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Kletterfeigen überwintern – So bekommen Sie die Pflanze durch die kalte Jahreszeit

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Kletterfeigen sind von Natur aus sehr pflegeleichte und anspruchslose Zimmerpflanzen, die unter den richtigen Bedingungen im Sommer sogar draußen gehalten werden können. Aber Vorsicht: im Winter gehört die Pflanze nach drinnen.

Kletterfeie überwintern
© simona – Fotolia.com

Meterlange Ranken machen die Kletterfeige (Ficus pumila) zum Blickfang im Wohnzimmer oder im Wintergarten. Die mit dem Gummibaum verwandte Tropenpflanze erglimmt dabei nicht nur Rankgitter, auch in der Blumenampel oder als Bodendecker zeigt sich die Kletterfeige wandelbar und pflegeleicht.

Werden einige Pflegehinweise beachtet, erweist sich die Kletterfeige als dankbare und pflegeleichte Zimmerpflanze. Auch bei der Überwinterung offenbart sich die Pflanze als flexibel und unproblematisch.

So flexibel können Kletterfeigen überwintert werden

Generell kann die Kletterfeige ganzjährlich warm stehen. Somit muss während der Wintermonate keine Veränderung vorgenommen werden. Die Pflanze verbleibt am Blumenfenster und wird bei Zimmertemperatur weiter kultiviert.

Ebenso ist es möglich, die Pflanzen in einem hellen und kühlen Raum bei etwa fünf bis zehn Grad zu überwintern.

» Tipp: Buntlaubige Kletterfeigen sollten im Winter nicht kälter als zehn Grad stehen.

Die Pflanzen passen sich während der kalten Jahreszeit ihrem jeweiligen Standort an. Ganzjährlich bei Zimmertemperatur kultiviert, legt die Pflanze keine Winterpause ein und wächst unvermindert weiter. Bei einer kühlen Überwinterung wird das Wachstum eingestellt.

Dieses natürliche Verhalten der Pflanzen hat Auswirkungen auf die Pflege der Kletterfeige:

PflegeKletterfeige bei ZimmertemperaturKletterfeige bei Überwinterung
Gießen und DüngenWird die Pflanze bei Zimmertemperatur überwintert, ändert sich nichts an den Pflegegewohnheiten. Die Kletterfeigen werden wie gewohnt bewässert und können etwa alle zwei Monate eine Düngergabe erhalten. Im kühlen Winterquartier wird das Wachstum deutlich heruntergefahren. Während der Winterruhe benötigt die Kletterfeige deutlich geringere Wassergaben. Der Boden sollte dabei aber nicht komplett austrocknen. Bei einer kühlen Überwinterung wird nicht gedüngt.

Kletterfeigen im Sommerquartier

Die Kletterfeige kann im Sommer durchaus auch im Freien kultiviert werden. Im Kübel auf Balkon oder Terrasse sind die Pflanzen besonders dekorativ. Dabei wird ein heller und warmer Standort, wenn möglich ohne direkte Sonneneinstrahlung, gewählt. Spätestens, wenn die Temperaturen nachts unter zehn Grad fallen, wird es für die Tropenpflanze Zeit, ins Haus geholt zu werden. Die Pflanze kann dann sofort in das kühle Winterquartier umziehen. Sollen die Kletterfeigen während der kalten Jahreszeit einen Platz am warmen Blumenfenster im Wohnzimmer erhalten, sollten die Kletterfeigen erst schrittweise an die Temperaturänderung gewöhnt werden.

Pflegefehler im Winterquartier vermeiden

Die Überwinterung bedeutet zugleich auch Stress für die Pflanze. Selbst wenn Kletterfeigen bei Zimmertemperatur überwintert werden, lauern einige Gefahren, die die Rankpflanze schwächen und schädigen können.

Im Winter werden Kletterfeigen mit verschiedenen Gegebenheiten konfrontiert:

  • trockene Heizungsluft
  • zu niedrige Luftfeuchtigkeit
  • zu warmer Standort
  • zu kalter Standort
  • Boden zu trocken
  • Boden zu nass

Was ist bei der Überwinterung bei Zimmertemperatur zu beachten?

Wird auch der Standort der Pflanze nicht direkt verändert, im Winter ändert sich für die Kletterfeige dennoch so einiges. Die Pflanzen müssen mit trockener Heizungsluft zurecht kommen. Wenn ein Standplatz nicht unmittelbar neben der Heizung gefunden wird, wäre dies für die Pflanzen durchaus vorteilhaft. Weiterhin sollte für eine gleichbleibend hohe Luftfeuchtigkeit gesorgt werden. Die Pflanzen sind also öfter zu besprühen. Der Wurzelballen ist gleichmäßig feucht zu halten. Der Boden darf nicht austrocknen, es darf im Winterquartier aber auch nicht zu Staunässe kommen. Da die Pflanze unvermindert weiter wächst, können Kletterfeigen auch im Winter gedüngt werden. In vier- bis achtwöchigen Abständen Flüssigdünger in geringer Konzentration zu verabreichen, ist dabei ausreichend.

Die Überwinterung bei Zimmertemperatur in Stichworten:

  • Standplatz direkt über der Heizung vermeiden
  • Pflanze regelmäßig besprühen
  • gleichmäßig bewässern
  • hin und wieder düngen

Was ist zu vermeiden?

  • trockene Heizungsluft
  • überheizte Zimmer
  • zu geringe Luftfeuchtigkeit
  • Temperaturschwankungen
  • Zugluft

Was ist beim kühlen Überwintern zu beachten?

Die Temperaturschwankung bedeutet zunächst Stress für die Pflanze. Daher sollte die Gewöhnung an das Winterquartier schrittweise erfolgen. Bei kühlen Temperaturen stellen die Pflanzen ihr Wachstum ein und verfallen in eine Art Winterruhe. Es werden folglich weniger Nährstoffe gebraucht. Das Gießen darf dennoch nicht vollständig unterbleiben, da der Wurzelballen nicht austrocknen darf. Die oberste Erdschicht darf jedoch antrocknen. Führen Sie am besten eine Fingerprobe durch, bevor Wassergaben verabreicht werden. Eine Düngung ist bei der Überwinterung im Kühlen nicht notwendig. Die Temperaturen sollten auch im Winterquartier konstant sein und keinesfalls in die Nähe des Gefrierpunktes fallen. Optimal sind Temperaturen um acht Grad. Der Standort sollte hell, aber nicht vollsonnig sein, denn auch die Wintersonne kann der Pflanze schaden und die Blätter verbrennen.

Die Überwinterung im Kühlen in Stichworten:

  • Temperaturen zwischen fünf und zehn Grad
  • deutlich weniger gießen
  • nicht düngen

Was ist zu vermeiden?

  • Temperaturen unter fünf Grad
  • direkte Wintersonne
  • Zugluft
  • Dünger verabreichen
  • zu intensiv bewässern

Welche Pflegefehler können im Winterquartier auftreten?

Wird bei der kühlen Überwinterung das Gießverhalten nicht angepasst, kann es schnell zu Staunässe kommen. Kann das Gießwasser nicht abfließen, greift dies die Wurzeln an und diese beginnen schnell zu faulen. Wer schnell reagiert, kann die Pflanze durch Umpflanzen und anpassen des Gießverhaltens vielleicht noch retten.

Wird zu wenig gegossen, ist Ballentrockenheit die Folge. In diesem Fall welken und vertrocknen die Blätter und fallen letztlich ab. An den Blättern lässt sich erkennen, ob die Kletterfeige mit ihrem Winterquartier zufrieden ist. Zeigen die Blätter Verfärbungen oder vertrocknen, ist meist zuwenig gegossen worden oder es fehlt der Kletterfeige an der notwendigen Luftfeuchtigkeit.

» Tipp: Buntlaubige Arten ziehen ein wärmeres Winterquartier vor. Bei Temperaturen unter zehn Grad verliert die Blattzeichnung ihre Intensität und vergrünt.


Foto1: © simona - Fotolia.com

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