Schattengarten anlegen – So wird’s gemacht

Die meisten glauben, dass in schattigen Gartenbereichen nichts wächst. Falsch gedacht! Überzeugen Sie sich selbst und legen Sie einen Schattengarten an.

Schattengarten
Auch im Schatten fühlen sich viele Pflanzen wohl – © Michael Möller / stock.adobe.com

Leider sind nicht immer alle Gartenanteile innerhalb einer Anlage der direkten Sonneneinstrahlung ausgesetzt, sondern befindet sich teilweise auch in nördlichen bzw. in künstlich erzeugten Schattenbereichen. Möchten Sie auch diesen Gartenbereich ansehnlich gestalten, sollten Sie dort am besten einen so genannten Schattengarten anlegen.

Pflanzen für den Schattengarten

Ein Schattengarten können Sie vom Prinzip her genauso angelegen, wie einen Sonnengarten, inklusive freistehenden Gehölzen und Kübelpflanzen für den schattigen Balkonbereich oder Terrassenbereich.

Kletterpflanzen:

Für den Schattenbereich geeignete Kletterpflanzen (z.B. der Efeu) eignen sich dabei selbstverständlich auch zum Begrünen von Nordwänden. Wenn Sie entsprechende Rankhilfen anbieten, können sich die Pflanzen selbst an Gartenlauben problemlos empor schlängeln.

Blühende Staudenbeete:

Weiterhin können Sie im Schatten auch blühende Staudenbeete anlegen. Durch die Kombination mit immergrüne Pflanzen, wie z.B. Farngewächse, lässt sich ein recht harmonisches Bild mit allen blühenden Pflanzenarten erzielen.

Tipp:

Beachten Sie hierbei, dass sich die Blütenphasen der einzelnen Stauden abwechseln, sodass auch die Schattenbeete die komplette Saison hindurch über eine blühende Pracht verfügen.

Nutzpflanzen:

Darüber hinaus können Sie im Schatten auch einige Nutzpflanzen anbauen, wie z.B. Petersilie, Liebstöckel, Bärlauch, usw.

Rasen:

Für den Schattengarten werden im Fachhandel inzwischen sogar spezielle Schatten-Rasensorten angeboten (Tipps für Aussaat und Pflege von Schattenrasen), die Sie für eine wirkungsvolle Begrünung großer Flächen einsetzen können.

Pflanzen für den Schattengarten:
Hortensien
Fuchsien
Lungenkraut
Silberblatt
Japansegge
Kamelien
Leberblüchen
Trollblumen
Begonien
Elfenblumen
Waldmeister
Geissbart
Mahonien
Christophskraut
Feuerdorn
Stechapfel
Dickmännchen
Clematis
Kakibaum
Schönfrucht
Zaubernuss
Beinwell
Schneeglöckchen
Christrosen
Sterndolden
Fingerkraut
Storchschnabel
Farne
Azaleen
Vergissmeinnicht
Blauglöckchen
Liebstöckel
Bärlauch
Fingerhut
Buchsbäume
Maiglöckchen
Kirschlorbeer
Krokusse
Funkien
Krötenlilie
Septemberkraut
Buschwindröschen
Efeu
Rhododendron
Walderdbeeren
Tränendes Herz
verschiedene Primeln
einige Liliensorten
verschiedene Glockenblumen
Engelstrompeten
Tollkirsche
einige Veilchenarten und auch das Alpenveilchen
einzelne Akelei-Sorten
Fleißiges Lieschen
verschiedene Malven- und Anemonenarten
Silberkerzen

Was gehört noch in einen Schattengarten?

Gartenaccessoires:

Schattengärten können Sie durch wirkungsvolle Gartenaccessoires nochmals bereichern. Vor allem Dekorationsartikel die an Sonnenplätzen schnell farblich ausbleichen, können im Schattengarten problemlos ein geeignetes Plätzchen finden.

Sitzgelegenheiten:

Gerade an besonders heißen Tagen ist der Schattenplatz recht begehrt und will genutzt werden. Deshalb empfiehlt es sich immer im Schatten auch eine bequeme Sitzgelegenheit anzubieten.

Pflegehinweise für den Schattengarten

Gießen:

Im frei liegenden Schattengarten entsteht während längerer Regenperioden meist mehr Feuchtigkeit im Erdreich, was bei der Bewässerung der Schattenpflanzen eine große Rolle spielt. Aus diesem Grund müssen die meisten Pflanzen auch wirklich nur bei Trockenheit gegossen werden. Dann aber regelmäßig!

Entsteht ein Schattengarten jedoch aufgrund von Hausüberständen bzw. unter großen, dicht belaubten Baumkronen, trocknet das Erdreich meist extrem aus und muss dann wiederum häufiger bewässert werden. Feuchtigkeit kann in diesen Fällen aber zusätzlich noch durch das Ausbringen von Rindenmulch kompensiert werden.

Boden auflockern:

Weiterhin verhärtet sich die Bodenoberfläche aufgrund der wechselhaften Feuchtigkeit im Erdreich oftmals recht stark, vermoost in einigen Fällen sogar. Deshalb sollten Sie den Boden während der Gartensaison mehrmals mit einer kleinen Harke aufzulockern.

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