Mit der Aechmea holen Sie sich einen Exoten ins Haus, der wenig Pflege benötigt. Worauf es dabei vor allem ankommt, erkläre ich hier etwas genauer.

Die Aechmea (Aechmea fasciata) und die Ananas (Ananas comosus) haben eines gemeinsam: Beide gehören zur Familie der Bromeliengewächse. Während die Ananas als typische terrestrische Bromelie im Boden wächst, ist die Aechmea in ihrer Heimat Brasilien vor allem epiphytisch. Das bedeutet, sie lebt auf Bäumen und nutzt ihre Wurzeln hauptsächlich zum Festhalten. Wasser und Nährstoffe nimmt sie über ihre trichterförmige Blattrosette auf, die bei Regen als natürlicher Wasserspeicher dient.

Als Zimmerpflanze wird die Aechmea bei uns in Erde kultiviert, wobei sie sich gut an die Bedingungen in Wohnräumen anpasst. Genau diese Eigenschaft macht die Aechmea fasciata zu einer besonders pflegeleichten Zimmerpflanze.

Aussehen der Aechmea

Aechmea pflanzen, pflegen und überwintern
Die Aechmea wird auch Lanzenrosette genannt – © betka82 / stock.adobe.com

Wuchs

Die Aechmea fasciata bildet eine imposante Rosette, die eine Höhe von bis zu 60 Zentimetern und eine Breite von 40 bis 50 Zentimetern erreicht.

Blätter

Aechmea besitzt kräftige Blätter, die einer Rosette entwachsen. Die Rosette der Aechmea besteht aus 10 bis 20 kräftigen weiß marmorierten Blättern, die bis zu 50 Zentimeter lang und 10 Zentimeter breit werden. Am Blattgrund sitzen Trichome (Pflanzenhaare), mit der die Aechmea das Wasser aus der trichterförmigen Rosette aufnimmt.

Blüte

Von Juli bis November zeigt die Aechmea ihre faszinierenden Blüten. Ein bis zu 35 Zentimeter langer Blütenschaft erhebt sich aus der Mitte der Rosette und wird von kräftig rosa gefärbten Hochblättern geschmückt. Die eigentlichen Blüten sind klein, leuchtend blau und verblühen rasch.

Früchte

Die Aechmea fasciata bildet in der Natur Beerenfrüchte, die aus einem dreiteiligen Fruchtknoten hervorgehen. Diese Entwicklung ist bei Zimmerpflanzen allerdings selten zu beobachten.

Besonderheiten

Sowohl die Blüten als auch die Blätter enthalten leicht giftige Stoffe, die bei empfindlicher Haut zu Reizungen führen können. Vorsicht ist daher geboten, besonders beim Rückschnitt oder beim Abtrennen der Kindel.

Herkunft und Besonderheiten

Die Aechmea ist ursprünglich in den tropischen Regenwäldern Brasiliens zu Hause. In Europa fanden die Pflanzen erstmals um 1826 in England Verbreitung. Diese Bromeliengewächse sind ausgesprochen facettenreich und kommen in etwa 180 verschiedenen Arten vor. In unseren Breiten wird z.B. vorwiegend Aechmea fasciata kultiviert. Heute handelt es sich um eine der häufigsten Zimmerpflanzen unter den Bromeliengewächsen.

Schon gewusst? Da die Aechmea ursprünglich auf Bäumen wächst, wird sie auch als Aufsitzerpflanze bezeichnet.

Kurzer Steckbrief zur Aechmea

Aechmea (Aechmea fasciata)
Andere Bezeichnung:Lanzenrosette
Wuchsbreite:40 – 50 cm
Wuchshöhe:40 – 60 cm
Blütezeit:Juli – November
Blütenfarbe:Rosa
Standort:Sonnig bis halbschattig
Boden:Humus und nährstoffreich, mäßig feucht, pH-Wert: 5

Den passenden Standort finden

Der ideale Standort für die exotische Pflanze befindet sich im heimischen Wohnzimmer. Dort lieben die Pflanzen einen hellen Standplatz ohne direkte Sonneneinstrahlung. Besonders die intensive Mittagssonne sollte vermieden werden. Denn dann holt sich die Aechmea schnell einen Sonnenbrand, welcher durch braune Blatt- und Blütenränder angezeigt wird.

Ganzjährig sind Temperaturen um 18 Grad ideal. Die Mindesttemperaturen liegen am Tage bei 15 und nachts bei 12 Grad. Größere Temperaturunterschiede sollten jedoch vermieden werden. Heizungsluft verträgt die Pflanze hingegen gut.

Tipp: Die Luftfeuchtigkeit können Sie durch gelegentliches Sprühen erhöhen.

Das ideale Substrat auswählen

Im Gegensatz zu den ebenfalls auf Bäumen wachsenden Orchideen kann Aechmea auch in torffreier Kübelpflanzenerde kultiviert werden. Der pH-Wert des Substrats sollte hierfür bei 5 liegen. Die Durchlässigkeit des Substrats können Sie durch die Beimischung von Blähton oder Perlite erhöhen.

Aufbinden als Alternative

Dem natürlichen Beispiel folgend, kann Aechmea auch substratlos kultiviert werden. Dafür wird die Pflanze an einem Holzstück aufgebunden. Hierfür eignen sich Draht oder eine Feinstrumpfhose. Es müssen hierfür keine Unterlagen aus Moos geschaffen werden. Denn diese begünstigen nur eine Fäulnisentwicklung. Beim Holz sind die Pflanzen kaum wählerisch und kommen mit Eiche, Fichte und anderen heimischen Arten gut zurecht.

So wird die Aechmea richtig gepflegt

Aechmea
Die Aechmea ist relativ pflegeleicht – © kwanchaichaiudom / stock.adobe.com

Gießen

Zwischen Frühling und Herbst sollten Sie für eine gleichmäßige Bewässerung sorgen. Staunässe darf dabei jedoch nicht entstehen. In den Rosetten der Aechmea darf sich das Gießwasser allerdings sammeln. Gegossen wird bevorzugt, mit kalkarmem Wasser.

Zwischen November und März sind die Wassergaben deutlich zu reduzieren und die Pflanze darf auch gelegentlich austrocknen.

Düngen

Während der Wachstumsphase, zwischen Frühling und Herbst, kann in 14-tägigen Abständen ein Dünger für Blühpflanzen verabreicht werden. Im Winter werden Bromeliengewächse hingegen nicht gedüngt.

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Umtopfen

Die Aechmea kann alle ein bis zwei Jahre umgetopft werden. Da die Pflanzen einen auffallend kleinen Wurzelballen besitzen, muss der neue Pflanztopf seinen Vorgänger kaum im Durchmesser überbieten.

Schneiden

Regelmäßige Schnittmaßnahmen sind bei diesen Pflanzen nicht notwendig. Ist die Aechmea fasciata verblüht, darf Verblühtes regelmäßig entfernt werden. Dies gilt auch für kranke oder verfärbte Blätter.

Überwintern

Auch beim Überwintern braucht die Aechmea fasciata einen hellen Standort. Ab Oktober wird das Gießen langsam heruntergefahren und auch die Düngung eingestellt. Zugluft und starke Temperaturschwankungen vertragen die Pflanzen dann nicht. Im März wird wieder häufiger gegossen und ab April auch gedüngt.

Krankheiten und Schädlinge erkennen und bekämpfen

Trockene Heizungsluft ist ein Brutplatz für Spinnmilben oder Schildläuse. Recht zuverlässig vertreiben lassen sich die genannten Schädlinge mit einem bewährten Hausmittel aus Wasser, Kernseife und Spiritus. Ebenfalls sehr hilfreich ist Neem Öl, denn die Spinnmilben nehmen das Öl auf und sterben dann ab.

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So lässt sich die Aechmea vermehren

Bromeliengewächse wie die Aechmea fasciata blühen nur einmal in ihrem Leben. Mit der Blüte sind die kleinen, blauen Blüten gemeint. Nach der Blüte stirbt die Mutterpflanze zwar langsam ab, bildet aber aus dem Wurzelbereich mehrere Kindel, die ihren Fortbestand sichern.

Diese Seitensprosse können im Frühjahr von der Mutterpflanze abgetrennt werden. Bereits vorher sollten die kleinen Blattrosetten der Kindel regelmäßig leicht gegossen werden, um die Entwicklung der Wurzeln zu fördern. Haben die Kindel genügend Wurzeln gebildet, können die jungen Pflanzen anschließend in kleine Töpfe mit einem geeigneten Substrat gepflanzt werden. So lässt sich die Aechmea fasciata einfach vermehren.

Mutter, Hundebesitzerin und leidenschaftliche Hobbygärtnerin. Schon als Kind habe ich gemeinsam mit meinen Eltern den heimischen Garten bewirtschaftet und mich für dessen Gestaltung interessiert. Jetzt besitze ich meinen eigenen Garten und zeige meiner Tochter, wie einfach es ist Obst, Gemüse und Blumen selbst zu züchten. Ein Garten bedeutet viel Arbeit - er belohnt uns dafür aber auch mit einer reichen Ernte, wunderschönen Blumen und dem tollen Gefühl aus eigener Kraft etwas geschaffen zu haben.

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