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Möhren pikieren – Wichtiger Schritt für kräftige Pflanzen

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Einige Gemüsepflanzen benötigen einen besonderen Pflegeaufwand, um prächtig gedeihen zu können. So müssen Möhren beispielsweise pikiert werden. Was das ist und wie das funktioniert, lesen Sie hier.

Möhren pikieren
Für eine kräftige Ernte müssen Möhren pikiert werden

Möhren sind bei Kindern und Erwachsenen gleichermaßen beliebt. Ob Saft, Gemüsebeilage oder Kuchen – aus Karotten lässt sich so allerhand herstellen. Zudem eigenen sie sich hervorragend für den Anbau im eigenen Garten.

Karotten sind in der Pflege allerdings etwas aufwendiger. So müssen sie beispielsweise in der Wachstumsphase pikiert werden, damit sie groß und kräftig werden. Unter Pikieren versteht man das Vereinzeln der Pflanzen für die problemlose Entwicklung. Wie das genau funktioniert, erklären wir Ihnen jetzt.

Die richtige Aussaat der Möhren

Wenn Sie sich für die Anzucht aus Samen entscheiden, so säen Sie die Karotten in mehreren Reihen aus. Dabei ist ein Abstand von rund 20 Zentimetern zwischen den einzelnen Reihen einzuhalten, damit genügend Platz vorhanden ist.

Die Samen bringen Sie etwa ein bis zwei Zentimeter tief in den Untergrund ein. In der Regel werden nicht alle Samen aufgehen und sobald nach den Keimblättern die ersten richtigen Blätter zu sehen sind, kann es ans Pikieren gehen.

Durch das Pikieren regen Sie das Wachstum der Wurzeln an und bieten den Pflanzen mehr Platz zum Wachsen.

Das Pikieren der Möhren

Die Möhrenkeimlinge haben sehr feine, sensible Wurzeln, weshalb das Pikieren nicht ganz so einfach ist. Sie sollten auf jeden Fall ganz behutsam vorgehen, um die Wurzeln nicht zu durchtrennen oder abzureißen. Sobald sich also die erste richtigen Blättchen an den Jungpflanzen zeigen, werden die schwächsten gleich entfernt. Die stärkeren Keimlinge werden vorsichtig entnommen und dann auf einen Abstand von mindestens drei Zentimetern zueinander versetzt.

Das richtige Werkzeug

Am einfachsten geht das Pikieren mit einem speziellen Pikierstab, dieser wird auch als Pikierholz bezeichnet. Dieser dünne Stab hat eine Länge von etwa 18 Zentimetern und ist an einem Ende spitz und am anderen rund. Der Pikierstab kann aus Holz, Metall oder Kunststoff sein und ist für wenig Geld im Gartencenter erhältlich. Alternativ zum Pikierstab kann man auch den Stiel eines Löffels verwenden.

Anleitung

» Schritt 1:
Heben Sie mit dem Stab ganz vorsichtig in einer Ecke ineinander verwurzelte Pflänzchen an und nehmen Sie sie aus der Erde heraus.

» Schritt 2:
Trennen Sie die Keimlinge voneinander und sortieren Sie schwache und beschädigte sofort aus. Bei den übrig gebliebenen, kräftigen Keimlingen werden die Wurzeln etwas eingekürzt.

» Schritt 3:
In den neuen Pflanzbehältern werden mit dem Pikierstab Löcher in die Erde gedrückt, dort setzen Sie die kleinen Pflanzen hinein. Der Ansatz der Wurzeln muss unbedingt immer komplett unterhalb der Erdoberfläche liegen. Mit Erde werden die Löcher wieder verschlossen, diese drücken Sie dann vorsichtig mit den Fingern an.

» Schritt 4:
Zum Schluss müssen die Pflanzen noch bewässert werden und fertig ist das Pikieren. War doch gar nicht so schwer oder?


Foto1: © fotoknips - Fotolia.com

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