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Knoblauch vermehren – 3 Möglichkeiten vorgestellt

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Auch wenn der Atem nach dem Verzehr etwas streng riecht: Knoblauch ist gesund und schmeckt. Wer nicht genug davon bekommen kann, dem verraten wir hier, wie man ihn vermehren kann.

Knoblauch lässt sich über die Zehen vermehren
Knoblauch lässt sich über die Zehen vermehren
Knoblauch findet fast in jeder Küche der Welt Verwendung. Kein Wunder, denn zum einen schmeckt das Gemüse bzw. Gewürz wirklich lecker und zum anderen ist es auch noch gesund. Wer es noch nicht wusste: Knoblauch hält Blut, Herz und Gefäße gesund. Zudem soll die Knolle auch eine desinfizierende Wirkung und eine krebshemmende Eigenschaft haben. Ein Grund mehr, warum die Knoblauchzehen ruhig häufiger mal in Gerichten Verwendung finden dürfen.

Sie müssen den Knoblauch aber nicht unbedingt im Laden kaufen. Sie können ihn auch über eine einzige Knoblauchknolle aus dem Garten vielfach vermehren. Denn bereits eine einzige Knolle lieferte zahlreiche Zehen zum Vermehren. Alternativ dazu können Sie neue Pflanzen aber auch aus so genannten Bulbillen oder aber auch aus Samen ziehen. Die Vermehrung aus den Zehen ist jedoch am einfachsten, weshalb wir Ihnen diese Variante empfehlen.

Möglichkeit 1 – Vermehrung durch Zehen:

Die gängigste Form der Vermehrung ist das Stecken von Zehen. Natürlich könnten Sie auch den Knoblauch aus dem Supermarkt im heimischen Garten einpflanzen, sobald die Zehen anfangen zu keimen. Bedenken Sie aber, dass viele Knoblauchsorten, die im Handel angeboten werden, aus dem Mittelmeerraum stammen. Sie sind also nicht an unser Klima angepasst. Dementsprechend können sie sich in unseren Gärten meistens nicht richtig entwickeln, weil ihnen die gleichbleibend hohen Temperaturen fehlen.

Mit den Knollen aus dem Supermarkt könnten Sie höchstens Erfolg haben, wenn Sie die Zehen in einen Blumentopf pflanzen, denn im Freien würden die Pflanzen den Winter sicher nicht überstehen. Besorgen Sie sich das Pflanzgut deshalb am besten in einer Gärtnerei, denn hier können Sie sicher sein, dass der Knoblauch in Ihrem Garten auch gut gedeiht.

Der beste Pflanzzeitpunkt:

Nehmen Sie sich das Stecken der Zehen entweder zwischen März und April oder zwischen September und Oktober vor. Pflanzen Sie den Knoblauch im Frühling, dann bleiben die Pflanzen meistens etwas kleiner. Der Herbst ist also deutlich besser geeignet.

So wird’s gemacht:

Verwenden Sie am besten relativ große Zehen, denn diese bringen in der Regel auch kräftigere Pflanzen hervor. Entfernen Sie die äußere, trockene Haut der Zehen und stecken Sie sie dann etwa 6 Zentimeter tief in die Erde. Zwischen den Reihen sollte der Abstand dabei rund 10 Zentimeter betragen. Achten Sie dabei darauf, dass die Spitzen der Knoblauchzehen nach oben gerichtet sind. Schon nach kurzer Zeit werden sich Wurzeln entwickeln und die langen Blätter erscheinen. Wichtig: Im Winter können die Knollen bei anhaltender Feuchtigkeit leicht faulen. Schützen Sie den Wurzelbereich deshalb mit Reisig oder Stroh.

Möglichkeit 2 – Vermehrung durch Brutzwiebeln:

Haben Sie schon Knoblauchpflanzen im Garten, so können Sie auch die Brutzwiebeln für die Vermehrung verwenden. In Russland hat diese Form des Anbaus eine lange Tradition und wird dort in großem Umfang praktiziert.

Der beste Pflanzzeitpunkt:

Zwischen Juli und August entwickeln die Pflanzen Blütenstände mit Scheindolden, in denen sich wiederum die Brutzwiebeln, die so genannten Bulbillen, befinden. Diese können Sie ernten und direkt wieder neu einpflanzen.

So wird’s gemacht:

Bringen Sie die Zwiebeln ebenfalls in Reihen in die Erde ein, allerdings nur 1 bis 2 Zentimeter tief. Bei dieser Art der Vermehrung dürfen Sie aber nicht die trockene Schale entfernen.

Das Negative: Nicht jede Knoblauchsorte entwickelt Brutzwiebeln. Es muss sich auf jeden Fall um schossende Sorten handeln. Außerdem müssen Sie bei der Knoblauchernte etwas Geduld haben, denn sie wird sich in diesem Fall erst ab dem zweiten Standjahr lohnen.

Möglichkeit 3 – Vermehrung durch Samen:

Knoblauch können Sie auch aus Samen ziehen. Das wird heutzutage zwar sehr selten gemacht, aber es geht. Die Samen können Sie entweder im Handel kaufen oder aber auch selber ziehen. Die Samen befindet sich im oberen Teil der Pflanze in der Blüte. Diese sind extrem hart und haben eine violette Farbe.

Der beste Pflanzzeitpunkt:

Säen Sie den Knoblauch am besten im Februar oder im Oktober. Wichtig dabei: wählen Sie einen möglichst sonnigen und geschützten Standort aus.

So wird’s gemacht:

Säen Sie die Samen etwa 1 bis 2 Zentimeter tief in die Erde ein. Beachten Sie dabei einen Reihenabstand von circa 10 bis 15 Zentimeter. Anschließend alles gut angießen.


Foto1: © lithiumphoto - Fotolia.com

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