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Schachbrettblume im Topf halten – Das sollten Sie dabei beachten

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Pflanzen Sie Schachbrettblumen im Kübel an, können die Pflanzen auf Balkon und Terrasse als Blickfänge dienen. Das Beste: die Pflege der Pflanzen ist auch noch ganz einfach.

Schachbrettblume im Topf halten
© Eileen Kumpf – Fotolia.com

Die Schachbrettblume ist ein Einzelgänger, sprich also nach Gruppenpflanzungen mit anderen Frühblühern steht ihr nicht der Sinn. Dem werden Sie gerecht, indem Sie die Zwiebeln nicht ins Beet, sondern in Pflanzkübel oder Blumentöpfe setzen. Die Schachbrettblume kann sich auch mit dieser Kultivierung anfreunden, vorausgesetzt Sie beachten dabei einige Dinge. Hier können Sie nachlesen, wie sich der hübsche Frühblüher als Topfpflanze anpflanzen und pflegen lässt.

Worin unterscheiden sich Kübel- und Freilandhaltung?

Schachbrettblumen sind recht robust, gut an unser Klima angepasst und stellen im Freiland wenig Ansprüche. Ausgenommen der große Durst, dem Sie regelmäßig nachkommen sollten. Wenn Sie Schachbrettblumen im Freiland kultivieren, werden Sie vielleicht auch über eine Kübelhaltung nachdenken. Sie erwarten hier viele Gemeinsamkeiten in Pflege und Kultivierung, aber auch einige Unterschiede, welche wir im Folgenden zusammengestellt haben.

GemeinsamkeitenUnterschiede
❍ Schachbrettblumen benötigen viel Feuchtigkeit

❍ Schachbrettblumen sind winterhart

❍ Schachbrettblumen benötigen organischen Langzeitdünger

❍ Schachbrettblumen können einfach vermehrt werden

❍ Schachbrettblumen benötigen einen hellen Standort

❍ Schachbrettblumen blühen im April und Mai
❍ Kübelpflanzen sind anfälliger für Staunässe

❍ Kübelpflanzen sind gefährdeter und sollten einen Winterschutz erhalten

❍ Kübelpflanzen sollten während der Wachstumsphase zusätzlich Flüssigdünger bekommen

Wie sollte das Pflanzgefäß beschaffen sein?

Das Pflanzgefäß sollte eine ausreichende Größe besitzen. Möchten Sie mehrere Schachbrettblumenzwiebeln einpflanzen, sollten Sie mindestens 20 Zentimeter Pflanzabstand einhalten. Der Pflanztopf sollte nicht nur die passende Größe besitzen, sondern auch über ausreichend Abzugslöcher im Boden verfügen, denn das Gießwasser darf sich nicht im Pflanztopf stauen. Die Gefahr für die Entstehung von Staunässe ist bei Kübelpflanzen schließlich besonders hoch.

Wie wird eine Drainage angelegt?

Wird eine Drainage angelegt, lässt sich die Durchlässigkeit des Bodens merklich verbessern und es kommt seltener zu Staunässe, auch wenn Sie einmal zu intensiv gegossen haben. Auf dem Gefäßboden müssen Sie dazu einfach eine Schicht aus grobem Kies oder Tongranulat aufbringen. Damit die Abzugslöcher nicht verstopfen, sollte ein durchlässiger Vliesstoff als Abdeckung dienen.

Welches Substrat ist zu verwenden?

Als Substrat eignet sich Kübelpflanzenerde. Topfpflanzen für die Zimmerkultur können Sie aber auch in Anzuchterde setzen. Durch die Beigabe von Kompost reichern Sie den Boden gleich auch noch mit wertvollen Nährstoffen an.

Wo und wie sind die Zwiebeln zu pflanzen?

Die Standortansprüche unterscheiden sich nicht von Schachbrettblumen in Freilandhaltung. Den Pflanzkübel oder Blumenkasten sollten Sie nicht in der prallen Sonne platzieren. Halbschatten verträgt die Pflanze besser.

Die Zwiebeln der Schachbrettblume sollten Sie nicht tiefer als etwa acht Zentimeter einpflanzen. In der Regel ist die doppelte Pflanztiefe, gemessen an der Länge der Blumenzwiebel, ausreichend.

Was ist bei der Pflege zu beachten?

gießen:

Auch im Kübel hat die Schachbrettblume großen Durst. Die Herausforderung an den Hobbygärtner steigt also. Ausreichend zu gießen, kann schließlich leicht missverstanden werden. Bei Kübelpflanzen kann es schnell zu Staunässe kommen. Haben Sie nicht durch eine Auflockerung des Bodens und dem Anlegen einer Drainage vorgesorgt, besteht die Gefahr, dass sich Flüssigkeit im Pflanzgefäß staut und die Zwiebeln zu faulen beginnen. Dies bleibt zunächst unbemerkt. Erst wenn die Pflanze zu welken beginnt und ein muffiger Geruch aus dem Pflanzgefäß aufsteigt, wird Staunässe häufig erkannt. Dann ist es für die Pflanze allerdings meist längst zu spät.

düngen:

Der Nährstoffbedarf der Schachbrettblume ist recht hoch. Voraussetzung hierfür ist ein entsprechend aufbereiteter Boden. Im Freiland genügt die Beigabe von Kompost, um die Pflanze während der Wachstumsperiode mit allen notwendigen Nährstoffen zu versorgen. Die Kübelpflanze hat aufgrund des geringen Angebotes an Substrat nicht die Möglichkeit, sich über längere Zeit mit ausreichend Nährstoffen zu versorgen. Sie sollten deshalb während der Wachstumsphase mit regelmäßigen Gaben von Flüssigdünger nachhelfen.

überwintern:

Die Schachbrettblume ist dafür bekannt, ausgesprochen robust zu sein und selbst starken Frösten zu trotzen. Dies trifft auf die Kübelpflanze nur bedingt zu. Gegenüber dem Freiland bedeutet der kleine Pflanzkübel eine Einschränkung für die Schachbrettblume. Ein Pflanzkübel ist schließlich schnell komplett durchgefroren. Dann kann sich die Zwiebel nicht mehr mit Nährstoffen versorgen und die Pflanze stirbt ab.

Das Pflanzgefäß können Sie z.B. durch eine Abdeckung aus Laub oder Reisig vor Frost schützen. Der Boden darf auch während des Winters nicht komplett austrocknen. Daher dürfen Sie nicht vergessen die Pflanze an frostfreien Tagen zu gießen.

Die Schachbrettblume in Zimmerkultur

Wer keinen Garten und vielleicht auch keinen Balkon besitzt, muss nicht auf die Kultivierung der Schachbrettblume verzichten. Die Haltung im Zimmer wird zwar nicht favorisiert, aber durchaus möglich. Die Zwiebeln dazu, wie bei den Kübelpflanzen bereits beschrieben, einpflanzen. Die Topfpflanze sollte dann einen hellen, aber nicht vollsonnigen Standort bekommen. Schachbrettblumen möchten zudem nicht direkt über der Heizung stehen und vertragen auch keine Zugluft. Die Schachbrettblumen in Zimmerkultur blühen dann zwischen April und Mai für nur wenige Tage.

Alle zwei bis drei Jahre sollten Sie die Schachbrettblumen in ein neues Pflanzgefäß setzen und den Boden austauschen. Auch die Drainage im Topfboden sollten Sie während des Umpflanzens erneuern.

Wichtig:
Ist die Schachbrettblume verblüht und das Laub vergilbt, haben Sie leider keine attraktive Zimmerpflanze mehr vor sich. Den Winter verbringen die Pflanztöpfe dann in einem kühlen und dunklen Winterquartier.


Foto1: © Eileen Kumpf - Fotolia.com

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