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Zuckermais anbauen – So wird’s gemacht

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Zuckermais ist echt etwas Leckeres. Und diesen müssen Sie nicht einmal kaufen. Sie können auch selbst Zuckermais anbauen. Lesen Sie hier, wie das geht.

Kinder lieben Zuckermais
Kinder lieben Zuckermais

Zuckermais, vielmals auch als Süßmais bezeichnet, zählt selbst bei Kindern zu den beliebtesten Gemüsesorten und kann problemlos auch im eigenen Garten angebaut werden. Wobei ein Anbau im Gartenbeet ebenso infrage kommt, wie in Kübeln auf Terrassen und Balkonen. Das sollten Sie mal ausprobieren und diesen anschließend einfach mal auf den Grill legen oder kochen. Das schmeckt herrlich und ist sogar eine wahre Gaumenfreude für Kinder.

Übrigens:

Deutsche Bauern pflanzen nur sehr wenig Süßmais auf ihren Feldern an, weshalb die meisten Maiskolben aus dem Supermarkt aus fremdländischen Anbaukulturen stammen.

Anbau von Zuckermais

Alle Maissorten lieben einen sonnigen, möglichst windgeschützten Standort mit nährstoffreichem Boden. Reichern Sie den Boden dabei im Herbst mit reichlich Kompost an (locker einarbeiten), beeinflussen Sie die Maisernte schon von vornherein positiv. Wählen Sie aber keinen Standort mit sich dauerhaft bildender Staunässe oder in Hanglage aus.

Prinzipiell können Sie die Maiskörner ab Mai im Freiland ausbringen, weil sich dann die Böden zumeist schon ein wenig erwärmt haben. Nasskalte Böden würden die Maissaat nämlich schnell faulen lassen. Die einzelnen Körner dabei mit der Spitze nach unten circa 5 Zentimeter tief ins Erdreich hineindrücken.

Vorsprung verschafft obendrein ein Vorziehen der Maispflanzen am Fensterbrett. Das ist bereits ab März/April möglich. Die Pflänzchen können Sie mit einem Pflanzabstand von circa 40 Zentimeter nach den Eisheiligen dann ins Freiland umsetzen oder in größere Kübel einsetzen und ebenfalls ins Freiland stellen.

» Tipp:

Egal, für welche Art des Anbaus Sie sich entscheiden: für ein gutes Wachstum ist ein circa 10 stündiges Vorquellen der Saatkörner in lauwarmem Wasser hilfreich.

Zuckermais richtig pflegen

Zuckermais PflegeDen Zuckermais müssen Sie nun regelmäßig, aber dabei immer nur sparsam gießen – während längeren Trockenperioden oder an heißen Tagen auch mehrmals täglich. Des Weiteren sollten Sie ihn während seines Wachstums mit einer Düngung unterstützen, wozu sich auch Brennnesseljauche oder Hornspäne eignen.

» Tipp:

Bringen Sie zwischen den Maispflanzen eine Mulchschicht aus, z.B. aus Stroh oder einem Grasschnitt, speichert diese optimal die Feuchtigkeit im Erdreich.

Ernte und Verwendung

Zuckermais ErnteMeist schon ab Ende Juli – in der Regel circa 3 Wochen nach der Blüte – können die Maiskolben geerntet werden. Eine optimale Reife des Süßmais erkennen Sie dabei an dessen Barthaare, die sich am Kolben befinden. Sobald diese anfangen sich bräunlich zu verfärben und langsam austrocknen, ist der Mais erntereif.

Wichtig ist, dass Sie die Maiskolben unmittelbar nach der Ernte verarbeiten. Dafür die Kolben entblättern, anschließend in heißem Wasser circa 20 Minuten kochen, wieder herauszunehmen, mit Salz würzen und eventuell mit heißer Butter übergießen.

» Tipp:

Nicht gleich verwendete Maiskolben sollten Sie nach der Ernte sofort kühl lagern, um ihre Frische wenigstens noch ein paar Stunden zu erhalten. Alternativ dazu können Sie das Gemüse konservieren, indem Sie es kochen und anschließend einfrieren.

Saatgutgewinnung

Zuckermais SaatgutMöchten Sie auch im kommenden Jahr wieder Süßmais im Garten anbauen, sollten Sie entsprechend viele Kolben länger ausreifen lassen, bis die Hüllblätter komplett braun werden. Anschließend die Kolben abschneiden und in einem trockenen, warmen Raum aufhängen. Nach einigen Wochen können Sie die einzelnen Maiskörner dann abreiben und weiter trocknen bis sie eine dunkelgelbe Farbe erlangen.


Foto1: © vencav - Fotolia.com, Foto2: © 7monarda - Fotolia.com, Foto3: © HLPhoto - Fotolia.com, Foto4: © RioPatuca Images - Fotolia.com

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