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Kalifornisches Weidenröschen – Kolibritrompete pflanzen und pflegen

Kalifornisches Weidenröschen oder auch Kolibritrompete, bezaubert von August bis November mit seinen röhrenförmigen Blüten.

Kalifornisches Weidenröschen
Wird auch Kolibritrompete genannt | © etfoto / stock.adobe.com
Kalifornisches Weidenröschen (Epilobium canum) gehört der Familie der Nachtkerzengewächse an. Zu dieser Gattung zählen etwa 200 Arten. Die Pflanzen werden auch als Kolibritrompeten bezeichnet. Weidenröschen lieben die Wärme und können daher im heimischen Garten häufig nicht ihre ganze Blühkraft zur Geltung bringen. In wintermilden Regionen, wie dem deutschen Südwesten, entfaltet das Kalifornische Weidenröschen seine ganze Schönheit.

Standort

Kalifornisches Weidenröschen bevorzugt einen sonnigen und warmen Standort. Die Pflanzen gedeihen auch im Halbschatten, allerdings gehen diese ungünstigen Standortbedingungen zulasten der Blüte.

» Tipp: Für eine reiche Blüte der Kolibritrompeten ist vorrangig die warme Herbstsonne verantwortlich.

Boden

Am besten gedeihen die Pflanzen in einem Lehm-Sand-Boden. Lockern Sie den Boden vor der Pflanzung in jedem Fall gut auf, damit die Feuchtigkeit abfließen kann.

Um die Bodenqualität zu überprüfen, bietet sich die Bestimmung des pH-Wertes an. Dies kann durch den Erwerb entsprechender Teststreifen von jedem Hobbygärtner in Eigenregie durchgeführt werden. Entnehmen Sie eine Bodenprobe und bestimmen den pH-Wert. Liegt das Ergebnis zwischen vier und sechs, eignet sich das gewählte Substrat bestens für die Kultivierung des Kalifornischen Weidenröschens.

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Kalk wird bis zu einem bestimmten Maße toleriert. In ihrer natürlichen Umgebung wachsen Kolibirtrompeten bevorzugt an Gehölzrändern und in einem humosen und feuchten Untergrund.

Pflanzung

Kolibritrompete
Großflächig gepflanzt kommen die Kolibritrompeten am besten zur Geltung | © Katy / stock.adobe.com
Kalifornisches Weidenröschen wird im Frühling oder Herbst gepflanzt. Es wird empfohlen, die Pflanzen bei einem Gärtner vor Ort zu erwerben. Längerer Versand wirkt sich erfahrungsgemäß weniger gut auf die Pflanzen aus. Die Triebe brechen schnell und die Pflanzen werden geschwächt und bedürfen einer längeren Regenerationszeit.

Pflanzung – Schritt für Schritt

  1. Standort auswählen
  2. Boden auflockern und von Unkraut befreien
  3. Pflanzabstände beachten
  4. Pflanzlöcher ausheben
  1. Pflanzen einsetzen
  2. Substrat auffüllen
  3. Substrat leicht andrücken
  4. Pflanzen angießen
Es bietet sich an, die horstbildenden Pflanzen in kleinen Tuffs zu pflanzen. Der Pflanzabstand sollte 20 bis 30 Zentimeter betragen. Auf einen Quadratmeter können folglich elf bis 25 Pflanzen gesetzt werden.

Pflege

Bei längerer Trockenheit sollte die Bewässerung nicht vernachlässigt werden. Ist der Boden locker und feucht, kommt Kalifornisches Weidenröschen auch längere Zeit ohne zusätzliche Bewässerung aus.

Im Frühling bekommt den Pflanzen eine Kompost-Gabe. Die Düngung sollte auch bereits bei der Pflanzung bedacht werden. Wird das Substrat mit reifem Kompost vermischt, ist im ersten Standjahr keine weitere Düngergabe notwendig.

Damit sich die Pflanzen nicht unkontrolliert selbst aussäen, sollte nach der Blüte kräftig zurückgeschnitten werden. Gleichzeitig wird durch den Rückschnitt die Bildung neuer Blütenknospen angeregt.

Vermehrung

Die Vermehrung des Kalifornischen Weidenröschens ist durch folgende Methoden möglich:

  1. Teilung
  2. Aussaat
  3. Stecklinge

Am einfachsten können die Pflanzen durch Teilung vermehrt werden.

Dabei gehen Sie wie folgt vor:

  1. Pflanze komplett ausgraben
  2. Wurzelballen von Substrat befreien
  3. Wurzelballen kontrollieren
  4. beschädigte und alte Pflanzenteile entfernen
  5. Wurzelballen mit einem scharfen Messer teilen
  6. Pflanzen separat voneinander einpflanzen

Wenn Sie Stecklinge schneiden, sollten diese in Anzuchterde bewurzelt werden. Haben sich Wurzeln und neue Triebe ausgebildet, können die Stecklinge ins Freiland gesetzt werden.

Überwintern

Das Kalifornische Weidenröschen ist ausgesprochen robust und übersteht selbst starke Fröste von bis zu – 40 Grad. Daher ist für die Pflanze im Beet kein zusätzlicher Winterschutz notwendig. Als Schutz vor Kahlfrösten können Laub oder Reisig um den Wurzelbereich der Pflanzen verteilt werden.

Haben Sie sich für die Kübelpflanzung entschieden, sollten die Pflanzen im Haus frostfrei überwintern. Bei einem Durchfrieren des Pflanzgefäßes können die Kolibritrompeten keine Nährstoffe mehr aufnehmen und würden daher den Winter im Freiland nicht überstehen.

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