Gartenpflege Boden & Kompost

Verdichteten Boden auflockern und verbessern

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Ein verdichteter Boden ist ein kranker Boden. Wie Sie ihm wieder neues Leben schenken, das erfahren Sie hier.

Boden mit Gemüse und Kartoffeln
Ein guter Gartenboden hat eine krümelige Textur, speichert ausreichend Wasser, ist gut durchlüftet und enthält ausreichend Nährstoffe.
Einen idealen Boden für die uns bekannten Gartenpflanzen gibt es nicht. Immerhin stellen die jeweiligen Pflanzen an den Erdboden ihre eigenen Ansprüche.

Ein guter Pflanzenstandort zeichnet sich in der Regel durch eine krümelige Textur aus. Zudem speichert er ausreichend Wasser, ist gut durchlüftet und enthält ausreichend Nährstoffe. Aber solche Voraussetzungen finden wir nicht überall. Gehen wir nur allein von der Erdoberfläche in unseren Breiten aus, so können wir feststellen, dass sie einem Flickenteppich gleicht, der über steinige, trockene und sandige oder feuchte und lehmige sowie tonige Flächen verfügt.

Verdichteter Boden

Ein Problem für den Gartenfreund kann ein verdichteter Boden sein. Betroffen davon sind beispielsweise Flächen, deren Erdboden eine Zeit lang immensem Druck von Baumaschinen ausgesetzt war. Ein häufiges Problem, gerade bei Neuanlage eines Garten. Noch weitaus häufiger trifft es Gartenböden, die einen hohen Lehm- oder Tonanteil aufweisen. Diese speichern viel Wasser und verdichten an der Oberfläche, wenn auf der nassen Erde viel herumgelaufen wird. Für den Erhalt der Bodengesundheit ist es daher wichtig, die Gartenerde regelmäßig aufzulockern.

Welche Folgen können eintreten?
 
Verdichtete Böden bergen die Gefahr in sich, dass die sich die Erträge im Garten nach und nach verringern. Ursachen dafür sind:

Regenwurm auf dem Boden.
Bodenverdichtungen engen den Lebensraum von Bodenlebewesen ein. Regenwürmer lockern den Boden auf und erhöhen die Wasserleitfähigkeit durch ihre Gangsysteme.
Schlechte Bodenbelüftung
Gerade bei Gartenerde mit einem hohen Lehm- und Tonanteil werden die Bodenporen allmählich zusammengepresst, die Bodenbelüftung lässt nach. Doch um die Nährstoffe im Boden umzusetzen brauchen die Bodenorganismen Sauerstoff.

Lebensraum für Bodentiere wird eingeengt.
Zum einen verringert sich die Zahl der Bodenorganismen aufgrund des Sauerstoffmangels im verfestigten Boden, zum anderen wird der Lebensraum für Bodentiere eingeengt. Regenwürmer, die den Boden auflockern, weichen auf andere Flächen aus, wenn es für sie zu mühevoll wird, sich durch den verdichteten Boden zu graben.

Wurzeln bilden sich nicht optimal aus
Viele Pflanzen wurzeln durch die Bodenverdichtung nur flachgründig und sind somit anfällig bei Trockenheit. Die Folge: geringe Erträge und Wachstum.

Staunässe kann sich bilden
Im schlimmsten Fall kann sich nach längeren Niederschlägen im verdichteten Boden Staunässe bilden. Fehlen dann die Bodenlebewesen, um die Nährstoffe umzusetzen, können Moderprozesse einsetzen.

Verdichteten Boden unbedingt auflockern
 
Den Spaten nur zeitweilig einsetzen
Schwere lehmhaltige oder tonige Böden arbeiten Sie am besten mit Quarzsand und Kompost durch. Zeitweiliges Umgraben ist dabei erlaubt. So machen Sie nach und nach den Boden durchlässiger.
Wenn Sie allerdings gesunden Humus in ihrem Gartenboden vorfinden, dann vermeiden Sie das Umgraben, weil sonst die hilfreichen Bodenlebewesen abgetötet werden. Diese lockern die Erde besser auf als Sie es mit einem Spaten tun könnten.

Gesunde Böden nicht umgraben
Wollen Sie gesunde Böden auflockern, so können Sie mit der Grabgabel die Erde ein wenig aufrütteln oder einen Kultivator (Sauzahn) durch das Beet ziehen.

Beim Auflockern des Bodens hilft auch eine Gründüngung mit Phacelia, Inkarnatklee oder Gelbsenf. Außerdem verrichten im heißen Sommer Studentenblumen und Kapuzinerkresse auf abgeernteten Flächen gute Dienste bei der Bodenlockerung.


Foto1: © Africa Studio - Fotolia.com, Foto2: © Vinicius Tupinamba - Fotolia.com

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