Egal ob Obst, Gemüse oder Blumen: Wenn Sie Trinkwasser richtig aufbereiten, können Sie Freilandpflanzen mit Leitungswasser gießen. Hier 4 Möglichkeiten dazu vorgestellt.

Freilandpflanzen mit Leitungswasser gießen
Leitungswasser ist für Freilandpflanzen oftmals zu hart – © Stefan Körber / stock.adobe.com

Gießwasser ist nicht gleich Gießwasser

So mancher fachkundige Gärtner zu berichten weiß und deshalb nicht einfach den Trinkwasserhahn aufdreht, sondern vermehrt auf Regenwasser zurückgreift, denn dieses ist wirklich hervorragend zum Bewässern von Pflanzen und auch Zimmerpflanzen geeignet.

Viele Gartenbesitzer stellen im Garten deshalb gleich mehrere Regentonnen auf, um das kostenfreie Nass darin aufzufangen. Andere setzen hingegen auf Sammelspeicher wie z.B. einen Erdtank.

Wer allerdings keine Regentonne besitzt, der kann auch Leitungswasser zum Gießen der Freilandpflanzen nutzen. Dann allerdings müssen Sie das Leitungswasser vorher aufbereiten. Wir stellen Ihnen hier verschiedene Möglichkeiten dazu vor.

Leitungswasser für Freilandpflanzen aufbereiten

Möglichkeit 1 – Leitungswasser abstehen lassen

Unser Leitungswasser wird mit Chlor behandelt, um Keime und Bakterien abzutöten und sorgt so für eine sichere Wasserqualität. Das Chlor kann jedoch für Pflanzen schädlich sein und deren Wurzeln austrocknen. Daher ist es ratsam, das Wasser für mindestens 24 Stunden stehen zu lassen, bevor man es zum Gießen von Freilandpflanzen verwendet, damit das Chlor verdunsten kann.

Möglichkeit 2 – Leitungswasser filtern

Je nach Wohnregion ist das Wasser aus der Leitung oftmals zu hart. Der pH-Wert ist also zu hoch. Erkennbar ist ein erhöhter pH-Wert meist an sich gelblich verfärbenden Pflanzenblättern. Sie können den pH-Wert allerdings auch mit Indikatorstäbchen kontrollieren.

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Ist ihr Leitungswasser wirklich zu hart, kann es zu viel Kalk enthalten, der sich im Laufe der Zeit in der Erde ablagert und die Pflanzenwurzeln belastet. Diesem Problem können Sie mit einem Wasserfilter oder einer Wasserenthärtungsanlage entgegenwirken und das Wasser direkt nutzen.

Möglichkeit 3 – Vitamin C zugeben

Sie können dem Leitungswasser aber auch reines Vitamin C beimischen. Dadurch wird es deutlich weicher und ist somit für Freilandpflanzen viel besser verträglich.

Möglichkeit 4 – Leitungswasser abkochen

Es ist auch möglich, kleinere Mengen Gießwasser abzukochen um noch eventuell vorkommende Keime abzutöten. Das sollte dann bei mindestens 60 Grad geschehen, damit Sie mit gutem Gewissen ihre Gartenpflanzen mit Leitungswasser gießen können.

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Ringo von Gartentipps.com

Gründer und Chef-Redakteur von Gartentipps.com. Hat auf dem Dorf (bei Oma) zwischen Stachelbeeren, Kirschbaum und Hühnerhof seine Leidenschaft fürs Gärtnern entdeckt.

Ein Kommentar

  1. Hallo,
    Vitamin C, das habe ich jetzt schon auf vielen Seiten gelesen, nur nirgendwo steht eine Menge, die pro Liter zugeben werden soll. Da Vitamin C Ascorbinsäure ist, nehme ich an, dass die Menge schon eine Rolle spielt. Können Sie mir weiterhelfen?
    Viele Grüße
    Ulrike

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