Tomaten zu pikieren, ist kein Hexenwerk. Dennoch gibt es bei der Durchführung einiges zu beachten, damit die Pflanzen den Vorgang unbeschadet überstehen.

Wer in seinem Garten oder auf der Terrasse Tomaten anpflanzen möchte, sollte sich im Vorfeld genau erkundigen, welche Arbeiten diesbezüglich genau auf einen zukommen. Mit Einpflanzen und wild wachsen lassen, ist es leider nicht getan.

Tomaten benötigen natürlich regelmäßig Wasser und über eine Portion Dünger freuen sie sich auch. Hinzu kommt, dass die Tomaten, wenn Sie sie selbst ziehen, pikiert werden sollten. Der Grund liegt einzig und allein darin, dass die Wurzeln der Pflanzen stärker und dichter wachsen sollen. Somit sorgen Sie für eine reichere Ernte.

Was benötigt man zum Pikieren von Tomaten?

Wann ist der richtige Zeitpunkt zum Pikieren?

Der beste Zeitpunkt zum Pikieren liegt ungefähr 20 bis 24 Tage nach der Aussaat. Erst dann haben sich die ersten richtigen Tomatenblätter gebildet und die Pflanzen sind reif genug, um umgepflanzt zu werden. Beim Pikieren pflanzen Sie Ihre Schützlinge also nur auseinander und sorgen damit für mehr Freiraum.

Welche Werkzeuge benötigt man zum Pikieren?

Damit Sie Ihre Pflanzen beim Umsetzen nicht verletzen, sollten Sie immer das richtige Werkzeug zur Hand haben. Wichtig ist vor allem ein Hilfsmittel, mit dem Sie die Pflanzen unbeschadet aus der Erde bekommen. Im Handel finden Sie dafür spezielle Pikierhilfen, die diese Arbeit enorm erleichtern. Wenn Sie keine Pikierhilfe haben, kann ein kleiner Löffel oder eine Gabel Abhilfe schaffen.

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Außerdem benötigen Sie noch ein scharfes keimfreies Messer, um die Wurzeln zu beschneiden und einen Pikierstab, um Löcher in der Erde vorzubereiten. Hier kann aber auch ein dicker Kugelschreiber ohne Mine eine gleichwertige Hilfe sein.

Welche Erde benötigen die Pflanzen?

Spätestens beim Umtopfen benötigen Ihre Tomaten eine nährstoffreiche Erde. Hier bekommen Sie im Handel spezielle Tomatenpflanzerde, die genau auf die Bedürfnisse von Tomaten abgestimmt ist. Sie können sich aber auch Erde selbst anmischen. Nehmen Sie dazu ein Drittel gesiebte Gartenerde und füllen Sie diese auf, mit Kompost und feinem Sand.

Anleitung für das Pikieren von Tomaten

Tomatenpflanzen pikieren
© Andreas / stock.adobe.com

❍ Schritt 1: Pflanzen gießen

Bevor Sie mit dem Pikieren beginnen, sollten Sie die Tomatenpflanzen ausreichend gießen. Geben Sie der Pflanze ungefähr drei Stunden Zeit, um sich vollständig mit Wasser vollzusaugen. Wenn die Pflanzen genug Wasser gespeichert haben, überstehen Sie das Pikieren ohne Probleme. Bei trockenen Pflanzen kann es hingegen schnell passieren, dass die Pflanzen welken.

❍ Schritt 2: Pflanze aus der Anzuchtschale lösen

Lösen Sie Ihre Pflanze nun vorsichtig aus der Anzuchtschale. Passen Sie dabei gut auf, dass Sie Ihre Tomatenpflanze nicht verletzen. Entfernen Sie anschließend gleich unnötige Erde. Durch das Wässern kann es sein, dass sich Erde zwischen den Wurzeln festsetzt und nur schwer loszubekommen ist. Das ist aber nicht weiter schlimm.

❍ Schritt 3: Pflanzen begutachten

Nehmen Sie die Pflanze genau unter die Lupe. Die Wurzeln sollten weiß und kräftig sein. Ist dies nicht der Fall, kann es gut sein, dass diese Pflanze nur schwach weiter wächst oder gar nichts mehr wird. Gelblich braune Wurzeln sind ein Indiz dafür, dass Sie zu viel gegossen haben.

❍ Schritt 4: Wurzeln kürzen

Nehmen Sie sich nun das Messer zur Hand und stutzen Sie die Wurzeln auf eine Länge von ca. 2 bis 3 Zentimeter. Mit dem Kürzen verletzen Sie Ihre Pflanzen nicht, sondern regen das Wachstum an.

❍ Schritt 5: Pflanzen einsetzen

Füllen Sie Ihre Anzuchttöpfe mit Erde und geben Sie mit Hilfe des Pikierstabs eine kleine Mulde in die Erde hinein. Das Loch darf ruhig etwas größer ausfallen, sodass Sie beim Einsetzen der Pflanze keine Probleme haben.

Stecken Sie die Pflanze nun bis dicht unterhalb der Keimblätter in das vorbereitete Loch. Je mehr von dem Stängel unter der Erde steckt, desto mehr Wurzeln bilden sich aus. Außerdem hat die Pflanze dann einen besseren Halt.

Drücken Sie jetzt die Erde vorsichtig an den Pflanzen fest. Wenn Sie leicht an der Pflanze ziehen, darf sie nicht wieder herausrutschen.

❍ Schritt 6: Raus aus der Sonne

Für die nächsten drei Tage sollten Sie Ihre frisch pikierten Pflanzen an ein schattiges Plätzchen stellen. Die kleinen Pflanzen würden sonst nämlich bei zu viel Sonne schnell welk werden.

Nach den 3 Tagen können Sie Ihre Pflanzen langsam wieder an die Sonne gewöhnen. Aber auch jetzt sollten Sie Ihre Tomatenpflanzen nicht der direkten Sonneneinstrahlung aussetzen.

❍ Schritt 7: Tomatenpflanzen ins Freiland setzen

Nach etwa 20-30 Tagen sind Ihre Tomatenpflanzen nun bereit ins Freiland gesetzt zu werden. Jetzt können Sie diese aus dem Topf nehmen und in das vorbereitete Tomatenbeet oder auf die Terrasse pflanzen. Sie können natürlich aber auch Tomaten auf dem Balkon ziehen.

Im folgenden Video sehen Sie noch einmal sehr ausführlich, wie Sie beim Pikieren von Tomaten vorgehen sollten:

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Ringo von Gartentipps.com

Gründer und Chef-Redakteur von Gartentipps.com. Hat auf dem Dorf (bei Oma) zwischen Stachelbeeren, Kirschbaum und Hühnerhof seine Leidenschaft fürs Gärtnern entdeckt.

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