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Traubenheide kultivieren: Die richtige Pflege beugt Krankheiten vor

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Die Traubenheide erfreut sich aufgrund ihrer besonderen Laubfärbung großer Beliebtheit. Mit der richtigen Pflege sind Krankheiten nahezu ausgeschlossen.

Traubenheide kultivieren
© tamu / stock.adobe.com

Die Traubenheide (Leucothoe) ist ein beliebter Blickfang im Beet oder Balkonkasten. Besonders während der kalten Jahreszeit bieten die bunt gefärbten Blätter der aus Nordamerika stammenden Pflanze einen stimmungsvollen Anblick. In Europa werden die Pflanzen bereits seit Mitte des 19. Jahrhunderts kultiviert. Dabei haben sich die Heidegewächse als recht unkomplizierte und robuste Pflanzen erwiesen. Bei der Beachtung einiger Pflegehinweise werden Sie sich über mehrere Jahre an den farbenprächtigen und blühfreudigen Stauden, die auch als Bodendecker Verwendung finden, erfreuen können.

So pflegen Sie die Traubenheide richtig

Die Traubenheide richtig gießen

Die Traubenheide mag keine Trockenheit. Versäumen Sie daher nicht, die Pflanzen regelmäßig zu bewässern. Kalk bekommt den Pflanzen nicht, daher ist die Bewässerung mit Wasser, welches direkt aus der Leitung kommt, nicht ratsam. Verwenden sie daher, wenn möglich, kalkfreies Regenwasser oder lassen das Wasser aus der Leitung einige Zeit stehen, bis sich der Kalk gesetzt hat. Beim Gießen sollten Sie dann den Bodensatz nicht für die Bewässerung verwenden und in der Gießkanne belassen.

Tipp: Durch regelmäßiges Mulchen können Sie verhindern, dass der Boden zu schnell austrocknet. Dadurch können Sie sich die mehrmalige Bewässerung an heißen Sommertagen ersparen. Zudem ist eine Mulchschicht eine willkommene Nährstoffquelle für die Pflanzen.

Kübelpflanzen besitzen einen erhöhten Flüssigkeitsbedarf und sollten in jedem Fall regelmäßig gegossen werden. Achten sie auf ein Pflanzgefäß welches über ausreichend Abflusslöcher verfügt und gießen das Wasser nach der Bewässerung regelmäßig aus dem Übertopf. Ansonsten kommt es im Pflanzgefäß zu Staunässe. Diese verträgt die Traubenheide nicht.

In Kürze:

    • regelmäßig gießen
    • Mulchen hält die Feuchtigkeit im Boden
    • kalkfreies Wasser verwenden

Die Traubenheide richtig düngen

Bringen Sie regelmäßig eine Mulchschicht auf dem Boden aus, wird eine zusätzliche Düngung nicht zwingend benötigt. Die Mulchschicht versorgt die Pflanze mit Nährstoffen. Nur an einem besonders kargen und lichtarmen Standort macht eine zusätzliche Düngung Sinn.

Tipp: Rhododendren-Dünger enthält alle wichtigen Nährstoffe, welche auch die Traubenheide für ein gesundes Wachstum benötigt:

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Eine allgemeine Bodenverbesserung ist durch die Beigabe von Torf zu erreichen. Ein Geheimtipp besteht auch darin, die Schalen von Äpfel oder anderem saueren Obst und Gemüse auf dem Boden rund um die Pflanze zu verteilen. Dies sorgt für den notwendigen Säureanteil im Boden, welchen Traubenheiden an ihrem Standort bevorzugen.

In Kürze:

    • Rindenmulch sorgt für organische Langzeitdüngung
    • Rhododendrondünger enthält alle wichtigen Nährstoffe
    • Abfälle von Äpfeln und anderem Obst und Gemüse halten den Boden sauer

Muss die Traubenheide geschnitten werden?

Zwingend geschnitten werden muss die Traubenheide nicht. Erscheint Ihnen der Wuchs allerdings zu dicht, können Sie jederzeit einzelne Triebe entfernen und die Traubenheide auslichten. Wenn Sie einen kompletten Rückschnitt vornehmen möchten, sollten Sie dies unmittelbar nach der Blüte in Angriff nehmen. Die Pflanzen sind recht wuchsfreudig und bilden häufig Ausläufer. Möchten Sie in Ihrem Garten keinen flächendeckenden Teppich von Traubenheide, ist die Entfernung der Ausläufer unumgänglich.

Tipp: Werden ältere Zeige zurückgeschnitten, erscheinen mit den neuen Trieben attraktive helle Blätter, welche für ein kontrastreiches Bild sorgen.

Die wichtigsten Pflegehinweise in der Übersicht

PflegemaßnahmeErläuterung
GießenTrockenheit wird schlecht vertragen.
Gießen Sie regelmäßig.
Verwenden Sie bevorzugt Regenwasser.
Rindenmulch fördert einen feuchten Boden.
Kübelpflanzen benötigen mehr Wasser als die Traubenheide im Freiland.
DüngenEine Mulchschicht versorgt die Pflanze mit Nährstoffen.
Eine zusätzliche Düngung ist meist nicht notwendig.
Dünger für Rhododendren enthält alle notwendigen Nährstoffe.
SchneidenRegelmäßige Schnittmaßnahmen sind nicht notwendig.
Bei Bedarf kann die Pflanze ausgelichtet werden.
Die Ausläufer sind zu Entfernen, um die unkontrollierte Ausbreitung der Traubenheide zu verhindern.
Nach der Blüte kann die Traubenheide auch komplett zurückgeschnitten werden.

Traubenheide vermehren…

Traubenheiden können durch Stecklinge oder durch Aussaat vermehrt werden. Beide Methoden sind recht einfach durchzuführen und die Vermehrung gelingt meist ohne Probleme.

… durch Stecklinge

Die Vermehrung durch Stecklinge führen Sie am besten im Sommer durch. Dann können die Stecklinge gut anwachsen und vor dem Winter ausreichend Wurzeln ausbilden. Als Steckling können bereits halb verholzte Triebe genutzt werden. Diese werden in einer Länge von etwa 20 Zentimetern geschnitten. Der Steckling wird in lockere Erde gesteckt und regelmäßig bewässert. Zeigen sich neue Triebe, ist die Vermehrung geglückt und die Wurzelbildung hat bereits begonnen.

» Lesetipp: Stecklinge schneiden und vermehren

…durch Aussaat

Der Samen kann im Frühling in Pflanzerde ausgebracht werden. Halten Sie die Samen gleichmäßig feucht, werden Sie innerhalb weniger Wochen zu keimen beginnen. Sind die ersten Keimblätter erschienen, werden die jungen Pflanzen in separate Pflanzgefäße umgesetzt und weiter herangezogen, bis die Pflanzen eine ausreichende Größe erreicht haben, um in das Gartenbeet oder den Pflanzkübel gesetzt werden zu können.

Krankheiten an der Traubenheide erkennen

Die Traubenheite ist sehr robust
© gratysanna / stock,adobe.com

Die Traubenheide ist eine ausgesprochen robuste Pflanze. Die meisten Arten werden kaum von Krankheiten oder Schädlingen befallen. Es gibt jedoch zwei Schwachpunkte, welche die Traubenheide kränkeln lassen und schädigen können.

Die Pflanzen können an einer Chlorose erkranken. Der Hobbygärtner wird bei betroffenen Pflanzen blässlich erscheinende Blätter erkennen und ein allgemeines Kränkeln der Pflanzen beobachten. Die Krankheit entsteht durch einen zu hohen pH-Wert des Bodens. Den Pflanzen mangelt es, auf Grund des unzureichenden Nährstoffangebots, an Chlorophyll. Dieser Pflegefehler lässt sich beheben, indem die Traubenheide in ein saures Substrat umgesetzt wird. Mit Rhododendren-Erde gehen Sie hier auf Nummer sicher:

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Im Winter sollte die Pflege der Traubenheide nicht vernachlässigt werden. Die Pflanzen reagieren dabei weniger empfindlich auf auftretenden Frost, als auf einen zu heftigen Temperaturwechsel. Die Pflanzen sollten sich langsam an einen bevorstehenden Temperaturwechsel gewöhnen können. Kübelpflanzen sollten nach dem Aufenthalt im Winterquartier nicht sofort in der prallen Sonne im Freien platziert werden. Im Winter hilft ein Winterschutz aus Gartenvlies vor zu krassen Temperaturumschwüngen.

Die Traubenheide überwintern

Allgemein ist die Traubenheide nur als mäßig winterhart einzuordnen. Die meisten Freilandpflanzen benötigen einen Winterschutz. Kübelpflanzen sollten nicht im Freiland überwintert werden. Die Pflanzen im Kübel sind empfindlicher und frostanfälliger und müssen den Winter über im Haus belassen werden. Wer keinen Winterstandort im Haus bereitstellen kann, der sollte den Pflanzkübel ausreichend schützen. Damit der Frost die Wurzeln im Pflanzgefäß nicht erreichen kann, sollte der Pflanzkübel auf einer Unterlage aus Styropor oder Holz platziert werden. Umwickeln sie das Pflanzgefäß zusätzlich mit Jute oder Gartenvlies und stellen den Pflanzkübel an einem windgeschützten Ort auf.

Freilandpflanzen vertragen keine Wintersonne. Schützen Sie die Pflanzen daher durch eine Auflage aus Reisig, Laub oder Stroh. Die Schicht sollte mindestens fünf Zentimeter betragen. Auch im Winter sollte die Pflanze hin und wieder kontrolliert werden. An frostfreien Tagen kann die Traubenheide etwas angegossen werden.

Tipp: Je attraktiver die Blattfärbung der Traubenheide, umso empfindlicher sind die Pflanzen gegenüber Frost.

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