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Kriechspindel – Pflanzen, pflegen und überwintern

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Die Kriechspindel ist ein wahres Allround-Talent und zudem auch noch total pflegeleicht. Sie kann sowohl als Bodendecker wie auch als Heckenpflanze oder Rankpflanze im Garten gedeihen.

Kriechspindel
© summersum – Fotolia.com

Die Kriechspindel (Euonymus fortunei) ist eine Art aus der Gattung der Spindelsträucher (Euonymus), die in Ostasien heimisch ist. In Europa erfreut sie sich je nach Sorte vor allem als immergrüner Bodendecker, Heckenpflanze, Solitärgehölz oder als Rankpflanze für die Begrünung von Mauern großer Beliebtheit.

Aussehen

Kriechspindeln bilden im Juni und Juli grünlich weiße bis grünlich gelbe Blüten aus. Die gegenständig wachsenden Blätter sind oval bis elliptisch geformt. Sie können verschiedene Grüntöne annehmen, häufig durchsetzt mit weißen oder gelblichen Flächen. Im Herbst tragen die Pflanzen zudem noch kleine Beeren von feurig roter bis kräftig orangener Farbe, die verschiedenen Vogelarten als Nahrung dienen.

Wuchs

Der Wuchs der Kriechspindeln ist äußerst variantenreich und hängt von der jeweiligen Zuchtsorte ab. Entsprechend vielfältig sind die Einsatzmöglichkeiten. Die Kriechspindel ‚Emerald’n Gaiety‘ zum Beispiel wird nur 20 bis 60 Zentimeter hoch und eignet sich sehr gut als flacher Bodendecker oder niedrig wachsende Hecke. Die Purpur-Kriechspindel ‚Coloratus‘ wiederum wird auf Flächen bis zu 60 Zentimeter hoch und kann ebenfalls als Hecke oder Bodendecker verwendet werden. Die Sorte macht aber auch als Kübelgewächs oder halb aufrechtes Solitärgehölz eine gute Figur. Mit den entsprechenden Rankhilfen lassen sich auch Pergolen oder sogar komplette Hausfassaden ohne Probleme begrünen.

Standort und Boden

Kriechspindeln sind sonnenliebende Pflanzen, die Ihnen einen hellen Standort mit rund 20 Zentimetern Wachstumsgewinn pro Jahr danken. Halbschattige Standorte sind für Sorten mit durchgehend grünen Blättern ebenfalls akzeptabel.

Die Ansprüche der Kriechspindeln an den Boden sind gering. Mit gewöhnlicher Gartenerde kommen sie bestens zurecht. Sehr magere Böden sollten Sie allerdings regelmäßig mit Komposterde anreichern, um ein ausreichendes Nährstoffangebot sicherzustellen. Auf sehr festem Untergrund wachsen Kriechspindeln nicht sonderlich gut an. Das Problem lässt sich aber leicht lösen, indem Sie den Boden mit dem Spaten auflockern.

Wichtige Pflegemaßnahmen

Kriechspindelblüte
© summersum – Fotolia.com

Gießen:

Kriechspindeln fühlen sich in mäßig feuchtem Erdreich am wohlsten. Während des Sommers sollten Sie die Pflanzen deshalb an sonnigen Standorten und bei längeren Trockenzeiten auch im Halbschatten regelmäßig gießen. Wie Sie das richtig machen, erfahren Sie in unserem Beitrag Richtig gießen im Sommer – Diese Regeln gilt es zu beachten.

Düngen:

Wachsen die Pflanzen auf nährstoffreichem Boden, ist es nicht notwendig sie zu düngen. Als Kübelpflanzen brauchen Kriechspindeln allerdings einmal im Monat ein wenig Flüssigdünger.

Überwinterung:

Mit Frost kommen die winterharten Pflanzen gut zurecht. Allenfalls kann es während der kalten Jahreszeit zu einem schlaffen Erscheinungsbild mit hängenden Blättern kommen. Sobald die Temperaturen im Frühjahr steigen, erholen sich die Kriechspindeln aber schnell wieder.


Foto1: © summersum - Fotolia.com, Foto2: © summersum - Fotolia.com

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