Die meisten genießen die asiatische Schönheit im Freiland, doch ebenso gut lässt sich eine Kamelie als Kübelpflanze halten – vorausgesetzt, sie bekommt die richtige Pflege.

Die Kamelie (Camellia japonica) gilt unter Hobbygärtnern als schwierig zu halten. Zum einen liegt es daran, dass sie ganz bestimmte Ansprüche an die Pflege hat, und zum anderen daran, dass sie nicht winterhart ist. Wer sich diese Pflanze in den Garten holt, der hat also einiges zu tun. Vor allem dann, wenn Sie die Kamelie als Kü­bel­pflan­ze halten.

So gedeiht die Kamelie im Pflanztopf

Tipp 1: Richtige Topfgröße wählen

Wie bei den meisten Topfblumen müssen Sie die Topfgröße an der Pflanze ausrichten. Es ist also falsch, wenn Sie eine kleine Kamelienpflanze mit wenigen Wurzeln in einen übergroßen Topf pflanzen.

Kamelie als Kü­bel­pflan­ze halten
Kamelien brauchen keinen großen Pflanztopf. | © penkanya / stock.adobe.com

Das sieht nicht nur unschön aus, es ist auch für das Wurzelwerk der Kamelie schädlich, denn der Wurzelballen wäre dann mit zu viel Erde umgeben. Mögliches Substrat wird außerdem zu nass und versauert. Die Pflanze nimmt daraufhin das saure Substrat auf, ehe es ein dichtes und neues Wurzelwerk bilden konnte.

Ebenso kann es aufgrund der anhaltenden Feuchtigkeit dazu führen, dass die feinen Wurzelfasern absterben. Es kommt zu sogenannten Nässeschäden. Wählen Sie den Topf also immer passend zur Größe der Pflanze aus.

Tipp 2: Topf nicht auf den Boden stellen

Idealerweise sollte der Pflanztopf nicht direkt auf dem Boden stehen, denn überschüssiges Wasser kann so nicht richtig abfließen. Im Handel gibt es deshalb entsprechende Standfüße zu kaufen.

Damit Wasser besser ablaufen kann, raten wir Ihnen, den Topf im unteren Bereich mit Tonscherben oder Lecaton auszustreuen. Dies bietet eine ideale Drainage im Blumentopf.

Tipp 3: Das richtige Pflanzensubstrat verwenden

Kamelien lieben eine lockere, leicht saure und durchlässige Erde. Ideal ist daher Rhododendronerde. Zusätzlich immer auch noch etwas Lavagrus oder scharfen Sand hinzufügen. Dies verbessert die Durchwurzelung.

Tipp 4: Kamelien richtig umtopfen

Kamelien werden erst dann umgetopft, wenn das Wurzelwerk an der Oberfläche sichtbar wird. Manchmal kann dies bis zu drei Jahre dauern. Anschließend ein Gefäß verwenden, welches nur circa 5 cm größer ist.

» Lesetipp: Kamelien umtopfen – Blütenwunder im Winter.

Tipp 5: Kamelien richtig pflegen

Werden Kamelien im Topf gehalten, brauchen diese mehr Pflege als ausgepflanzte Kamelien. Hier kommt es in erster Linie auf die Wasserversorgung und den Dünger an.

Kamelien in einem hohen Topf mit viel Erde, benötigen unter anderem weniger Wasser als eine Pflanze in einem flachen Gefäß. Auch im Winter müssen Kamelien im Blumentopf regelmäßig gegossen werden. Aber nur dann, wenn die Tage frostfrei sind.

» Lesetipp: Kamelien pflegen – 7 wichtige Tipps.

Tipp 6: Topfpflanzen so lange wie möglich im Freien lassen

Kamelien lieben die frische Luft. Sie sollten daher so lange wie möglich im Freien verbleiben. Erreichen die Außentemperaturen den Gefrierpunkt, müssen Sie sie jedoch in ihr Winterquartier – bei maximal 10 bis 15 Grad Celsius – bringen.

Zur Not können Sie sie aber auch an einer windgeschützten Stelle auf der Terrasse stehen lassen. Dann ist es jedoch wichtig, dass Sie die Pflanze mithilfe von Luftpolsterfolie oder Kokosmatten vor Frost schützen.

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Fazit: Kamelie als Kü­bel­pflan­ze halten

Mit etwas Geduld und dem richtigen Gespür lässt sich auch die als heikel geltende Kamelie im Kübel zu einem echten Hingucker entwickeln. Entscheidend ist, ihre Vorlieben zu kennen: Sie mag es luftig, aber nicht zugig, feucht, aber niemals nass, hell, aber ohne pralle Sonne. Wird sie mit Bedacht gepflegt, bedankt sie sich mit einer üppigen Blüte. Besonders schön wirkt sie, wenn sie an einem geschützten Platz auf der Terrasse oder im Eingangsbereich steht.

Haben Sie selbst schon Erfahrungen mit Kamelien im Topf gesammelt? Teilen Sie gern Ihre besten Pflegetipps mit uns. Vielleicht helfen sie auch anderen Pflanzenliebhabern weiter.

Mutter, Hundebesitzerin und leidenschaftliche Hobbygärtnerin. Schon als Kind habe ich gemeinsam mit meinen Eltern den heimischen Garten bewirtschaftet und mich für dessen Gestaltung interessiert. Jetzt besitze ich meinen eigenen Garten und zeige meiner Tochter, wie einfach es ist Obst, Gemüse und Blumen selbst zu züchten. Ein Garten bedeutet viel Arbeit - er belohnt uns dafür aber auch mit einer reichen Ernte, wunderschönen Blumen und dem tollen Gefühl aus eigener Kraft etwas geschaffen zu haben.

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