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Saatgut lagern – So machen Sie es richtig

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Wenn Saatgut nicht aufgeht, liegt das meist an der falschen Lagerung. Wir erklären Ihnen hier deshalb, wie diese am besten aussehen sollte.

Saatgut muss immer richtig gelagert werden
Saatgut muss immer richtig gelagert werden

Die Keimfähigkeit von Saatgut ist in erster Linie von dessen Frische abhängig. So kann eindeutig gesagt werden, dass möglichst frisches Saatgut weit mehr Keimfähigkeit aufweist, als altes, abgelagertes Saatgut. Frisches Saatgut gewährleistet bis zu 90 Prozent Keimfähigkeit. Pro Jahr Lagerung nimmt diese Fähigkeit deutlich ab, sodass nach circa 2 Jahren Lagerung meist nur noch circa 30 Prozent Keimfähigkeit zu verzeichnen sind.

Um die Keimfähigkeit zu erhalten, müssen Sie das Saatgut richtig lagern. Nur so können Sie sich über eine reiche Ernte bzw. Blütenpracht erfreuen. Wir erklären Ihnen nun, wie diese Lagerung aussehen sollte.

Lagerung von Saatgut

Saatgut sollten Sie stets trocken (maximal 25 Prozent Luftfeuchtigkeit) und kühl lagern. Der beste Ort dafür ist deshalb der Keller. Weiterhin sollten Sie das Saatgut keiner direkten Lichteinstrahlung aussetzen. Dementsprechend sollten Sie die Samen am besten in lichtundurchlässigen Behältnissen lagern. Eine Lagerzeit von maximal drei Jahren sollten Sie nicht überschreiten. Andernfalls können Sie das Saatgut entsorgen.

Tipp:

Lagern Sie die Samen in speziellen Keimschutzbehältnissen, dann gewährleistet dies, dass sich im Saatgut kaum Krankheiten (z.B. ein Pilzbefall) einnisten.

Keimfähigkeit von Saatgut testen

Wenn Sie sich nicht sichern sind, wie alt das Saatgut ist, oder Sie das Gefühl haben, dass Sie es falsch gelagert haben, dann sollten Sie dieses Saatgut nicht einfach ausstreuen, sondern vorher einen Keimtest machen. So sehen Sie, ob die Samen noch keimfähig sind, oder ob Sie diese entsorgen können.

➤ So wird’s gemacht:

Streuen Sie ein wenig Saatgut auf feuchtes Küchenpapier aus. Die Saatkörner dabei möglichst abzählen. Das feuchte Küchenpapier anschließend auf einen Teller legen, mit einer Tüte (eine durchsichtige Tüte bei Lichtkeimen, eine dunkle Tüte bei Dunkelkeimen einsetzen) überstülpen und die reguläre Keimdauer abwarten. Natürlich muss während der Keimzeit die Feuchtigkeit im Küchenpapier erhalten bleiben, weshalb Sie dieses ab und zu mit Wasser besprühen müssen.

Nach Abschluss der Keimzeit können Sie die Tüte komplett abnehmen und die Keimfähigkeit des vorhandenen Saatguts überprüfen. Ist die Keimfähigkeit gut (mindestens 60 Prozent), dann können Sie das Saatgut in entsprechender Anzahl ausbringen. Ist sie schlecht, sollten Sie das Saatgut entsorgen.


Foto1: © fotoknips - Fotolia.com

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