Gartenpflege Unkraut & Moos

Unkrautvernichtungsmittel – Tipps für die Anwendung

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Der eigene Garten könnte so schön aussehen, wenn sich nicht überall Unkraut breit machen würde. Lesen Sie hier, wie Sie Unkrautvernichtungsmittel richtig anwenden.

Benutzen Sie biologisch abbaubare Unkrautvernichtungsmittel
Benutzen Sie biologisch abbaubare Unkrautvernichtungsmittel

Gebrauch von Herbiziden ist verboten

Prinzipiell ist der Gebrauch von Herbiziden (Unkrautvernichtungsmittel) im Garten verboten! Exakt beschrieben wird dieses Verbot innerhalb der öffentlichen Pflanzenschutz-Anwendungsverordnung, die regelmäßigen Änderungen unterliegt. Eingesehen werden kann diese Verordnung jederzeit bei den zuständigen Behörden vor Ort – Informationspflicht des Gärtners.

Unkraut bis hin zur Wurzel bekämpfen

Der Vorteil einer Herbizid-Anwendung gegen Unkraut liegt jedoch eindeutig darin, dass die unliebsamen Unkrautpflanzen bis hin zur Wurzel bekämpft werden. Wobei die Wirkstoffe in der Regel direkt über die Blätter aufgenommen werden, das Unkraut langsam abstirbt und anschließend problemlos von Hand aus dem Gartenbeet gründlich entfernt werden kann – dabei immer Schutzhandschuhe tragen.

Tipp: Unkrautvernichtungsmittel von Kindern fern halten und die Herstellerhinweise vor Gebrauch genau durchlesen.

Bei Anwendung ökologisch unbedenklicher Unkrautvernichtungsmittel (biologisch abbaubar) können auf den damit bearbeiteten Flächen meist schon nach kurzer Zeit wieder neue Pflanzen gesetzt werden.

Anwendung

Die meisten Unkrautvernichter werden stark mit Wasser verdünnt direkt auf das Unkraut aufgesprüht. Im Gartenfachhandel werden bereits gebrauchsfertige Mischungen für Kleingartenanlagen angeboten. Ein Einwirken des Mittels von zwei Stunden sollte einkalkuliert werden – insofern Regen diese Zeit nicht beeinträchtigt.

Eine Anwendung kann bereits zeitig im Frühjahr, bis hinein in den Herbst erfolgen. Wobei die Freiland-Temperaturen allerdings nicht unter 15 Grad liegen sollten. Gestattet ist die Anwendung nur auf landwirtschaftlichen und forstwirtschaftlichen Flächen sowie in Gartenanlagen. Jedoch nicht auf Gehwegen, Einfahrten und dergleichen mehr.

Tipp: Bei der Auswahl der Herbizide sollte darauf geachtet werden, dass sie für Tiere (u.a. auch Bienen) ungefährlich sind.

Es gilt weiterhin zu berücksichtigen, dass ein einzelner Unkrautvernichter nicht über Jahre hinweg am gleichen Ort aufgebracht werden sollte. Die Gartenanlage kann sonst gegen das Mittel eine gewisse Resistenz aufzeigen, es wird also teilweise unwirksam.


Foto1: © nstanev - Fotolia.com

2 KOMMENTARE

  1. Ich bin Schwertlilien Liebhaber und habe schon viel Sorten. Leider muss ich dieses Hobby aufgeben, denn das Unkraut ist nicht mehr zu bewältigen. Gibt es ein Spritzmittel mit dem man diesem Übel beikommt?

    • Wie wäre es mit Jäten? Bei besonders hartnäckigen Wurzelunkräutern wie Giersch o.ä. hilft es auch Kartoffeln zu pflanzen. Ein Abflammgerät wie Thermoflamm wäre auch eine Lösung- im Endeffekt ist alles Besser, als aus Faulheit die Umwelt mit fragwürdigen Unkrautvernichtern zu vergiften!

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