Giersch ist zwar sehr gesund, wegen seiner unkontrollierten Ausbreitung aber unbeliebt bei vielen Gärtnern. Hier deshalb 6 Tipps, wie Sie ihn bekämpfen können.

Giersch steckt voller Vitamine und soll ein wahres Wundermittel gegen Gicht und Gelenkschmerzen sein. Doch im Garten, in schön angelegten Beeten, ist der Giersch für viele Gartenbesitzer nur eines: ein unwillkommener Gast, der sich leider nicht nur kurz aufhält, sondern sich unkontrolliert im Garten ausbreitet und sogar Pflanzen überwuchern kann. Das liegt zum einen an seinen wuchsfreudigen Wurzeln und zum anderen an der Tatsache, dass er sich über Samen selbst vermehrt.

Wenn Sie diesem Gewächs Herr werden möchten, müssen Sie also alle Register ziehen. Die nachfolgenden Tipps verraten Ihnen, wie Sie Giersch in Schach halten und erfolgreich bekämpfen können.

So können Sie Giersch erfolgreich bekämpfen

Tipp 1 – Rechtzeitig jäten:

Bei der Bekämpfung müssen Sie sehr konsequent sein und dementsprechend regelmäßig Unkraut jäten. Sobald sich die ersten zarten Blätter zeigen, sollten Sie diese also gleich entfernen. Wichtig hierbei ist, dass Sie nicht zum Spaten oder zu einer Hacke greifen. Denn damit würden Sie die Wurzeln in kleine Stücke teilen und sogar noch zum Ausbreiten anregen. Schließlich können aus den Wurzeln im Nu neue Pflanzen heranwachsen. Lockern Sie den Boden deshalb nur sanft mit einer Grabegabel auf, sodass Sie die Wurzeln leicht aus der Erde ziehen können.

Tipp 2 – Unkrautfolie und Rindenmulch ausbringen:

Eine durchaus wirkungsvolle Methode zur Bekämpfung von Giersch ist es, ihn mit Unkrautfolie und Rindenmulch zu ersticken. Dazu müssen Sie das Beet allerdings für mindestens ein Jahr komplett leer stehen lassen. Bringen Sie die Folie aus, verteilen Sie darauf Rindenmulch und belassen Sie das Ganze mindestens ein Jahr so. Mit etwas Glück haben Sie dann Ruhe.

Alternativ zum Unkraut- bzw. Gartenvlies können Sie auch dicke Pappe verwenden. Nach spätestens zwei Jahren ist die Pappe verrottet und auch die unterirdischen Wurzeln sind dann abgestorben, weil sie nicht austreiben konnten.

Tipp 3 – Wurzelsperre eingraben:

Bekommt Ihr Nachbar den Giersch nicht unter Kontrolle, kann eine Wurzel- bzw. Rhizomsperre zur Grundstücksgrenze sinnvoll sein, damit der Giersch nicht unter oder durch den Gartenzaun in Ihren Garten wuchert. Um dies zu verhindern, sollten Sie die Wurzelsperre mindestens 50 cm tief senkrecht in den Boden eingraben. Zudem sollte sie an der Oberfläche mindestens 3 cm überstehen. Hier dazu ein Lesetipp: Wurzelsperre – Material, Wirkung und korrekter Einbau. Allerdings hilft die Wurzelsperre nur, wenn Ihr Nachbar die Selbstaussaat verhindert.

Eine Wurzelsperre ist obendrein sinnvoll, wenn Sie zwar Giersch im Garten anbauen, aber die unkontrollierte Ausbreitung über die Wurzeln verhindern möchten.

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Tipp 4 – Blüten abschneiden und Selbstaussaat verhindern:

Bauen Sie Giersch bewusst im Garten an, möchten jedoch nicht, dass er sich weiter ausbreitet, ist es neben dem Einbau einer Wurzelsperre wichtig, die Blüten rechtzeitig abzuschneiden. Giersch vermehrt sich schließlich über Selbstaussaat. Bedeutet also: Kann er nicht blühen, kann er sich auch nicht über Samen ausbreiten. Denn Giersch entwickelt viele Samen und diese sind, wie die Wurzeln, sehr hartnäckig und vor allem lange keimfähig.

Tipp 5 – Rasen regelmäßig mähen:

Regelmäßiges Mähen kann helfen, Giersch im Rasen in Schach zu halten. Zumindest an der Oberfläche. Denn durch das Mähen werden die Blätter und Blüten des Gierschs entfernt. Dadurch wird die Pflanze geschwächt, da sie weniger Energie zur Fotosynthese und Samenbildung hat. Außerdem können Sie auf diese Weise wieder die Selbstaussaat verhindern.

Das Ganze hat aber einen Haken: Denn durch das Mähen können Sie die Wurzeln nicht erreichen. Diese können sich demnach weiterhin ausbreiten. Mähen allein wird den Giersch also nicht vollständig beseitigen. Sie können ihn so nur oberflächlich unter Kontrolle bekommen. Allerdings müssen Sie dafür am Ball bleiben und wirklich regelmäßig mähen.

Tipp 6 – Unkrautvernichter anwenden:

Helfen all diese Tipps nicht, können Sie letztendlich nur noch zu einem Unkrautvernichtungsmittel greifen. Denn nur so lassen sich die problematischen und schnell wachsenden Pflanzen effektiv und in kurzer Zeit bekämpfen. Ein empfehlenswertes Unkrautvernichtungsmittel ist beispielsweise das NEUDORFF – Finalsan Konzentrat GierschFrei. Es hilft gegen Giersch, Ackerschachtelhalm und andere Unkräuter sowie Gräser und hat eine wurzeltiefe Langzeitwirkung. Außerdem ist es biologisch abbaubar und nicht bienengefährlich.

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Wichtig: Giersch nicht auf dem Kompost entsorgen

Entsorgen Sie den frisch gejäteten Giersch nicht auf dem Kompost. Schließlich könnten die Wurzeln dort erneut anwachsen. Giersch gehört also in die Biotonne.

Mein Tipp: Sie können auch das Unkraut verwerten und daraus eine Pflanzenjauche herstellen. Diese können Sie dann wunderbar zum Düngen verwenden.

💡 Schon gewusst?
Trotz seines schlechten Rufes als Gartenunkraut hat Giersch auch positive Seiten. Die jungen Blätter des Gierschs sind essbar und können roh in Salaten oder als Spinatersatz in verschiedenen Gerichten verwendet werden. Sie enthalten Vitamin C, Eisen und Magnesium. In der Naturheilkunde wird Giersch zudem traditionell zur Linderung von Gicht und rheumatischen Beschwerden eingesetzt, was auch in seinem wissenschaftlichen Namen (Aegopodium podagraria) angedeutet wird.

Mutter, Hundebesitzerin und leidenschaftliche Hobbygärtnerin. Schon als Kind habe ich gemeinsam mit meinen Eltern den heimischen Garten bewirtschaftet und mich für dessen Gestaltung interessiert. Jetzt besitze ich meinen eigenen Garten und zeige meiner Tochter, wie einfach es ist Obst, Gemüse und Blumen selbst zu züchten. Ein Garten bedeutet viel Arbeit - er belohnt uns dafür aber auch mit einer reichen Ernte, wunderschönen Blumen und dem tollen Gefühl aus eigener Kraft etwas geschaffen zu haben.

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