Ein gesunder Schneeball erfreut durch Vitalität und sehenswerten Blüten. Der gefräßige Schneeballblattkäfer kann die Pracht zunichtemachen. Unsere Tipps gegen den Schneeballblattkäfer lesen Sie hier.

Schneeballblattkäfer
Schneeballblattkäfer © Martina / stock.adobe.com

Schneeballblattkäfer schädigen den Strauch

Wer einen Schneeball (Viburnum opulus) im Garten hat, der hat eine wunderschöne Pflanze, die mit herrlich weißen Blüten aufwartet und einen wunderbaren Duft verströmt. Doch wie die meisten anderen Pflanzen, so hat auch der Schneeball im Reich der Insekten Feinde, die ihm gefährlich werden können. Allen voran ist hier der Schneeballblattkäfer (Pyrrhalta viburni) zu nennen. Wobei nicht der eigentliche Käfer die Schäden verursacht, sondern die Larven.

🪳 Larven schlüpfen im Mai

Im September bzw. Oktober legt der Schneeballblattkäfer seine Eier in Löchern ab, die er zuvor in die Äste gefressen hat. Im Mai schlüpfen dann die Larven. Ende Juni verpuppen sich dann alle Larven im Boden. Das heißt aber nicht, dass der Schneeballbaum nun Ruhe vor den Plagegeistern hat. Im August schlüpfen nämlich die Käfer. Sie fressen dann gemütlich bis Ende Oktober am Schneeball herum. Die Larven sind jedoch diejenigen, die mehr Schaden anrichten.

🪳 Wie sehen die Schneeballblattkäfer-Larven aus?

Viburnum Larven fressen Blätter
Viburnum Larven fressen die Blätter – © Volodymyr / stock.adobe.com


Die Larven der Schneeballblattkäfer sind leicht zu erkennen: Sie sind gelb und haben schwarze Warzen auf ihrem Körper. Sie ernähren sich von den Blättern der Pflanze. Zu finden sind sie auf der Blattunterseite. Dort fressen sie die unteren Gewebeschichten ab. Dadurch entstehen Löcher in den Blättern.

Schneeballblattkäfer bekämpfen

Pyrrhalta Viburni Larve
Ältere Pyrrhalta Viburni Larve – © Martina / stock.adobe.com

Sind die Larven schon etwas älter, dann fressen sie mitunter auch schon mal das ganze Blatt kahl. Dieser sogenannte Skelettierfraß schädigt den Schneeball besonders stark. Kontrollieren Sie deswegen regelmäßig die Blätter Ihres Schneeballs und entfernen Sie die Larven, indem Sie einzelne Blätter abzupfen oder die Tiere abschütteln. Legen Sie sich ein helles Tuch unter die Pflanze, können Sie die abgeschüttelten Tiere leicht aufsammeln.

Gartentipp des Tages!

Ringo von Gartentipps.com

Gründer und Chef-Redakteur von Gartentipps.com. Hat auf dem Dorf (bei Oma) zwischen Stachelbeeren, Kirschbaum und Hühnerhof seine Leidenschaft fürs Gärtnern entdeckt.

3 Kommentare

  1. Ich finde, dass ein Bild von der Larve & Käfer
    am Schneeballblatt ganz nützlich wäre. Ich denke
    das gehört zu einer Tipp-Illustration.

    • Ringo von Gartentipps.com
      Ringo von Gartentipps.com on

      Hallo Gary, vielen Dank für deinen Hinweis! Du hast natürlich recht! Ich habe den Artikel jetzt ergänzt

  2. Seit elf Jahren habe ich einen großen Garten. Anstatt der grauenvollen Thujen, die man ja viel zu oft sieht, habe ich rund um das Grundstück heimische Wildsträucher gepflanzt: Pfaffenhütchen, Felsenbirne, Traubenkirsche, Weißdorn, Berberitze, Haselnuß, Rotdorn, Schleedorn, Wildrosen, Blasenstrauch, wilden Schneeball, verschiedene Weidenarten, etc. gepflanzt. Und – eil ich sie sehr gerne mag – auch den Schneeball mit den Kugelblüten. Als diese Gartenumrandung noch im ersten Jahr war, waren diese Schneebälle völlig kahlgefressen von oben besagtem Käfer. Je größer diese Hecke wurde, und natürlich auch die Schneebälle, umso kleiner wurde dieses Problem. Und nun gibt es nicht einmal mehr den geringsten Anflug von Fraßspuren! Das liegt daran, dass die Population an Vögeln in meinem Garten riesengroß geworden ist, und ich meinen gefiederten Freunden auch Nistmöglichkeiten biete: Die Hecken sind Brutplätze und Kästen habe ich auch aufgehängt. Und obwohl ich die Vögel auch im Sommer füttere, werden alle Schädlinge vernichtet, die sich in meinem Garten einfinden (auch Blattläuse und Gespinstmotten). Es macht nebenbei großen Spaß, die Vögel zu beobachten, wie sie sich besagte Schädlinge von den Blättern picken. Auch mähe ich einen Teil der Wiese nicht und habe Totholz, Reisighaufen und Wassertränken angelegt. Ich käme im Leben nicht auf die Idee, auch nur irgendwann ein Mittel zu verwenden, auch wenn es sich das „biologische Mäntelchen“ umgehängt hat. Auch wenn, wie z.B. heuer, sehr viele Blattläuse waren, die Vögelchen haben Hunger, sie müssen ihre Brut versorgen, und nach einiger Zeit ist alles vertilgt.
    Ich liebe meinen Garten, in dem es kreucht und fleucht – er lebt! Weg von den Steinwüsten, Leute! Kein Golfrasen im Garten! Vögel und Insekten sind gefragt. Dann habt ihr keine Probleme mehr mit „Schädlingen“!!!

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