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Pfeifenwinde pflanzen – Optimaler Sichtschutz und farbenfrohe Fassadenbegrünung

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Sie wollen einen optimalen Sichtschutz und trotzdem eine schicke Fassadenbegrünung? Warum sich die Pfeifenwinde bestens dazu eignet, erfahren Sie in diesem Beitrag.

Pfeifenwinde
© vvoronov / stock.adobe.com
Mit der intensiv grün gefärbten, schnell wachsenden Pfeifenwinde (Aristolochia macrophylla) können Fassaden, Zäune und Rankgitter in den Gärten und an Häusern jeglicher Art problemlos über mehrere Jahre hindurch begrünt werden – auch oder gerade an halbschattigen bis schattigen Plätzen. Und aufgrund ihres dichten Wuchses eignet sich die bis zu 10 m hochwachsende Pfeifenwinde dabei auch hervorragend als Sichtschutz und Schattenspender.

Tipp: Das besondere Kennzeichen dieser gemäßigten Schlingpflanze sind ihre herzförmigen Blätter, die sich nahezu allerorts anheften können.

Prächtiger Schattenspender

Die tropisch wirkenden Blätter der Pfeifenwinde ordnen sich dachziegelartig übereinander an, womit sich eine Vollbeschattung gestalten lässt – z. B. als Freisitzbegrünung.

Pfeifenwinde oder Pfeifenblume / Gespensterpflanze (Aristolochia macrophylla )
Wuchsgeschwindigkeit: 100 – 150 cm im Jahr
Wuchshöhe: 600 – 1000 cm
Wuchsbreite: 200 – 600 cm
Wurzelsystem: Tiefwurzler
Standort: Sonne bis Halbschatten
Boden: nährstoffreich, durchlässig, humos, kalkhaltig, sandig bis lehmig
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Zudem steht diese dichte Belaubung über einen extrem langen Zeitraum – von Mai bis November, bei milden Wintertemperaturen sogar noch länger – zur Nutzung zur Verfügung. Wobei sich die Pfeifenwinden im Herbst langsam in ein leuchtendes Gelb bzw. Gelborange umfärben können.

Pflegetipps für die Pfeifenwinde

Pfeifenwinden benötigen im Freiland in der Regel nur eine minimale Pflege, die sich hauptsächlich auf einen regelmäßigen, wenn nötig auch großzügigen Rückschnitt beschränkt, damit sie sich nicht allzu weit unkontrolliert ausbreitet.

Tipp: Spätestens alle 3 Jahre sollte aber ein angemessener Auslichtungsschnitt an der kompletten Pflanze erfolgen! Zumal sich die jeweiligen Seitentriebe jährlich bis zu 2 m ausbreiten können.

Pfeifenwinde
© hadkhanong / stock.adobe.com
Ansonsten muss die Pfeifenwinde während längerer Trockenperioden ausreichend gegossen werden – vor allem an südlichen Standorten. Eine Düngung ist normalerweise nicht erforderlich, kann jedoch beim Anpflanzen im ersten Jahr und bei einem sichtbaren Bedarf jederzeit verabreicht werden.

Tipp: Alternativ kann im Frühjahr oder Herbst auch Humus rund um den Pflanzstock der Pfeifenwinde eingearbeitet werden.

Auch produziert die Pfeifenwinde von Mai bis Anfang August eine mehr oder weniger unscheinbare, gelbliche Blüte, aus der sich eine violett Farbene, in etwa 5 cm lange Frucht bildet, die augenscheinlich einer Kapsel gleicht und somit sehr auffällig erscheint.

Pfeifenwinde als Kübelpflanze verwenden

Pfeifenwinden können darüber hinaus auch in Kübeln gepflanzt werden, sollten dann aber an einem möglichst schattigen Standort aufgestellt werden. Es gilt bei einer Topfbepflanzung darauf zu achten, dass die Pfeifenwinde dann einen enorm hohen Wasserverbrauch aufweist und deshalb gerade in den Sommermonaten sogar mehrmals täglich gegossen werden muss.

Tipp: Für die Topfbepflanzung weitaus besser geeignet ist die nicht winterharte, südamerikanische Unterart „Gigas“, die sich hervorragend für die Wintergarten-Beschattung eignet. Zumal diese Pflanze dann auch über eine imposantere Blütenpracht verfügt!


Foto1: © vvoronov / stock.adobe.com, Foto2: © hadkhanong / stock.adobe.com

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