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Sumpfdotterblume pflegen – Tipps zum Gießen, Düngen & Vermehren

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Die Sumpfdotterblume ist eine beliebte Pflanze an Gartenteichen und Bächen. Damit sie aber auch zahlreich blüht, gibt es einige Pflegehinweise zu beachten.

Sumpfdotterblume pflegen
© JRG – Fotolia.com

Mit ihrer leuchtend gelben Blüte setzt die Sumpfdotterblume erste Farbtupfer im Frühling. Das Leben am Gartenteich wird durch die pflegeleichten Dotterblumen bereichert. Wer auf die Bedürfnisse der Hahnenfußgewächse eingeht, wird seine Freude an den buschig wachsenden Pflanzen haben und sich mit etwas Glück sogar zweimal pro Jahr an der Blüte erfreuen können. Dafür müssen Sie bei der Pflege aber einige Dinge beachten. Was genau, das erfahren Sie jetzt.

Pflegehinweise zur Sumpfdotterblume

❖ Gießen:

Die meisten Pflanzen im Gartenbeet stehen vor einem großen Problem – Staunässe. Nicht so die Sumpfdotterblume, Feuchtigkeit ist für die Pflanzen geradezu eine Notwendigkeit. Werden die Sumpfdotterblumen in die Flachwasserzone am Gartenteich gesetzt, müssen Sie sich um die Bewässerung keine Gedanken machen. Dann steht immer ausreichend Feuchtigkeit zur Verfügung. Gedeiht die Pflanze im Sumpfbeet oder im Staudenbeet, ist eine regelmäßige und ausreichende Bewässerung notwendig.

» Tipp: Sumpfdotterblumen müssen immer feucht stehen. Versäumte Bewässerung bedeutet das Aus für die Pflanze.

Ist eine zusätzliche Bewässerung notwendig, weil kein Gewässerrand zur Verfügung steht, sollte abwechselnd mit Regen- und Leitungswasser gegossen werden. Dann lässt sich der empfohlene pH-Wert von 5,8 bis 6,5 am besten konstant halten.

» Tipp: Wird die Sumpfdotterblume im Kübel angepflanzt, sollte immer soviel Wasser bereitgestellt werden, dass die Feuchtigkeit einige Zentimeter über dem Substrat steht.

In Kürze:

  • konstante Feuchtigkeitsaufnahme über Standort in Flachwasserzone ideal
  • immer ausreichend gießen
  • Erde darf niemals austrocknen
  • mit Regen- und Leitungswasser im Wechsel bewässern

❖ Düngen:

Werden Sumpfdotterblumen am Teichrand gepflanzt, erübrigen sich Düngergaben, denn die Pflanzen werden konstant mit nährstoffhaltigem Teichwasser versorgt. Für Pflanzen, welche in Feuchtwiesen, Staudenbeeten oder im Kübel kultiviert werden, ist eine organische Düngung von Vorteil. Im Frühling wird das Substrat mit Kompost oder Hornspänen angereichert und anschließend gut mit Wasser eingeschlemmt.

in Kürze:

  • in der Flachwasserzone kein Dünger notwendig
  • im Beet oder Kübel mit Kompost oder Hornspänen düngen
  • auch mineralisch-organischer Dünger für Blühpflanzen ist geeignet

❖ Rückschnitt:

Die niedrig wachsenden Pflanzen benötigen keine regelmäßigen Schnittmaßnahmen. Im Herbst verbleiben die eingezogenen Blätter als Winterschutz an den Pflanzen. Bevor die Sumpfdotterblume frisch austreibt, wird sie bodennah abgeschnitten. Dies sollte spätestens im Februar geschehen, da die Pflanzen frühzeitig mit dem Austrieb beginnen.

» Tipp: Werden die verwelkten Blüten regelmäßig entfernt, animiert dies die Sumpfdotterblume zu einer Zweitblüte.

❖ Vermehrung:

Die Vermehrung der Sumpfdotterblume kann durch Wurzelteilung oder Samen geschehen.

Vermehrung durch Wurzelteilung

Wer bereits eine gut entwickelte Pflanze besitzt, kann diese durch Teilung des Wurzelstockes vermehren. Der Wurzelballen kann im Frühling oder auch im Herbst geteilt werden. Die Staude muss hierfür komplett aus dem Boden ausgegraben werden. Anschließend legen Sie die Wurzeln frei und teilen diese in zwei Hälften. Während die eine Hälfte unmittelbar danach wieder in das Pflanzloch eingesetzt wird, kann das zweite Wurzelstück an einen neuen Standort verpflanzt werden. Somit sind mit wenigen Handgriffen zwei neue gleichwertige Pflanzen entstanden.

Vermehrung durch Samen

In der Natur vermehrt sich die Sumpfdotterblume durch Samen. Für den Hobbygärtner ist die Aussaat nicht zuletzt auf Grund der besonderen Ansprüche hinsichtlich der Feuchtigkeit aufwendiger.

» Tipp: Die Samen können nicht sofort in die Erde, da es sich um Kaltkeimer handelt, ist eine Stratifikation notwendig.

❶ Pflanzgefäß auswählen
❷ Pflanzgefäß mit Schlammerde füllen
❸ Samen aussäen
❹ Samen leicht mit Substrat bedecken und andrücken
❺ Wasser auffüllen
❻ Pflanzgefäß bei Zimmertemperatur für zwei bis vier Wochen aufstellen
❼ Pflanzgefäß etwa fünf Wochen im Kühlschrank lagern
❽ Samen an die höheren Temperaturen gewöhnen
❾ Pflanzgefäß warm und halbschattig aufstellen
❿ Keimung abwarten

Für die Aussaat der Sumpfdotterblume ist ein absolut wasserdichtes Pflanzgefäß notwendig, denn Sie werden von Anfang an mit viel Wasser arbeiten müssen. In das Pflanzgefäß wird zunächst nährstoffreiche Schlammerde gefüllt. Die Samen werden in das Substrat eingesetzt und leicht mit Erde bedeckt. Nun drücken Sie die Samen an und füllen mit Wasser auf. Die Samen sollten etwa einen Zentimeter tief unter Wasser stehen.

» Tipp: Verwenden Sie kalkfreies Wasser.

Das Pflanzgefäß wird nun gleichmäßig feucht gehalten und für etwa vier Wochen halbschattig bei Zimmertemperatur aufgestellt. Anschließend erfolgt die notwendige Stratifikation, die die Samen zum Keimen anregt. Das Pflanzgefäß wird hierfür etwa fünf Wochen lang im Kühlschrank aufbewahrt. Die Temperatur sollte dabei nicht über 0 Grad liegen.

» Tipp: Das Wasser darf während der Aufbewahrung im Kühlschrank gefrieren.

Nachdem das Saatgut die Kühlung verlassen hat, ist eine schrittweise Temperaturanpassung notwendig. Zunächst sind Temperaturen nicht über zehn Grad ideal. Erst nach einigen Tagen können die Keimlinge auf die warme Fensterbank umziehen.

» Tipp: Die Samen besitzen häufig einen unterschiedlichen Reifegrad. Grüne Samen sollten nicht für die Anzucht verwendet werden, sie eignen sich nicht für die Vermehrung und werden folglich auch nicht keimen.

❖ Überwinterung

Die Sumpfdotterblume erweist sich als absolut winterhart. Ein Winterschutz wird daher nicht notwendig sein. Das Laub wird über den Winter an der Pflanze belassen und bietet so einen natürlichen Schutz. Im Spätwinter sollte das Zurückschneiden der Pflanze nicht versäumt werden, damit sie rechtzeitig neu austreiben kann.

❖ Krankheiten und Schädlinge

Sumpfdotterblumen erweisen sich bei artgerechter Pflege als robust und widerstandsfähig. Eine spezielle Pilzart hat es jedoch auf die Pflanzen abgesehen. Der Rostpilz Puccinia calthae ist mit bloßen Augen nur schwer auszumachen. Anzeichen für einen Befall sind gelbe und braune Pusteln, die sich auf den Blättern abzeichnen. Dies sind die charakteristischen Sporennester, welche dafür sorgen, dass sich der Pilz auf die komplette Pflanze ausbreitet, wenn nicht rechtzeitig eingegriffen wird. Daher sind möglichst zeitnah alle betroffenen Pflanzenteile herauszuschneiden. Steht die Pflanze nicht im Gartenteich, können leichte Fungizide eingesetzt werden. Zur Vorbeugung dient es, wenn die Pflanzen nicht Überkopf gegossen werden, denn die Pilzsporen lassen sich nur an feuchten Blättern nieder.

Gelegentlich kann die Sumpfdotterblume auch von Mehltau befallen werden. Die grauweißen, abwischbaren Beläge zeigen sich besonders an heißen Sommertagen auf den Blättern, denn der Echte Mehltau ist ein Schönwetterpilz. Auch hier sollten alle betroffenen Pflanzenteile großzügig zurückgeschnitten werden. Sofern die Pflanzung nicht unmittelbar am Gartenteich erfolgte, kann das Besprühen mit einer Wasser-Milch-Lösung hilfreich sein.

Warum blüht die Sumpfdotterblume nicht?
Blüht die Sumpfdotterblume nicht, ist sie höchstwahrscheinlich unzufrieden mit ihrem Standort. Ein zu trockener Stand lässt die Pflanzen nach und nach verkümmern und die Blüte bleibt aus. Haben Sie jedoch alles richtig gemacht, die Pflanze steht am Teichrand und lässt die Blüte dennoch vermissen, könnte es sich um eine aus Samen herangezogene Pflanze handeln. Aus Samen gezüchtete Dotterblumen blühen erst nach zwei bis drei Jahren.

Hilfe, gelbe Blätter!
Gelbe Blätter sind immer ein Anzeichen, dass es der Pflanze an etwas mangelt. Gewissheit kann die Bestimmung des pH-Wertes bringen. Liegt dieser deutlich über dem empfohlenen Höchstwert von 6,5, ist der Kalkanteil zu hoch und dies unterbindet die notwendige Versorgung mit wichtigen Nährstoffen, wie zum Beispiel Eisen. Gelbe Blätter sind eine typische Reaktion darauf, der Botaniker nennt dies Blattchlorose. Der Mangel lässt sich mit einem Eisendünger ausgleichen. Langfristig erholt sich die Pflanze erst, wenn sie mit weichem Wasser versorgt wird.

Ist die Sumpfdotterblume giftig?

Sumpfdotterblumen gelten als schwach giftig. Wer empfindlich reagiert, kann bei Hautkontakt unter Hautausschlag und Schwellungen leiden. Werden Pflanzenbestandteile verzehrt, können Krämpfe, Schwindel und Erbrechen auftreten. Getrocknete Sumpfdotterblumen enthalten keine Giftstoffe.

Sumpftotterblumen-Arten

In Europa, Asien und Nordamerika existieren zirka zehn Arten Sumpfdotterblumen. Die einzelnen Sorten unterscheiden sich hinsichtlich von Blütezeit, Blütenfarbe und Blütenbeschaffenheit. So kommen gefüllte und halb gefüllte Blüten ebenso vor, wie weiße oder gelbe Farbvarianten möglich sind.

ArtWuchshöheBlüteBlütezeit
Flore Plenobis 30 Zentimeterdicht gefüllte gelbe BlütenMärz, April Zweitblüte im September
Albabis 25 Zentimeterungefüllte weiße Blüten März bis Mai
Goldschalebis 30 Zentimeterungefüllte orangegelbe Blüten April bis Mai
Auenwaldbis 25 Zentimeterungefüllte gelbe BlütenApril bis Mai
Radicansbis 10 Zentimeterkleine ungefüllte gelbe Blüten April bis Mai

Foto1: © JRG - Fotolia.com

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