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Sumpfdotterblume pflanzen – Hinweise zu Standort & Substrat

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Sumpfdotterblumen mögen es feucht. Ansonsten sind diese krautigen Pflanzen eher anspruchslos. Wir zeigen Ihnen, was Sie beim Pflanzen beachten müssen.

Sumpfdotterblume pflanzen
© Klaus Brauner – Fotolia.com
Mit der Sumpfdotterblume (Caltha palustris) zieht der Frühling ein am Gartenteich. Bereits ab März öffnet das heimische Hahnenfußgewächs seine gelben Schalenblüten und die ersten Hummeln, Bienen und Schmetterlinge finden sich ein. Damit dieser stimmungsvolle Reigen jährlich aufs Neue erlebt werden kann, sind einige Hinweise hinsichtlich der Kultivierung der Dotterblumen zu beachten. Nachfolgend erfahren Sie, was es bei der Pflanzung von Sumpfdotterblumen zu beachten gilt.

Sumpfdotterblume – kleine Pflanzenbeschreibung

Sumpfdotterblumen, auch Kuhblume genannt, sind kleine krautige Pflanzen, die maximal einen halben Meter an Wuchshöhe erreichen können. Aus dem kräftigen Wurzelstock der rhizombildenden Pflanze steigen die im unteren Bereich kahlen Stängel auf. Die dunkelgrünen und fast stiellosen Blätter können bis zu 15 Zentimeter lang werden. Die Blüte beginnt im März und kann sich bei optimaler Standortwahl bis in den Frühsommer hinein erstrecken.

» Tipp: Häufig ist bei der Sumpfdotterblume im Spätsommer und frühen Herbst eine Zweitblüte zu beobachten.

Jeder Stängel weist in der Regel mehrere Blüten auf. Einen Blütenkelch lässt die Sumpfdotterblume vermissen. Neben den zahlreichen gelben Staubblättern sind auch mehrere eng stehende Fruchtblätter anzutreffen. Aus den befruchteten Fruchtblättern entstehen schlanke Balgfrüchte, welche die knapp drei Millimeter großen Samen enthalten.

Sumpfdotterblume Verbreitung

In Europa sind Sumpfdotterblumen weit verbreitet. Die Pflanzen kommen bis in den Norden Russlands und bis nach Island vor. Nordamerika und Asien sind weitere Verbreitungsgebiete der anspruchslosen Dotterblume. Vorwiegend wachsen die Pflanzen an Wasserläufen und auf Sumpfwiesen. Häufig findet man die Sumpfdotterblume in Gesellschaft von Lichtnelken, Kohldistel oder Sumpfvergissmeinnicht. Auch in Auenwäldern kommen die Pflanzen vor. Dabei erstreckt sich das Verbreitungsgebiet in den Allgäuer Alpen bis auf mehr als 2.000 Meter Höhe.

Besonderheiten der Sumpfdotterblume

Mit der Sumpfdotterblume ist eine attraktive und pflegeleichte Wasserpflanze für den Gartenteich gefunden. Bereits im Frühling steht die Pflanze in voller Blüte und sorgt damit für einen der ersten Farbtupfer im noch winterlichen Garten. In früherer Zeit wurde die Sumpfdotterblume als Färbemittel genutzt. Die Knospen wurden gekocht und in Essig eingelegt, was als Ersatz für Kapern diente. Im Jahre 1999 wurde die Sumpfdotterblume zur „Blume des Jahres“ gekürt. Seit diesem Zeitpunkt sind die Pflanzen geschützt.

» Achtung: Es ist untersagt, wild wachsende Sumpfdotterblumen auszugraben.

Sumpfdotterblume pflanzen – passenden Standort finden

Die Sumpfdotterblume sollte einen hellen und feuchten Standort erhalten. Ein leicht sonniger bis halbschattiger Standort wird am besten vertragen. Erhalten die Pflanzen zu wenig Licht, schießen die Triebe unnötig in die Höhe und die Blühfreudigkeit leidet darunter. Ein Standort in der Flachwasserzone ist dabei ideal. Es sollte jedoch keine Wasserströmung herrschen.

Der passende Standort in Stichworten:

  • hell
  • halbschattig
  • in Teichnähe
  • in Sumpfbeeten

Wie tief darf die Sumpfdotterblume im Wasser stehen?

Sumpfdotterblume Teich
© etfoto – Fotolia.com
Wurzeln und Wurzelstöcke der Sumpfdotterblume dürfen sich im Wasser befinden. Die oberen Sprossen sollten sich über der Wasseroberfläche ausbreiten können. Die Wassertiefe sollte zehn Zentimeter nicht überschreiten. Ein zu tiefer Wasserstand wirkt sich negativ auf Wachstum und Blüte aus. Die Flachwasserzone des Gartenteiches ist der ideale Standort.

Passendes Substrat für die Sumpfdotterblume

Ein nährstoffreicher und feuchter Boden werden benötigt. Einige Arten bevorzugen einen leicht sauren Boden. Es kommen auch Arten vor, die sich auf einem kalkhaltigen Untergrund wohlfühlen. In der sumpfigen Erde in der Flachwasserzone des Gartenteiches gedeihen die Pflanzen ebenso, wie sie im frischen Substrat einer Feuchtwiese wachsen. Haben Sie die Möglichkeit, den pH-Wert des Bodens zu ermitteln, sind für die Sumpfdotterblume Werte zwischen 5,8 und 6,5 ideal.

» Tipp: Ein dauerhaft feuchtes Substrat bildet die Lebensgrundlage für die Sumpfdotterblume.

Das ideale Substrat auswählen in Stichworten:

  • feucht bis nass
  • nährstoffreich
  • leicht sauer
  • humos
  • sumpfig
  • pH-Wert zwischen 5,8 und 6,5

Sumpfdotterblume pflanzen – Anleitung

Wann ist Pflanzzeit?

Vorgezogene Pflanzen können zwischen Frühjahr und Herbst in die Erde gebracht werden. Voraussetzung hierfür ist, dass das Wasser nicht friert und nicht mit Bodenfrost zu rechnen ist. Als ideale Pflanzzeit können die Monate August bis Oktober angesehen werden.

Sumpfdotterblume pflanzen – Schritt für Schritt

  1. Standort finden
  2. Pflanzloch ausheben
  3. Pflanze in Pflanzkorb setzen
  4. Pflanzkorb beschweren
  5. Pflanzloch schließen

Ist der passende Standort gefunden, wird das Pflanzloch in etwa doppelter Größe des Wurzelballens ausgehoben. Da die Sumpfdotterblume theoretisch nicht wuchert, ist ein Pflanzkorb nicht zwingend notwendig. Es bietet sich jedoch an, einen Pflanzkorb zu verwenden, besonders, wenn die Dotterblume an den Rand eines Fischteiches gesetzt wird. Damit die Fische den Pflanzkorb nicht umherziehen und umstoßen, sollte dieser mit Kieselsteinen beschwert werden. Die Pflanzen wachsen in etwa im selben Abstand in die Breite und in die Höhe. Daher bietet sich ein Pflanzabstand von mindestens 30 Zentimeter an. Besonders hübsch zur Geltung kommen die Sumpfdotterblumen, wenn sie in kleinen Tuffs gepflanzt werden. Dabei können auf einen Quadratmeter bis zu zwölf Exemplare eingesetzt werden.

Die wichtigsten Hinweise zur Pflanzung im Überblick

MaßnahmeErläuterung
Standort auswählenEin feuchter Standort ist für die Sumpfdotterblume lebenswichtig. Ideal sind Teichränder, Moorbeete oder Feuchtwiesen. Ein halbschattiger Standort wird gut vertragen. Steht die Pflanze zu dunkel, verliert sie ihren kompakten Wuchs.
Substrat wählenEin nährstoffreicher und feuchter Boden kommt der Sumpfdotterblume entgehen. Einige Arten mögen es leicht sauer, wieder andere Sorten bevorzugen einen Kalkboden.
Pflanzung vornehmenBei der Pflanzung am Rand von Fischteichen ist die Verwendung eines Pflanzkorbes sinnvoll. Das Pflanzloch sollte in doppelter Größe des Wurzelballens ausgehoben werden. Mit den Wurzeln sollte die Dotterblume im Wasser stehen.

Sumpfdotterblume im Kübel kultivieren, geht das?

Ohne Gartenteich keine Sumpfdotterblume – weit gefehlt. Die Pflanzen lassen sich auch auf Balkon und Terrasse halten und zwar in einem wasserdichten Gefäß, welches mit schlammiger Erde gefüllt ist. Regelmäßig Wasser aufzufüllen, darf natürlich nicht vergessen werden. Das Wasser sollte immer einige Zentimeter über dem Erdboden stehen. Lediglich während der Winterruhe wird die Kübelpflanze weniger gegossen, der Wurzelballen darf aber keinesfalls austrocknen.


Foto1: © Klaus Brauner - Fotolia.com, Foto2: © etfoto - Fotolia.com

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