Herbstes einfüllte. So erhalte ich bis zum Frühjahr eine wunderbare fruchtbare Bodenschickt in der ich dann schon relativ zeitig im Frühjahr die ersten Gemüsepflanzen säen kann. Durch die Mauer rundrum ist diese Laubschicht auch nicht so anfällig für Windböen.

    Viel Spaß damit,
    Susanna

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