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Staunässe vermeiden – Legen Sie einen Teich an

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Legen Sie sich doch einfach einen kleinen Teich an
Legen Sie sich doch einfach einen kleinen Teich an

Nicht jeder Boden ist in jedem Garten gleich beschaffen. Es gibt Böden, die bilden bei stärkeren Regenfällen Staunässe. Erfahren Sie hier, wie Sie eine solche Staunässe vermeiden können.

Staunässe vermeiden
Staunässe heißt, dass das Wasser aufgrund einer Sperrschicht im Boden nicht abfließen kann und sich dadurch an der Oberfläche Pfützen bilden. Das ist für viele Pflanzen natürlich nicht sonderlich gut, wenngleich es Blumen gibt, die das mögen. Um Staunässe zu vermeiden, gibt es mehrere Möglichkeiten. Die arbeitsintensivste ist es wohl, den Boden zu bearbeiten. Dabei sollten Sie die Erde trocknen lassen und anschließend tiefgründig lockern. Diese aufgelockerte Erde müssen Sie anschließend mit Sand und Kalk vermengen.

Teich anlegen?
Auch Gründüngung ist möglich. Dazu werden so genannte Leguminosen gepflanzt. Das sind Pflanzen, die den Boden automatisch lockern. Dazu gehören beispielsweise Lupinen, Erbsen und auch Bohnen. Die Pflanzen reichern durch die Wurzeln Stickstoff im Boden an, was ihn auflockert. Eine dritte Möglichkeit ist es, die extremen Gegebenheiten zu akzeptieren und sinnvoll zu nutzen. So können Sie zum Beispiel an Stellen, an denen das Wasser sowieso ständig Pfützen bildet, einen kleinen Teich anlegen. 😉


Foto1: © William Allegre - Fotolia.com

3 KOMMENTARE

  1. Also einen Teich anzulegen um Staunässeprobleme zu beseitigen, halte ich für die schlechteste Idee, auf die jemand kommen kann, es sei den mann wollte den ganzen Garten zu einer Wasserlandschaft gestalten. Sollte der Teich mit Folie gestaltet werden, bringt es der übrigen Gartenfläche nichts, ohne Folie, verliert er in dere Trockenzeit Wasser.
    Sie können die größten Staunässeprobleme direkt neben einem Graben haben, von dem höchstens das überschüssige Oberflächenwasser abgeleitet werden wird.
    Das Problem sind tatsächlich die oftmals durch Bautätigkeiten verursachten Sperrschichten, die kein Wasser durchlassen. Damit muss mann sich aber nicht abfinden. Besonders da sich durch Bodenverdichtungen auch Fäulnissbakterien bilden, und diese sogar die Ozonschicht schädigen.
    Tiefggründiges umgraben mit dem Bagger kann Abhilfe schaffen, allerdings kann nicht jeder der einen Bagger bedienen kann, auch mit den jeweiligen Bodenverhältnissen umgehen.
    Eine weitere Möglichkeit ist die Bearbeitung mit einer Luftdrucklanze, (Turbo-Terra-Air)
    seht mal unter http://www.gartencenter-schittenhelm.de nach.
    Ach ja eine Gründüngung wie beschrieben, kann höchstens die oberen 20cm des Bodens aufbrechen, wenn die Wurzeln der Leguminosen nicht durch die Bodenverdichtung absterben würden. Gerade Leguminosen vertragen keine Staunässe. Bei 20cm wäre ein Umgraben sowieso sinnvoller. die meisten Verdichtungen befinden sich allerdings bei 60-80cm Bodentiefe.

  2. Da wird so einfach dahingeschrieben, bei Staunässe zur Trocknung des Bodens, doch einfach einen Teich anzulegen. So einfach ist dies aber gar nicht, nach meinen Erfahrungen um einiges schwieriger als ein normaler Gartenteich mit einer Sperrschicht! So gestaltet sich das Ausgraben durch das sofort in den ausgegrabenen Bereich eindringendes Wasser als mit der Schaufel nicht möglich. Man benötigt dazu mindestens einen Kleinbagger. Zudem ist der tiefnasse Aushub 3-4 mal so volumenhaltig wie normaler Aushub. Man muss sich daher gut überlegen, was man mit dem Aushub anfängt.
    Nur das Bodenwasser zu sammeln nützt auch nicht viel, es sollte über einen Bachlauf abgeleitet werden. Dieser Bachlauf ebenfalls ohne Sperrschicht, dient dann auch direkt zur Trocknung des Bodens, da überschüssige Feuchtigkeit gleich über den Graben des bachlaufs abgeführt werden kann. Ich habe etwa 30 Meter Bachlauf angelegt, der über einen Endteich das Wasser in einen Flutungsgraben leitet.
    In einem Teich mit Sperrschicht vermeidet man die Einfuhr von Nährstoffen, so Schutz vor Laub, kein Regenwasser usw., bei einem angesprochenen Teich ohne Sperrschicht, hat man ganz automatisch durch den Kontakt mit dem Boden eine Nährstoffzufuhr. Da muss intensiv mit Ufer, Sumpf und Unterwasserpflanzen gearbeitet werden. Und dies in Mengen die man sich kaum vorstellen kann. In meinem rund 50 qm Teich ohne Sperrschicht habe ich geschätzt 1600 Containerpflanzen wie in den Bau- und Gartenmärkten üblich verarbeitet. Natürlich habe ich dies nicht mit Containerpflanzen umgesetzt, sondern die Pflanzen aus ökologisch unbedenklichen Naturbereichen Schubkarrenweise geholt.
    Dies sind nur einige Punkte, von vielen, die den so lapidar dahingeschriebenen Tipp: doch einfach an den feuchten Stellen einen Teich anzulegen, zu einer wirklich anspruchsvollen Aufgabe machen. Da es dazu eigentlich keine Literatur gibt, überlege ich gerade meine Erfahrungen mit einem Teich ohne Sperrschicht redaktionell zu bearbeiten.

  3. Der Tipp mit dem Teich kann wirklich nur als ein Scherz gemeint sein. Wir hatten uns von mehreren Profis beraten lassen und kamen zur Lösung die auch hier im Kommentar vom Herrn Schitthelm beschrieben wurde: Die Luftdrucklanze, allerdings von der Firma „STS Luftdrucktechnik“ (für den Link einfach auf meinen Namen klicken). Interessante Grafiken und ein Video fanden wir dort ebenfalls auf der Homepage der Firma. Zwei Mitarbeiter kamen mit der Luftdrucklanze, haben den Teil unseres Gartens (ca. 200m²) bearbeitet in dem sich das Wasser nach jedem kräftigeren Regenschauer gestaut hat. Danach wurde der Rasen vertikutiert (war so wie so fällig) und mit Sand eingestreut. In diesem Herbst & Winter war von üblichen Rasen-Pfützen keine Spur. Kann es also nur empfehlen! Finanziell war es auch in Ordnung!

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