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Stendelwurz „Sabine“ – Pflanzen, pflegen und überwintern

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Orchideen sind hierzulande nur sehr selten im Garten zu finden. Und das, obwohl es so viele schöne und pflegeleichte Sorten gibt. Wie zum Beispiel den Stendelwurz „Sabine“.

Stendelwurz Sabine
© moonlightchen – Fotolia.com

Orchideen daheim am Fenster sind keine Seltenheit. Orchideen im Garten findet man hingegen nicht überall. Vielleicht liegt es daran, weil die Arten meist unterschiedliche Standortbedingungen bevorzugen. Hier macht sich schnell Unsicherheit breit. Außerdem sind die einen eher empfindlich und verlangen dem Hobbygärtner einen großen Pflegeaufwand ab. Andere hingegen sind nicht ganz so anspruchsvoll, gedeihen prächtig und bilden einen eleganten Blütenflor aus.

Leicht zu handhaben ist zum Beispiel der Stendelwurz „Sabine“. Dieses schmucke Gewächs gehört zur Gattung Epipactis innerhalb der Familie der Orchideen und ist eine Kreuzung zwischen Sumpf-Stendelwurz (Epipactis palustris) und Riesen-Stendelwurz (Epipactis gigantea).

Epipactis „Sabine“ im Kurzporträt

Die Stendelwurz-Hybride bildet wie alle Orchideen mehrblütige Stängel aus, an denen sich bis zu 15 kräftig purpurrote und grün gefärbte Einzelblüten präsentieren. Die Blütezeit ist von Juni bis Juli. Ihre orchideentypische Blüte hält drei bis vier Wochen und duftet angenehm. Abhängig von den Standortbedingungen können die Blütenstängel eine Höhe von 30 bis 60 Zentimeter erreichen.

Diese winterharte Züchtung bildet auch Ausläufer. Sagt ihr der Standort zu, dann vermehrt sie sich willig und bildet mit den Jahren einen ansehnlichen Horst.

So sieht der perfekte Standort für die Gartenorchidee aus

Wählen Sie für den Stendelwurz einen sonnigen bis halbschattigen Standort in feuchter Lage aus. Ein heller Standort ist nämlich wichtig für die Bildung prächtiger Blüten.

Was den Boden betrifft, so ist „Sabine“ sehr genügsam. Mit einem neutralen bis leicht sauren Boden entwickelt sie sich gut (Anleitung pH-Wert im Boden richtig testen). Feucht sollte die Erde allerdings sein, aber nicht zu nass. Wenn Sie Ihrem Stendelwurz etwas Gutes tun wollen, dann mischen die Gartenerde für den Pflanzenstandort mit etwas Rhododendronerde. Diese Moorbeeterde hält die Feuchtigkeit dann gut im Boden.

Übrigens: Die beste Pflanzzeit für die Stendelwurz-Hybride „Sabine“ ist das Frühjahr.

So pflegen Sie den Stendelwurz „Sabine“ richtig

Gießen:

Den Standort Ihres kostbaren Stendelwurzes müssen Sie gleichmäßig feucht halten. Nutzen Sie hierfür möglichst Regenwasser aus der Tonne. Am besten mulchen Sie auch den Boden um Ihre Gartenorchidee herum. Somit verdunstet die Feuchtigkeit aus dem Erdreich nicht ganz so schnell.

Düngen:

Im Frühjahr füllen Sie das Nährstoffdepot im Boden mit einer Mischung aus Kompost und Humus auf. Geben Sie die Mischung auf die Pflanzstellen und arbeiten Sie das Gemisch mit einer kleinen Handharke vorsichtig ein. Ausläufer sollten dabei nicht beschädigt werden. Im Sommer nach der Blüte düngen Sie den Stendelwurz dann mit einem kalibetonten Flüssigdünger. So kann die Pflanze zum Winter optimal Kraft schöpfen.

Überwinterung:

Die eben beschriebene Epipactus-Hybride ist winterhart und verträgt eisige Kälte. Sie können für Ihre Prachtstaude aber auch einen Winterschutz anlegen. Bedecken Sie den Standort Ihrer Pflanze mit einer Mulchschicht gemischt mit Tannenreisig. So halten Sie die Winternässe weitestgehend von den Wurzeln ab. Nach den letzten Frösten im Frühjahr legen Sie die Pflanzstellen dann wieder frei.

Zusammenfassung:

Der winterharte Stendelwurz „Sabine“ zählt zu den beliebtes Gartenorchideen, die einfach zu pflegen sind. Platzieren Sie die Epipactus-Hybride auf einen sonnigen Standort mit neutraler bis leicht saurer Erde, dann können Sie sich von Juni bis Juli an der eleganten Blütenpracht erfreuen. Allerdings muss die Erde gleichmäßig feucht gehalten werden. Gedüngt wird im Frühjahr mit einer Mischung aus Kompost und Humus.


Foto1: © moonlightchen - Fotolia.com

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