Sellerie anbauen – So wird’s gemacht
Sellerie anbauen ist eigentlich gar nicht schwer. Es erfordert nur viel Geduld. Damit beim Anbau nichts schief geht, hier unsere Tipps, wie Sie dabei vorgehen sollten.
Sellerie hat eine aphrodisierende Wirkung
Der Sellerie zählt schon seit mehreren Jahrhunderten zu den bei uns traditionellen Gemüsesorten. Zumal er bei den in Deutschland zumeist vorherrschenden Witterungsverhältnissen sehr gut gedeihen kann. Berühmtheit erlangte er durch seine ihm immer wieder nachgesagte aphrodisierende Wirkung.
Beliebte Selleriesorten
Die Sorten Ibis (pflegeleicht und robust), Mentor (gute Lagerfähigkeit), Monarch, Prinz und Bergers Weiße Kugel (große Knollenbildung) gehören sicherlich zu den bekanntesten und beliebtesten Selleriesorten. Variieren können Sie den Sellerieanbau aber auch durch den Anbau von Stangensellerie-Sorten, wie z.B. Tall Utah oder Tango.
Sellerie anbauen – So wird’s gemacht
Sellerie vorkultivieren:
Sellerie sollte vorkultiviert, sprich bereits ab März in einem frostfreien, sehr hellen Raum angesät werden – z.B. in kleinen Pflanztöpfchen. Beim Vorkultivieren sollten Sie den Sellerie immer nur minimal bewässern.
» Tipp:
Während des Vorkultivierens sollten Sie den künftigen Freiland-Standort bereits ausreichend mit Kompost oder Düngemitteln versorgen, damit er sich noch rechtzeitig absetzen kann.
Selleriepflanzen ins Freiland übersiedeln:
Nach den Eisheiligen können Sie die Selleriepflanzen dann ins Freiland übersiedeln. Hierbei sollten Sie sich für einen sonnigen Standort entscheiden. Der Pflanzabstand sollte mindestens 40 Zentimeter betragen, damit sich die Knollen später gut entwickeln können. Wichtig hierbei ist auch, dass Sie darauf achten, dass sich das so genannte Pflanzherz immer oberhalb der Erde befindet, um eine Verformung der Knolle während des Wachstums zu vermeiden.

Sie sollten sich für einen sonnigen Standort entscheiden
» Tipp:
Die sehr anfälligen Selleriepflänzchen sollten Sie in den ersten Tagen nach dem Ausbringen ins Freiland noch mit einem Gartenvlies schützen.
Sellerie pflegen
In der Regel sollte Sellerie während seines Wachstums ca. zweimal gedüngt werden. Hierfür sollten Sie ein Kali-haltiges Düngemittel einsetzen, um die Knollenbildung zu fördern.
» Tipp:
Sobald das Gemüse im Garten gut sichtbar ist (Walnussgröße), können Sie rundum die Erde entfernen, bis die oberen Wurzeln zum Vorschein kommen. Dadurch wird das Wachstum der Knolle nochmals deutlich angeregt.
Weiterhin sollten Sie den Sellerie vor seinen natürlichen Feinden, wie z.B. den Wühlmäusen und der Selleriefliege (aktiv von Mai bis Juni), schützen. Und auch eine eventuell entstehende Blattfleckenkrankheit (ca. ab Juni) und den Sellerieschorf können Sie mit im Fachhandel erhältlichen Mitteln gut in den Griff bekommen.
Bewässerung und Ernte
Auch entwickelt der Sellerie während seines Wachstums ein starkes Feuchtigkeitsbedürfnis. Weshalb Sie ihn ab Ende Juli/Anfang August bis zur Haupternte im Oktober sehr reichhaltig gießen müssen – bis zu 15 Liter pro Quadratmeter.

Sellerie können Sie ab Ende August ernten
Ab Ende August können Sie den Sellerie ernten. Die Ernte sollte aber unbedingt vor der ersten Frostperiode im Herbst abgeschlossen sein. Denn Sellerie verträgt Temperaturen ab -3 Grad nicht mehr.
Haben Sie den Sellerie geerntet, dann sollten Sie ihn trotz starker Verschmutzung nicht waschen. Denn so können Sie ein frühzeitiges Faulen des Gemüses vermeiden. Lediglich die Blätter des Selleries sollten Sie abdrehen und die Knollen anschließend in einem dunklen Kellerraum lagern.
» Tipp:
Sie können auch rohen Sellerie in Würfel zerkleinern und als Suppengemüse einfrieren!
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